Freitag, 19. Dezember 2008
Mein letzter Arbeitstag in China
Und damit kommen wir auch gleich zum nächsten Thema, das ich nicht als negativ bezeichnen würde, aber doch als gewöhnungsbedürftig: die Essgewohnheiten. Es ist ja bekannt, dass die Chinesen recht ungewohnte Dinge verzehren, aber was ich hier alles gesehen (und gerochen) habe ist doch schwer begreifbar, wie ein Mensch diese Dinge ernsthaft gerne zu sich nimmt. Es wird wirklich alles was sich bewegt verzehrt, gleichgültig ob es sich zu Lande, zu Wasser oder in der Luft bewegt. Ob Insekten, Reptilien, seltsame Meeresfrüchte oder auch Wurzeln, der Chinese weiß aus allem ein Gericht zu zaubern. Leider hat das Sprichwort „Das Auge isst mit“ seinen Weg noch nicht nach China gefunden und viele Dinge sehen auch abstoßend aus. Zudem kommt dass wirklich alles von dem erlegten Tier verarbeitet wird und nicht etwa wie bei uns, nur Dinge wie z.B. Hüfte, Brust oder Bein. Da landen das Herz, der Kopf, die Füße, das Gehirn oder die Augen auf dem Teller und selbst das Geschlechtsteil des ein oder anderen Tieres wird verwertet und teuer verkauft, da es als Aphrodisiakum gilt. Nichtsdestotrotz bin ich ja recht experimentierfreudig und habe mich nicht davon abhalten lassen, das Ein oder Andere zu probieren. Das Exotischste darunter war vermutlich Schildkröte, frittierte Würmer und frittierte Bienenlarven. Nicht alles was ich probiert habe war wirklich köstlich und ein schönes saftiges Rindersteak würde ich nach wie vor den meisten Dingen vorziehen, aber so kann man mir später wenigstens nicht vorwerfen, ich hätte es nicht einmal probiert. Für mich wichtig zu betonen ist noch, dass das Chinarestaurant zu Hause in Deutschland um die Ecke, wirklich nichts, aber auch gar nichts mit dem Essen in China zu tun hat. Ich weiß nicht wo die Chinesen, die in Deutschland ein Restaurant betreiben herkommen, oder ob sie eigens für den europäischen Markt gezüchtet werden, aber ich habe zumindest hier in China Gerichte wie Chop Suey oder ähnliches wie man sie aus Deutschland kennt, hier nicht vorgefunden. Ich möchte hier jetzt nicht den Eindruck hinterlassen das Essen in China sei nicht gut, denn ich habe wirklich viele leckere Gerichte gefunden und habe es mir durchaus schmecken lassen. Man sollte es aus meiner Sicht vielleicht lediglich bei etwas klassischeren Gerichten belassen, mit Reis oder gebratenen Nudeln, einer Nudelsuppe oder Rind, Schwein und Huhn.
Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass all diese Erlebnisse zwar grundsätzlich auch in Shanghai zum Alltag gehören, ich dies aber noch viel intensiver erlebt habe innerhalb meiner 6 Wochen in Kunming im Süden Chinas. Generell möchte ich sagen, man sollte nicht meinen, wenn man einmal in Shanghai gewesen ist, man habe China gesehen und erlebt. Aufgrund meiner Erfahrungen sowohl in Shanghai, als auch in vielen anderen Teilen des Landes (insbesondere im Süden) muss ich sagen, dass Shanghai, die moderne, aufstrebende Megametropole so wenig gemein hat mit dem Rest von China, wie der Ballermann-Abschnitt auf Mallorca mit Spanien.
