Donnerstag, 24. Juli 2008
Lago Maggiore - La dolce vita
Die Zeit vergeht mal wieder wie im Flug und so ist meine Zeit in Bamberg auch schon fast wieder gezählt, denn nächste Woche Freitag geht es wieder ab in die Heimat in das gute, alte Rheinland. Dann stehen noch 4 Wochen Audit in Köln an, für das Verkaufsgebiet Rheinland. Doch zuvor ging und geht es von Bamberg aus genau in die entgegengesetzte Richtung, nämlich ab in den Süden, zum Lago Maggiore am vergangenen Wochenende und nach Rom am bevorstehenden Wochenende um das süße Leben Italiens ein wenig zu kosten. Die Idee an den Lago Maggiore zu fahren hat sich eher spontan ergeben, denn Holgers Eltern haben dort ja ei
n Haus und haben mich netterweise zu einem Wochenende eingeladen. Und so haben Holger und ich kurzfristig entschlossen, ein erholsames Wochenende am See zu verbringen, zusammen mit Simone, Holgers Eltern und Hanna dem kleinen Chiwawa, die aufgrund ihres Gewichts mittlerweile eher einem Mops ähnelt (Sorry Holger :-)). Hinsichtlich der Entfernung von Bamberg zum Lago Maggiore habe ich mich alerdings ein wenig verschätzt. Da Bamberg nun ja schon im Süden Deutschlands liegt, bin ich davon ausgegangen, dass die Strecke ja wohl nicht mehr als 400 Kilometer betragen dürfte. Nach genauerer Recherche im Internet hat sich dann jedoch herausgestellt, dass die Strecke 615 km beträgt. Nun gut, für ein Wochenende zwar eine ganz schöne Strecke, aber nun gab es halt kein zurück mehr. Es sei aber schon mal vorweggenommen, dass ich es im Nachhinein keineswegs bereut soviele Stunden im Auto zu verbringen, denn das Wochenende war wirklich herrlich. Und so ging es also Freitag nachmittag gegen 15.00 Uhr in meinem gemieteten A4 los, mit dem Ziel Luino. Die freundliche Stimme des Navi hat mich nach kurzer Ansage "Die Route wird berechnet" auch zügig auf die Autobahn geschickt und dann ging es mit Bleifuss Richtung Alpen. Neben kurzen Verkehrsstörungen lief auch alles soweit bestens, doch mein Vertrauen auf die freundliche Stimme des Navi sollte mich später noch ein wenig Nerven kosten. Nach etwa 6 1/2 Stunden und
der Überquerung der Alpen über den San-Bernardino-Pass war ich dann auch kurz vorm Ziel, als plötzlich mich die Dame im Navi darauf hingeweisen hat, dass ich mein Ziel erreicht hätte. Nun gut am See war ich ja, doch leider war ich nicht in Luino, sondern auf der Uferstrasse und keine Siedlung in sichtbarer Nähe. Ich also ab in das nächste Dorf, namens Cannero Riviera und erst einmal Holger angerufen um zu fragen, wo ich denn jetzt hinmüsste. Dem sagte der Ortsname aber dummerweise genauso wenig wie seinem Vater und meinte ich sollte mal in den nächsten Ort fahren und ihn dann nochmals anrufen. Gesagt, getan und wenige Minuten später war ich dann in Oggebbio. Ich also wieder Holger angerufen, doch der wusste nur zu sagen: "Wat wo bist du denn?". Tja, das hätte ich auch gerne gewusst, denn inzwischen war es ja auch schon 22 Uhr und dunkel geworden und ich freute mich auf ein kühles Bier. Holger hat also erst einmal den Kellner des Restaurants gefragt, wo er zu dem Zeitpunkt gespeist hat und der meinte nur trocken, Oggebbio sei auf der anderen Seeseite. Als ich das gehört habe, konnte ich es echt nicht fassen und das zeigt wieder einmal, dass man sich auf die Technik von heute eben doch nicht blind verlassen sollte. Hätte ich zumindest vorher mal geschaut auf welcher Seeseite Luino liegt, so hätte ich das sicher gemerkt. Nun gut, für ein Umkehren und einmal komplett um den See herum fahren war es nun zu spät, denn das hätte sicher nochmal 1,5 Stunden gedauert (der See ist in seiner Nord-Süd-Erstreckung nämlich 65 K