Neben den geschilderten Dingen, die jetzt vielleicht eher ein wenig abschreckend wirken, habe ich aber auch unheimlich viele positive Erfahrungen sammeln dürfen. Das Land in seinem gesamten Ausmaße ist so vielfältig und interessant und hat mich immer wieder auch beeindruckt. Es leben unheimlich viele Minderheiten in China, speziell im Süden in Yunnan, wo ich 6 Wochen verbracht habe und die traditionelle Kultur der Menschen ist unheimlich interessant, wenn doch auch so fremd. Als Europäer in China, wird man mal abgesehen von Shanghai, Peking und den anderen touristischen Hauptattraktionen, doch immer noch angesehen, als käme man von einem anderen Stern. Wenn man dann aber mal auf die Menschen zugeht, wird man überwiegend doch sehr freundlich empfangen. Es ist zwar nicht immer leicht mit den Leuten zu kommunizieren, da kaum jemand Englisch spricht, aber irgendwie funktioniert es auch ohne Worte. Manchmal sogar besser als in Europa, wenn man sich mit den Menschen verständigen kann. Oder wer hat es schon mal erlebt, dass man z.B. in einer Bar nach einmal Anstoßen mit einer Gruppe von Leuten, die einem vollkommen fremd sind, anschließend an deren Tisch eingeladen wird und fortan für den Rest des Abends Reiswein, Bier und Schnaps nur noch auf deren Kosten trinkt. Darüber hinaus bin ich in den Genuss gekommen, 3 verschiedene traditionelle Shows/Aufführungen zu sehen, mit vielen traditionellen Kostümen, Tänzen und Gesängen und war positiv überrascht, wie gut diese waren.
Alles in allem muss ich als Fazit ziehen, das Land mit all seinen Lebensgewohnheiten war sicherlich das fremdeste, das ich in diesem Jahr erlebt habe, aber sicherlich auch eines der spannendsten und vielfältigsten Länder und ich halte es in guter Erinnerung.
Sonntag, 14. Dezember 2008
Lijiang und Xi’an
Aber zuvor gab es ja noch ein weiteres Wochenende, von dem ich noch nicht berichtet habe. Das Wochenende bevor wir unsere Zelte in Kunming abgebrochen haben
Am nächsten Morgen wu
Dummerweise ist Lijiang nicht so einfach zu erreichen, da es keine Nonstop Flüge von Shanghai oder Peking gibt und so dauert die Anreise von Shanghai über den Flughafen Kunming knappe 5 Stunden. Daher ist es für die vielen ausländischen Touristen, die bevorzugt in den Osten Chinas reisen auch eher ein unbekanntes Reiseziel und wir waren eine der sehr, sehr wenigen ausländischen Touristen in Lijiang. Daher freut es mich umso mehr, dass mir aufgrund meines Einsatzes in Kunming die Möglichkeit geboten wurde, dieses wundervolle Städtchen zu besuchen und es zeigt mir wieder einmal welches Glück mir durch meinen Job zuteil wird.
Und nun sitze ich in meinem Hotelzimmer in Shanghai und es bleiben mir nur noch weitere 5 Tage in China bevor es zurück in die Heimat geht. Ich hatte ja bereits in meinem letzten Bericht angekündigt mich ein wenig mehr den Gewohnheiten und meinen Erlebnissen im chinesischen Alltag zu widmen. Ich hoffe, dass ich noch vor meiner Abreise am kommenden Samstag die Gelegenheit habe, dies zu tun und auch um ein Resümee meines ersten Jahres zu ziehen, das so vielfältig und aufregend war.
(Bilder: 1) Terrakotta-Armee in Xi'an, 2) Show "Impressions of Lijiang" am Fusse des Bergs, 3) Ausblick vom Berg auf 4680 m, 4) Altstadt-Gasse von Lijiang bei Nacht, 5) Wasserraeder von Lijiang am Eingang der Altstadt, 6) Altstadt-Gasse von Lijiang bei Tag, 7) Ueber den Daechern von Lijiang, 8) Schwarzer Drachenteich mit kleiner Pagode in Lijiang)
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Ab in den Süden, der Sonne entgegen
Darüber hinaus habe ich mir aber am Wochenende auch ein wenig Entspannung gegönnt, in Form von zwei Massagen und Samstag Abend habe ich eine Veranstaltung des in Thailand überaus beliebten Thai-Boxing angeschaut. Auch den Sonntag habe ich ruhig angehen lassen und habe die überwiegende Zeit am Pool des Hotels verbracht und habe die Sonne genossen, bevor es zurück nach China ging.
Wenn man China bereist, so sind das Ziel primär historische Stätten, denn China verfügt über endlose Kulturreichtümer. Oder aber man begibt sich in eine der M
Inzwischen ist meine Zeit in Kunming nahezu gelaufen, denn heute hatten wir unsere Abschlussbesprechung in der Coke Niederlassung hier und am Wochenende geht es wieder zurück nach Shanghai, um die letzten 2 Wochen die Ergebnisse der drei über China verteilten Audits zu konsolidieren. Ich habe recht viel über die vergangenen 5 Wochenenden berichtet, daneben habe ich aber auch wirklich viele Eindrücke während der Woche in Kunming gesammelt, die so glaube ich hier ein wenig zu kurz gekommen sind. Daher denke ich es ist an der Zeit, mal ein wenig mehr über dieses unheimlich vielseitige und doch so sehr fremde Land, seine Leute und alltäglichen Gewohnheiten zu erzählen. Dies möchte ich aber erst in meinem nächsten Bericht in der kommenden Woche machen, wenn ich zurück in Shanghai bin und sich meine erlebnisreiche Zeit in China langsam ihrem Ende nähert.
Sonntag, 23. November 2008
Peking und Guilin
Nach dem ersten Wochenende in Shanghai ging es am zweiten Wochenende in die Hauptstadt Chinas, nach Peking. Die Entscheidung Shanghai und Peking an den ersten beiden Wochenenden zu machen habe ich bewusst getroffen. Der Grund hierfür ist das Klima. Da ich von Ende Oktober bis Weihnachten in China bleibe und es im Norden Chinas im Dezember mit Minusgraden und Schnee doch recht eisig werden kann, ist es eine sinnvolle Entscheidung die nördlichen Ziele zu Beginn anzugehen und danach bevorzugt Ziele im Süden des Landes zu bereisen. Die restliche Wochenend-Planung sieht wie folgt aus:
- Guilin, ein beliebtes Touristenziel in der Provinz Guanxi im Süden des Landes, mit bizarren Karstlandschaften
- Bangkok, Metropole und Hauptstadt Thailands
- Sanya, südlichste Stadt Chinas auf der Insel Hainan
- Lijiang, malerische, traditionelle Stadt an den Ausläufern des Himalaya, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Lediglich, das letzte Wochenende in China ist noch nicht geplant, aber ich bin mir sicher, auch dafür findet sich noch etwas interessantes, denn China bietet eine Fülle an spannenden Zielen.
Aber nun zurück zu Peking ode Beijing wie es in China genannt wird. Die Hauptstadt hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten und wie ich am Ende des Wochenendes feststellen musste, reicht ein Wochenende nicht aus um all die interessanten Punkte zu sehen. Ein absolutes Muss für ein Peking-Wochenende, auch wenn es nicht wirklich zur Stadt zählt, ist ein Besuch der chinesischen Mauer. Es gibt im engeren Sinne 4 verschiedene Stellen, an der man die Mauer besuchen kann. Zum Glück gibt es einige Kollegen, die schon zuvor die Mauer besucht haben und von allen wurde uns die Peking am nächsten gelegene Stelle Badaling abgeraten. Denn egal zu welcher Jahreszeit, gleicht die Mauer dort eher einem Jahrmarkt mit tausenden dicht gedrängten Menschen. Daher fiel die Wahl auf Mutianyu, einer Stelle die nur geringfügig weiter entfernt liegt, dafür aber wesentlich ruhiger ist und somit mehr Gelegenheit bietet die Mauer auch wirklich zu genießen. Und da sich für das Wochenende eine große Gruppe von mehr als 10 Kollegen in Peking eingefunden hatte, haben wir vom Hotel einen Kleinbus angeheuert, der uns sicher und ohne große Umwege zur Mauer chauffiert hat. Es ist wirklich beeindruckend wie sich die Mauer über die Bergketten schlängelt und der Gang über den nur gut zwei Kilometer langen Abschnitt ist an der ein oder andern Stelle aufgrun
d der enormen Steigung doch recht anstrengend. Und obwohl die Temperaturen bei nur etwa 10 Grad lagen, ist trotzdem der Schweiß geflossen. Der Trip war aber jeden Tropfen Schweiß wert, denn aus meiner Sicht ist die chinesische Mauer vollkommen zu Recht Chinas Touristenattraktion Nr. 1. Nachdem wir dort einige Stunden verbracht haben, ging es mit dem Bus wieder in zurück in Richtung Peking. Dort angekommen war der Tag aber auch schon fast gelaufen und die Zeit reichte nur noch für einen kurzen Abstecher zum Platz des Himmlischen Friedens (Tian’anmen-Platz).