ilometer lang) und so war die beste Möglichkeit die Fähre vom nächsten Ort auf die andere Seite zu nehmen. Doch bei meinem Glück fuhr die natürlich nur jede Stunde und ich hatte soeben die Fähre um 22 Uhr verpasst. Nun gut, blieb mir ja wohl nichts anderes übrig als die Fähre um 23 Uhr zu nehmen und so habe ich am Ufer des Sees weitere 45 Minuten verharrt. Na ja, ich habe mein Ziel letztendlich erreicht und mein kühles Bier habe ich auch noch bekommen. Das Wochenende war dann primär dadurch gekennzeichnet, sich zu entspannen und die Ruhe und Schönheit des Sees zu geniessen. Wenn mich zum jetzigen Zeitpunkt jemand fragen würde, was denn aus meiner Sicht das schönste Fleckchen der Erde sei, so käme der Lago Maggiore sicherlich in die engste Auswahl. Die Lage des Sees, umgeben von Bergen, dem angenehmen Klima, die vielen kleinen Dörfer am See, mit ihren netten Restaurants am Ufer ... einfach das gesamte Flair, haben mich wirklich beeindruckt. Das ging sogar soweit, dass ich mir am Wochenende überlegt habe, es müsse doch möglich sein einen Job in Mailand anzunehmen und am Lago zu leben. Schliesslich sind es bis nach Mailand nur ca. 60-70 km. Man darf ja wohl noch träumen! Leider war das Wochenende wie immer viel zu kurz, aber im Hinterkopf hat man ja schon wieder das nächste Wochenende, an dem es erneut nach Bella Italia geht, in die "ewige Stadt" nach Rom.
Donnerstag, 17. Juli 2008
BBBB - Berlin, Baltikum, Bamberg und Bayern
Inzwischen bin ich seit knapp 3 Wochen wieder in Deutschland und habe mich bereits gut eingelebt. Nach der ersten Woche in Berlin, wo wir mit dem gesamten Team zur Planung des Audits zusammengekommen sind, ging es das erste Wochenende für mich ins Baltikum, in die wunderschöne Stadt Riga. Riga ist als touristisches Ziel zwar mehr und mehr im Kommen, ist aber noch immer eher u
nbekannt und so wundert es auch nicht, dass keiner meiner Teamkollegen aus den USA, Uruguay, Indien und China mit Riga etwas anzufangen wusste. Jeder von ihnen kennt natürlich Rom, Paris, London oder Barcelona, aber der Name Riga verursacht bei den meisten lediglich Kopfschütteln. Das jedoch vollkommen zu unrecht, denn Riga ist wirklich eine Reise wert. Die Hauptstadt Lettlands hat eine sehr schöne Altstadt, mit einem Dom und weiteren Kirchen die das Panorama Rigas prägen, viele schöne Plaetze zum verweilen und Kaffee trinken, ruhige erholsame Parkanlagen und eine immense Anzahl von Jugendstilfassaden, die ohne weiteres auch mit Paris mithalten können. Zudem ist das Preisniveau, obwohl es in den letzten Jahren bereits stark angezogen ist, im Vergleich zu Westeuropa noch immer günstig. Das Wetter hat glücklicherweise auch das gesamte Wochenende mitgespielt und hat sogar für einen leichten Sonnenbrand auf der Stirn gesorgt. Nachdem ich Sonntags abends wieder in Berlin gelandet bin, ging es dann noch sofort weiter mit einem Mietwagen Richtung Bayern. Denn nach der ersten Woche in Berlin hat sich das Team zweigeteilt. Für eine Gruppe ging es
zum Produktionsstandort in Bremen und fuer das andere Team, zu dem auch ich gehöre ging es in das Verkaufsgebiet Nordbayern in Knetzgau bei Bamberg, welches wir mit seinen 8 Vertriebsstandorten fuer 4 Wochen unter die Lupe nehmen. Knetzgau ist lediglich ein kleines Dorf mit weniger als 10.000 Einwohnern und daher liegt unser Hotel in Bamberg, von wo wir jeden morgen etwa 30 Kilometer nach Knetzgau fahren. Und das ist auch gut so, denn Bamberg ist ein wirklich sehr schönes, kleines Städtchen. Bamberg ist Studentenstadt und die Altstadt gehört, was ich zuvor auch nicht wusste, sogar zum UNESCO Weltkulturerbe. Unser Hotel liegt zentral in der Stadt und so sind es zum Glück nur wenige Fussminuten zu den zahlreichen Restaurants, Brauhäusern und Biergärten, was natürlich gerade in den Sommermonaten ideal ist. Und so geniesse ich derzeit auch die Tatsache wieder in Deutschland zu sein. Zu Beginn war ich ja nicht so sehr begeistert, da man mich von dem Audit in Südafrika abgezogen hatte, um mich in Deutschland einzusetzen. Aber inzwischen bin ich doch sehr froh gerade den Sommer in Deutschland verbringen zu können, zumal in Südafrika derzeit Winter ist und ich bestimmt in den nächsten 2 ½ Jahren noch einmal die Möglichkeit haben werde, auch nach Südafrika zu kommen.
Für das zweite Wochenende in Deutschland war dann zum ersten Mal mein gesamtes Planungstalent gefordert, denn ein paar Kollegen wollten gerne mal ein Stück typisches Deutschland sehen und man hat mir als einzigem Deutschen im internationalen Team die Wochenendplanung überlassen. Es sei nebenbei angemerkt, dass ausser mir noch drei weitere Deutsche auf dem Projekt eingesetzt sind, die jedoch nicht wie ich im internationalen Team in Atlanta arbeiten, sondern zum lokalen Auditteam in Berlin zählen und somit nicht das von mir schon so häufig erwähnte Wochenendbudget erhalten. Daher verbringen diese die Wochenenden zumeist zu Hause in Berlin. Keine leichte Aufgabe also für mich wenn man
so unter Druck steht, denn man möchte natürlich auch gerne, dass die Kollegen Deutschland in guter Erinnerung behalten. Da wir zunächst also 4 Wochen in Bayern sind, lag es natürlich nahe ein Ziel im Süden Deutschlands anzuvisieren und so habe ich primär einmal das Schloss Neuschwanstein ins Auge gefasst. Und nachdem die ersten Kollegen Bilder des Schlosses im Internet gesehen hatten, hat sich dann auch schnell ein Kollege nach dem Anderen für das Wochenende angeschlossen und so galt es am Ende, innerhalb weniger Tage für insgesamt 11 Mann (inklusive Frau und Kinder des ein oder anderen Kollegen) ein erlebnisreiches Wochenende auf die Beine zu stellen. Letztendlich sah das Wochenende dann so aus, dass wir Freitags abends in Richtung Garmisch-Partenkirchen aufgebrochen sind, aber vorher noch einen Zwischenstop am Münchner Flughafen gemacht haben, um drei Kollegen, die aus Bremen und Berlin angereist sind aufzugabeln. Als Reisemittel dienten uns fuer dieses Wochenende, ein 5er BMW den wir fuer die gesamten 8 Wochen in Deutschland gemietet haben und ein zusätzlich a
usgeliehener Peugeot 807 der insgesamt 7 Personen fasst. Und so ging es dann nach wenigen Minuten am Münchner Flughafen in Richtung Garmisch. Dort angekommen, gab es dann zunächst einmal etwas Deftiges aus der bayrischen Küche zusammen mit einem kühlen Weissbier. Am nächsten Morgen, erholt von gutem Schlaf und gestärkt aufgrund eines ausgiebigen Frühstücks ging es dann auf zum ersten Programmpunkt des Tages, Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze. Mit der Zugspitzbahn, einer Zahnradbahn kann man in aller Ruhe von Garmi
sch aus bis auf 2600m hochfahren und anschliessend für die letzten gut 350m in eine Gondel umsteigen, um auf den Gipfel des Berges zu gelangen. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und so lag der gesamte Berg in Wolken und die maximale Sicht betrug geschätzte 200 Meter. Wer schon einmal zum Skifahren oder Snowboarden in den Alpen war, weiß wie herrlich die Aussicht aus 3000m bei schönem Wetter sein kann, aber unglücklicherweise kann man das Wetter nicht beeinflussen. Für mich nicht weiter schlimm, da ich ja bereits mehrfach zum Boarden die Tage auf den Gipfeln und Pisten der Alpen verbracht habe (oder auch auf den Huetten :-)), doch für meine Kollegen die noch nie zuvor in den Alpen gewesen sind, tat es mir doch ein wenig leid. Auf dem Weg abwärts mit der Gondel, hat uns dann alle wenigstens noch ein herrlicher Blick auf den am Fuße der Zugspitze gelegenen Eibsee versöhnt. Anschliessend ging es dann weiter mit dem Auto zu dem etwa 45 Minuten