Am nächsten Morgen ging es trotz langer Feierlichkeiten in der Nacht zuvor, wieder um 9 Uhr morgens los, denn auf dem Programm standen zwei weitere Höhepunkte Pekings. Die Verbotene Stadt, sowie der Sommerpalast der ehemaligen Kaiser. Auch diese Bauwerke waren wiederum sehr beeindruckend und haben nahezu den ganzen Tag in Anspruch genommen. Und somit war das Wochenende auch schon fast wieder gelaufen. Bevor es zum Flughafen ging, blieb lediglich noch Zeit einen kurzen Zwischenstop von 15 Minuten am Olympiastadion zu machen, um das faszinierende Stadion, dass man seit diesem Sommer aus dem Fernsehen kennt, mal aus nächster Nähe zu sehen. Tja, wie zuvor bereits gesagt, ein Wochenende reicht nicht wirklich aus um Peking in seiner gesamten Fülle zu besichtigen und sollte mich mein Job ein weiteres Mal nach China verschlagen, so werde ich Peking sicherlich noch einmal einen Besuch abstatten.
Nach einer weiteren Woche Arbeit, die ohne besondere Vorkommnisse verlaufen ist, ging es am darauf folgenden Wochenende mit einer Gruppe von 7 Kollegen nach Guilin. Der Flug dauerte nur 1 Stunde 20 Minuten, was nach den jeweils 3stündigen Flügen nach Shanghai und Peking mal recht angenehm war. Der Name Guilin hat mir zuvor nichts gesagt, aber Guilin ist gemäß meinem Reiseführer der am zweithäufigsten besuchte Ort Chinas nach Peking und der chinesischen Mauer. Guilin ist geprägt von Karstbergen, die sowohl in der Stadt als auch im gesamten Großraum um Guilin aus dem Boden herausragen. Hauptattraktion ist eine Bootsfahrt auf dem Fluss Li. Die Bootsfahrt dauert ca. 4 Stunden und führt auf ihrem Weg in die Stadt Yangshuo vorbei an beeindruckenden Felslandschaften. Dies war daher auch unser erster Programmpunkt für den Samstag und dauerte bis knapp 16 Uhr. Das Wetter war uns glücklicherweise wohl gesinnt und so konnten wir den gesamten Tag bei kn
app über 20 Grad genießen. Zurück in Guilin blieb uns noch Zeit, den Elefantenrüsselberg zu sehen. Der Elefantenrüsselberg trägt seinen Namen, weil er (zumindest mit ein wenig Phantasie) wie ein Elefant aussieht der aus dem Fluss Li trinkt. Die Sonne geht im Süden Chinas zu dieser Jahreszeit mit ca. 18.30 Uhr doch deutlich später unter als z.B. in Deutschland und so hatten wir zur Abenddämmerung auch noch die Gelegenheit den Sonnenuntergang hinter den Pagoden am Shanhu-See zu betrachten. Guilin ist sich seiner touristischen Bedeutung in China sehr wohl bewusst und daher ist Guilin im Vergleich zu manch anderer chinesischen Stadt auch erstaunlich sauber, verfügt über unheimlich viele Blumen und Grün und das ganzjährig angenehme Klima macht es zu jeder Jahreszeit zu einem beliebten Reiseziel.