entfernt gelegenen Schloss Neuschwanstein. Doch auch hier hat uns das Wetter wieder im Stich gelassen und die Besichtigung der Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein musste unter trübem Himmel und immer wieder mal einsetzendem Regen erfolgen. Dennoch waren alle Kollegen hellauf begeistert, insbesondere vom Schloss Neuschwanstein. Nachdem wir die beiden Schlösser gesehen hatten, waren es dann auch schon ca 18.30 Uhr und wir sind schnell wieder aufgebrochen, da für Nacht 2 ein Hotel in München gebucht war. Den Sonntag habe ich dann den Kollegen zur freien Verfügung in München überlassen, denn für mich stand in erster Linie einmal Entspannung auf dem Programm. Da ich bereits mehrmals in München gewesen bin und auch das Wetter am Sonntag kein besseres Bild abgegeben hat, ist mir das nicht weiter schwer gefallen. Gegen Mittag habe ich mich dann noch mit Collin zum Lunch und Kaffe trinken in Schwabing verabredet. Aber auch das Treffen ist mit etwa 2 Stunden etwas kürzer ausgefallen, da zum Einen das Wetter nicht gerade zum Verweilen im Freien eingeladen hat und zum Zweiten steckt Collin mitten in der Examensvorbereitung und da geht das Lernen natürlich vor. Abends ging es dann wieder zurück nach Bamberg und obwohl ich immer noch ein wenig enttäuscht war über das schlechte Wetter und meine Zweifel hatte, ob die Kollegen das Wochenende wirklich genossen haben, wurde mir von allen Seiten bestaetigt, dass sie das Wochenende ausgezeichnet fanden.
Tja, so sahen die letzten beiden Wochenenden bei mir aus und hoffen wir einmal für die kommenden Wochenenden, dass sich das Wetter bessert, denn von einem Sommer in Deutschland habe ich mir nach 6 Monaten Abwesenheit doch noch etwas mehr erwartet.
Für das zweite Wochenende in Deutschland war dann zum ersten Mal mein gesamtes Planungstalent gefordert, denn ein paar Kollegen wollten gerne mal ein Stück typisches Deutschland sehen und man hat mir als einzigem Deutschen im internationalen Team die Wochenendplanung überlassen. Es sei nebenbei angemerkt, dass ausser mir noch drei weitere Deutsche auf dem Projekt eingesetzt sind, die jedoch nicht wie ich im internationalen Team in Atlanta arbeiten, sondern zum lokalen Auditteam in Berlin zählen und somit nicht das von mir schon so häufig erwähnte Wochenendbudget erhalten. Daher verbringen diese die Wochenenden zumeist zu Hause in Berlin. Keine leichte Aufgabe also für mich wenn man
Tja, so sahen die letzten beiden Wochenenden bei mir aus und hoffen wir einmal für die kommenden Wochenenden, dass sich das Wetter bessert, denn von einem Sommer in Deutschland habe ich mir nach 6 Monaten Abwesenheit doch noch etwas mehr erwartet.
Samstag, 5. Juli 2008
Arabian Nights - Geschichten aus 1001 Nacht
Ich habe inzwischen wieder deutschen Boden unter meinen Füssen und hatte bereits eine Woche in Berlin, um mich wieder zu akklimatisieren. Das habe ich auch bereits ausgiebig gemacht, insbesondere was die heimische Küche angeht. Und so standen bereits in der 1. Woche wieder so nahrhafte Produkte wie Schnitzel, Currywurst, Pizza Prosciutto, Döner und Rumpsteak auf meiner Speisekarte. Und da das Wetter in Berlin bis auf den vergangenen Freitag ausgezeichnet war, gab es auch schon so das ein oder andere kühle Bier an der Spree oder im Biergarten.
Doch bevor ich in Berlin eingetroffen bin, habe ich noch ein wunderbares Wochenende in der Boom-Metropole Dubai verbracht. Nach den nervenaufreibenden 8 Wocchen in Indien, habe ich das dringend gebraucht und es hat schon bei der Ankunft in Dubai herrlich gut getan mal wieder einen modernen, sauberen Flughafen zu sehen. Im Hotel angekommen bin ich dann auch direkt ins Bett gegangen, den
n der Flieger ist erst gegen 23 Uhr gelandet. Am nächsten Morgen habe ich dann zusammen mit Caren, einer US-Amerikanerin, die auch in Indien war und ebenfalls das Wochenende in Dubai verbracht hat, die Innenstadt von Dubai erkundet. Da sich das Erscheinungsbild von Dubai praktisch täglich ändert und ständig neue moderne Wolkenkratzer aus dem Boden gestampft werden, gibt es nicht wirklich einen alten historischen Stadtkern. Es gibt allerdings eine kleine Bucht, um die herum in der Vergangenheit die ersten Siedlungen entstanden und somit wird die Gegend als Altstadt angesehen. Dies war unser erstes Ziel für den Samstag. Es gibt dort leider nicht allzu viel zu sehen ausser ein paar Basare und der ein oder anderen Moschee, zu denen man als Nicht-Moslem jedoch keinen Zutritt hat. Und da zu der derzeitigen Jahreszeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten draussen gerne 40-45 Grad Celsius vorherrschen, haben wir es vorgezogen einen Abstecher in das klimatisierte Dubai Museum zu machen. Das Dubai Museum zeigt auf interessante Weise die Entstehungsgeschichte und Wandlung der Stadt Dubai vom Beduinendorf zur Luxusmetropole und Hotspot der arabischen Welt. Da wir danach nicht wussten was wir so richtig machen sollten und man nach 15 Minuten draussen schon wieder zu schwitzen anfängt, sind wir erst einmal zurück zum Hotel gefahren. Das hat uns aber nicht weiter gestört, denn im Kopf waren wir schon wo ganz anders und zwar bei dem eigentlichen Höhepunkt unserer Dubai-Reise.
Da wir wie jedes Wochenende ein gewisses Budget für Flug, Hotel und sonstige Wochenendaktivitäten zur Verfügung hatten und der Flug nach Dubai nicht von diesem Budget abging, da er Teil des
Fluges zum nächsten Einsatzortes war, wollten wir uns mal etwas besonderes gönnen. Daher haben wir am Samstag aus unserem Hotel ausgecheckt und haben die zweite Nacht im Hotel Burj al Arab verbracht. Für diejenigen denen dieser Name nichts sagt, daher an dieser Stelle eine kleine Einleitung: Das Burj al Arab ist das Wahrzeichen von Dubai, liegt auf einer kleinen künstlich angelegten Insel vor Dubai, ist höher als der Eiffelturm in Paris und bezeichnet sich selber gerne als 7 Sterne Hotel (obwohl es offiziell die maximal mögliche Kategorie 5 Sterne Superior besitzt). Da das Burj zu den besten Hotels der Welt gehört, wenn es nicht vielleicht sogar das Beste ist, hat es natürlich auch seinen Preis. Daher konnten wir es uns auch nur leisten eine der beiden Nächte in Dubai dort zu verbringen und wir waren auch gezwungen uns das Zimmer zu teilen. Aber eigentlich muss ich mich auch gleich wieder korrigieren, denn das Burj al Arab hat gar keine Zimmer... es hat nur Suiten. Da wir unser Portemonnaie nicht allzu sehr strapazieren wollten, haben wir uns dann auch mit der kleinsten Suite begnügt. Die sah dann wie folgt aus: 2 Etagen mit Wohnzimmer, Essbereich, Bar, Arbeitsbereich, Schlafzimm
er Gästetoilette und einem Badezimer mit Jacuzzi-Badewanne auf sparsamen 170qm. Die Suite befand sich im 11. Stock, was aber in Wirklichkeit dem 22. Stock entspricht, da alle Suiten 2 Etagen haben und bot einen herrlichen Ausblick auf den Persischen Golf und das Stadtbild von Dubai. Die Ausstattung des Zimmers konnte sich auch wirklich sehen lassen. Neben den obligatorischen Plasmafernsehern in Wohn- und Schlafzimmer gab es einen DVD-Spieler, eine Bose-Anlage für den Ipod, einen eigenen Laptop für jede Suite, ein Fax-/Kopier-/Scangerät, Nespresso-Kaffeemaschine und Wasserkocher, hauseigene kostenlose Pralinen und einen grossen Obstkorb, sowie im Bad eine komplette Pflegeserie (Eau de Toilette, After Shave, Deodorant, Shampoo, Duschgel und Seife) von Hermes zum Mitnehmen, selbstverständlich sowohl die Serie für die Frau als auch für den Mann. :-) Und
mein absolutes Lieblingsdetail war, dass sollte jemand an der Tür klingeln (wie z.B. der Butler, von denen es für jede Etage im Hotel einen gibt) geht im Wohnzimmer automatisch der Fernseher an und man sieht aufgrund einer vor der Tür angebrachten Kamera, wer vor der Tür steht. Will man demjenigen keinen Einlass gewähren, so lässt man ihn einfach vor der Tür stehen, ansonsten kann man mit Betätigung eines Knopfes am Telefon die Tür öffnen.