Der Sonntag bestand für mich nur noch aus einem weiteren Trip, zu einer beeindruckenden Tropfsteinhöhle (Schilfrohrflötenhöhle), da ich mich für einen Rückflug bereits um 16.15 Uhr entschieden habe. Die andere Möglichkeit wäre gewesen gegen 21. 30 Uhr zurück nach Kunming zu fliegen, so wie es die anderen beiden Kollegen getan haben. Doch auf Dauer ist es ganz schön ermüdend sonntags immer erst gegen 22 oder 23 Uhr zurück zu sein und so war ich auch mal ganz froh schon gegen 18 Uhr wieder im Hotel in Kunming zu sein. Das bot mir dann auch die Gelegenheit noch in aller Ruhe mein Abendessen einzunehmen und einen erholsamen Spaziergang durch den dem Hotel nahe gelegenen Green Lake Park zu machen. Und während die beiden Kollegen noch im Flieger in Richtung Kunming saßen, habe ich um 22.30 Uhr das Licht im Hotelzimmer ausgeknipst und habe meinen Schlaf genossen.
(Bilder: 1) Chinesische Mauer bei Mutianyu, 2) Verbotene Stadt, 3) Sommerpalast, 4) 100m-Finale vorm Olympiastadion, 5) Flussfahrt auf dem Li, 6) Pagoden am Shanhu-See, 7) Tropfsteinhöhlen von Guilin)
Montag, 10. November 2008
Kunming und Shanghai – Tradition versus Moderne
Kunming liegt etwa 2000m über dem Meeresspiegel, ist umgeben von Bergen und landschaftlich sehr reizvoll. Daher ist die Provinz Yunnan für die Chinesen auch ein beliebtes touristisches Ziel. Außerdem verfügt die Stadt über alle Annehmlichkeiten anderer Grosstädte und auch Fastfood-Ketten wie McDonalds, KFC oder Pizza Hut haben hier bereits ihren Platz gefunden. Ansonsten merkt man aber doch schon deutlich den Unterschied zu einer modernen Metropole wie Shanghai. Insbesondere beim Aussehen und Stil der Kleidung hängt Kunming Städten wie Shanghai oder Peking noch deutlich hinterher. Während in Shanghai oder Peking mittlerweile alle bekannten Designer und Marken ihre Shops eröffnet haben, herrscht in Kunming noch eher traditioneller Stil vor und Fashion spielt eine untergeordnete Rolle. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass Yunnan in China für die dort zahlreich lebenden Minderheiten bekannt ist. So war z.B. das Erste was mir ein chinesischer Kollege auf meine Frage wie Kunming sei antwortete, dass es dort sehr viele Minderheiten gebe.
Dies haben wir dann auch am vergangenen Donnerstag live erleben können. Die Leiterin des Finanzbereichs hat uns zum Dinner eingeladen. Was wir aber nicht wussten
Soviel zu Kunming und seinen alltäglichen Tücken. Fürs erste Wochenende bin ich dann zurück nach Shanghai geflogen, um die Stadt mal ein wenig näher kennen zu lernen. Shanghai hat mir im Grunde recht gut gefallen, da es sehr modern und dynamisch ist und man wirklich alle Annehmlichkeiten, die man auch von Deutschland gewohnt ist finden kann. Touristisch gesehen, hat es jedoch aus meiner Sicht relativ wenig zu bieten. Da ist zum Einen die
Ein Höhepunkt stand dann noch am Ende meines Shanghai-Wochenendes auf dem Programm und zwar die Fahrt zum Flughafen. Denn was in Deutschland nie durchgesetzt werden konnte, ist in Shanghai seit einigen Jahren Wirklichkeit… der Transrapid oder Maglev wie er in Shanghai genannt wird. Die Magnetschwebebahn die Shanghai mit dem außerhalb liegenden internationalen Flughafen verbindet, benötigt für die 30 Kilometer lange Strecke gerade einmal 7 Minuten. Für die gleiche Strecke braucht man mit dem Taxi je nach Verkehr zwischen 30 und 45 Minuten. Die Fahrt mit dem Transrapid war wirklich ein Erlebnis, denn er rast mit einer Höchstgeschwindigkeit von 431 km/h durch die Stadt und ehe man sich versieht ist man auch schon am Flughafen angekommen.