Das Hotel war wirklich von vorne bis hinten einsame Spitze und ich habe jede Minute des Aufenthaltes genossen. Leider kann das meine Kollegin nicht sagen, denn ihr ging es kurz nach der Ankunft nicht mehr so gut und so hat sie es vorgezogen, die Zeit im Hotel ausschließlich Im Bett zu verbringen. Und zu allem Überfluß musste sie auch noch am nächsten Morgen um 6.30 Uhr das Hotel verlassen, da ihr Flug nach Kanada (ihr nächster Einsatzort) schon früh morgens ging. Das konnte mir jedoch nicht die Freude am Hotel verderben und ich habe alle Annehmlichkeiten des Hotels genossen, abgesehen von den Restaurants. Das Hotel hat ausgezeich
nete Restaurants mit Weltklasseruf und wir haben uns kurz nach Ankunft, die Speisekarten von 2 der Restaurants aufs Zimmer bringen lassen. Leider haben auch die Preise Weltklasse. Die Preise fürs Abendessen fingen bei 100 Dollar für ein Hauptgericht an und selbst für eine Suppe hat man etwa 50 Dollar auf den Tisch gelegt. Und beim Frühstück sah es nicht anders aus, denn auch hier waren für das günstigste Frühstück knapp 50 Dollar zu berappen. Nun gut, den Großteil des Klientels in diesem Hotel kostet das wahrscheinlich nur ein müdes Wimpernzuckern, aber in einem solchen Moment schmeckt mir dann auch der Apfel und die Banane des Obstkorbes hervorragend, zumal meiner Kollegin sowieso nicht nach Essen zumute war. Am nächsten Morgen nachdem meine Kollegin abgereist war, habe ich dann den hoteleige
nen Privatstrand genossen und auch hier ist der Service wirklich hervorragend. Zum Strand gelangt man nicht zu Fuß sondern bequem mit einem Golfbuggy. Dort angekommen erhält man von einem freundlichen Mitarbeiter dann eine Liege und nur wenige Augenblicke später einen Sektkühler mit kaltem Wasser, Gesichtsspray mit Lavendelextrakt zur Abkühlung und Erfrischungshandtücher. Dort habe ich dann entspannt den Morgen verbracht und das kristallklare Wasser des Ozeans genossen. Um 12 Uhr musste ich leider aus dem Zimmer auschecken und habe zunächst einmal meine Koffer beim Concierge abgegeben. Da mein Flieger von Dubai nach Berlin aber erst nachts um 2 Uhr ging, hatte ich noch den ganzen Tag in Dubai zur Verfügung. Und an dieser Stelle zeigt sich ein weiteres Mal der excellente Service des Hotels. Obwohl ich bereits um 12 Uhr auschecken musste, hat man es mir freigestellt alle Hoteleinrichtungen, wie z.B. Pool, Strand und selbst die Duschen des Wellnessbereichs bis zur meiner Abreise weiterhin zu nutzen. Da es in der Mittagssonne für den Strand oder Pool eindeutig zu heiss ist, habe ich mich entschlossen ein Taxi zur Mall of the Emirates zu nehmen. Die Emirates Mall ist ein riesiges Shoppingparadies und bietet alle nur erdenklichen Einkaufsmöglichkeiten. Das weitere Highlight der Mall ist eine Skihalle, wie sie uns auch aus Neuss bekannt ist. Beim Anblick der Skihalle habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, mal ein paar Schwünge zu ziehen. Der Grund dafür war weniger, dass es mich jetzt gereizt hätte mal wieder zu Snowboarden, sondern mehr der Gedanke in Dubai, das umgeben von Wüste ist und wo im Juni über 40 Grad vorherrschen, bei -4 Grad in der Halle Snowboarden zu gehen. In Deutschland, Österreich oder der Schweiz war jeder schon einmal Skifahren, abe
r wer kann das schon von Dubai behaupten. War auf jeden Fall eine witzige Angelegenheit, auch wenn ich nach 1 Stunde schon genug hatte und das Board wieder abgeschnallt habe. Ich habe dann in der Mall noch ein (günstiges) Mittagessen im Foodcourt zu mir genommen, bin ein wenig durch die Geschäfte gebummelt und bin nach drei Stunden wieder zurück zum Hotel gefahren. Dort habe ich dann noch bis zum Sonnenuntergang die Zeit relaxt am Pool verbracht und habe nach einer anschließenden Dusche, die Zeit bis zur Abfahrt zum Flughafen in der Lobby verbracht. Man kann ohne Probleme einfach eine oder zwei Stunden in der Lobby verbringen und dem Kommen und Gehen der erstaunten Besucher zusehen. Interessant ist noch an dieser Stelle zu erwähnen, dass man nicht einfach zum Hotel vorfahren kann, um es sich anzusehen, sondern es ist nötig einen Termin für ein Dinner oder einen Drink an der Bar zu vereinbaren. Nur so wird einen die Securitywache an der Schranke vor der Zufahrt des Hotels durchlassen. Ich bin letztendlich um 21 Uhr mit einem weinenden Auge vom Hotel aufgebrochen, um am Flughafen das Finale Deutschland gegen Spanien zu verfolgen, welches in Dubai um 22.45 Uhr Ortszeit angepfiffen wurde. Nach dem Einchecken meines Gepäcks und dem Securitycheck bin ich dann zügig zur Business Lounge gegangen, da der Anpfiff des Spiels schon erfolgt war und musste dann leider mit Erstaunen feststellen, dass das Spiel auf dem Fernseher nicht gezeigt wird. Darüber war ich dann natürlich erst einmal verärgert, aber der Ärger hat nur kurz gehalten, nachdem ich das Resultat gehört habe und schliesslich hatte ich soeben ein wunderbares Wochenende in Dubai hinter mich gebracht. Vermutlich sogar das beste Wochenende in meinen bisherigen 6 Monaten bei Coke.
Doch bevor ich in Berlin eingetroffen bin, habe ich noch ein wunderbares Wochenende in der Boom-Metropole Dubai verbracht. Nach den nervenaufreibenden 8 Wocchen in Indien, habe ich das dringend gebraucht und es hat schon bei der Ankunft in Dubai herrlich gut getan mal wieder einen modernen, sauberen Flughafen zu sehen. Im Hotel angekommen bin ich dann auch direkt ins Bett gegangen, den
Da wir wie jedes Wochenende ein gewisses Budget für Flug, Hotel und sonstige Wochenendaktivitäten zur Verfügung hatten und der Flug nach Dubai nicht von diesem Budget abging, da er Teil des
Das Hotel war wirklich von vorne bis hinten einsame Spitze und ich habe jede Minute des Aufenthaltes genossen. Leider kann das meine Kollegin nicht sagen, denn ihr ging es kurz nach der Ankunft nicht mehr so gut und so hat sie es vorgezogen, die Zeit im Hotel ausschließlich Im Bett zu verbringen. Und zu allem Überfluß musste sie auch noch am nächsten Morgen um 6.30 Uhr das Hotel verlassen, da ihr Flug nach Kanada (ihr nächster Einsatzort) schon früh morgens ging. Das konnte mir jedoch nicht die Freude am Hotel verderben und ich habe alle Annehmlichkeiten des Hotels genossen, abgesehen von den Restaurants. Das Hotel hat ausgezeich
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