(Bilder: 1) Eingang zu unserem Stammrestaurant in Kunming, 2) Altstadt von Shanghai, 3) Yu Garden Shanghai, 4) Heiratsmarkt in Shanghai, 5) Pearl Tower, 6) Geschwindigkeitsanzeige im Transrapid)
Dienstag, 4. November 2008
Die letzte Runde in 2008 hat begonnen
Dort bin ich dann auch Sonntag abend angekommen und die Stadt macht auf den ersten Anblick einen wirklich gewaltigen Eindruck. An jeder Ecke schießen neue moderne Wolkenkratzer und Büro- oder Shoppingkomplexe aus dem Boden und auch einer meiner aus Shanghai stammenden Kollege
Am Dienstag ging es dann wie gesagt schon weiter nach Kunming. Zumindest ein Punkt hat es mir ein wenig erleichtert, Shanghai schon wieder so früh zu verlassen und zwar der Himmel. Während der olympischen Spiele haben die Kommentatoren in Peking ja doch des Öfteren den grauen, mit Smog belasteten Himmel beklagt und ich muss sagen Shanghai ist da leider keinen Deut besser. Weder in den ersten beiden Tagen die ich in Shanghai verbracht habe, noch an dem darauf folgenden Wochenende an dem ich wieder nach Shanghai zurückgeflogen bin, habe ich auch nur eine Sekunde einen blauen Himmel gesehen. Wenn es jetzt die ganze Zeit bewölkt und verregnet gewesen wäre so könnte man da ja nichts weiter sagen, denn dann haben wir auch in Deutschland einen grauen Himmel, aber in Shaghai ist es eindeutig die Luftverschmutzung die für den grauen Schleier über der Stadt verantwortlich ist. Ich kann mir vorstellen, dass man sich daran mit der Zeit gewöhnt wenn man in Shanghai lebt, aber auf Dauer stelle ich mir das doch auch recht belastend vor und ich würde mich nicht wundern, wenn der Ein oder Andere davon depressiv wird.
So, dies möchte ich an dieser Stelle schon einmal vorwegschicken und von meinen ersten Eindrücken aus Kunming, sowie meinem ersten Wochenende in Shanghai folgt dann mehr in den kommenden Tagen.
(Bilder: 1) Taipei 101, 2) Buddhistischer Tempel in Taipei, 3) Grauer Alltag in Shanghai, 4) Ein Gefühl von Heimat)
Freitag, 24. Oktober 2008
Good Bye Philippinen
Vor 2 Wochen bin ich nach Brunei geflogen. Jetzt wird sich sicherlich der ein oder
Das letzte Wochenende auf den Philippinen habe ich dann noch einmal dazu genutzt um die Schönheit des Landes zu genießen. In jedem Reiseführer der P
Der einzige Nachteil, den man eventuell erwähnen könnte ist, dass ein Nachtleben nicht vorhanden ist, bedingt vielleicht auch dadurch, dass die Resorts bevorzugt von koreanischen und japanischen Hochzeitsreisenden besucht werden. Aber wenn man dort hinfliegt sucht man auch nicht in erster Linie Party, sondern eher Erholung. Und wenn man die Möglichkeit hat an diesem himmlischen Ort ein paar Tage zu verbringen, dann genießt man es einfach mal mit einem Buch unter Palmen zu liegen und die Seele baumeln zu lassen. Ich kann abschließend sagen, dass war ganz gewiss das bisher schönste Wochenende, dass ich in den letzten 10 Monaten erlebt habe und ich würde wenn sich die Gelegenheit bietet, ohne zu überlegen wieder dort hinfliegen.
Aber nun ist die Zeit auf den Philippinen ja erst einmal vorbei und ich schaue voraus, auf das was mich in den kommenden 8 Wochen in China erwartet.
(Bilder: 1) Brücke durch den Dschungel Bruneis, 2) Sultan Omar Ali Saifuddin Moschee, 3) Weitere Moschee Bruneis, 4) 16-Sitzer nach El Nido, 5) Resort in El Nido, 6) Einer der unzähligen schönen Strände, 7) Palmenstrand auf Pangulasian Island, 8) Sonnenuntergang vom Boot aus gesehen)
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Hong Kong - Da gewesen und doch nichts gesehen
Am Montag morgen ging es dann zunaechst zur chinesischen Botschaft in Manila, denn ohne Visum duerfte es schwer werden nach China einzureisen. Unser fahrer, den wir beauftragt hatten die Oeffnungszeit der Botschaft in Erfahrung zu bringen, meinte sie wuerde bereits um 7 Uhr oeffnen. Das erschien mir zwar ein wenig merkwuerdig, denn fuer gewoehnlich oeffnen Botschaften erst so gegen 9 Uhr, doch er war fest davon ueberzeugt, dass die Tore bereits um 7 Uhr aufgehen. Wir also um 6.45 dort angekommen und welch Wunder, die Botschaft oeffnet erst um 9 Uhr. Letztendlich hat sich unsere fruehe Ankunft aber als garnicht schlecht herausgestellt, denn vor uns warteten bereits ca. 40 Personen auf den Einlass. Und als 2 Stunden spaeter zumindest die Tueren zum Vorraum geoffnet wurden, standen geschaetzte 300 Personen in Zick-Zack Schlange vor der Tuer. Wir haben also das Beste aus unserer Situation gemacht, haben einen Kollegen in die Schlange gestellt und die anderen haben 1,5 Stunden beim Starbucks an der Ecke verbracht. Na ja, um die Geschichte ein wenig zu verkuerzen, wir sind letztendlich alle an unser Ziel gekommen und hatten das Vergnuegen zu einem der freundlichen Beamten zu sprechen, doch unser Visum haben wir dennoch nicht. Denn leider stellt sich die Beantragung des Visums als recht problematisch heraus. China hat anlaesslich der Olympischen Spiele die Regeln fuer die Beantragung eines Visums verschaerft. Fuer die Ausstellung eines Business-Visum verlangen die Botschaften neuerdings ein Einladungsschreiben vom chinesischen Aussenministerium, was durch den Arbeitgeber dort beantragt werden muss. Der Clou ist allerdings, will man das Visum in einem anderen Land als seinem Heimatland beantragen, so benoetigt man in dem dortigen Land eine Arbeitserlaubnis oder eine Aufenthaltserlaubnis. Doch dummerweise besitze ich in den Philippinen weder das Eine noch das Andere, denn wir sind ja schliesslich nur fuer ein 8-woechiges Projekt hier. Daher laeuft es nun letztendlich darauf hinaus, dass alle ihr Visum im jeweilige Heimatland beantragen muessen. Doch da kommt der naechste Witz... denn Beantragungen fuer ein Visum werden nicht auf dem Postweg angenommen. Zum Glueck besteht zumindest in Deutschland die Moeglichkeit jemandem eine Vollmacht fuer die Beantragung in meinem Namen zu erteilen, sodass mir wahrscheinlich zumindest der Flug nach Deutschland, um anschliessend direkt wieder nach China zu fliegen, erspart bleibt. Fuer andere Kollegen sieht es da aber wohl nicht so gut aus, d.h. der ein oder Andere wird vermutlich nach Hause reisen muessen, um das Visum zu erhalten. Na ja, schauen wir mal was da noch auf uns zukommt und ob wir alle wie geplant am 26.10. unsere Zelte in Shanghai aufschlagen.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Boracay & Bohol
Die vergangenen beiden Wochenenden waren auch wieder sehr erlebnisreich. Zunächst ging es nach Boracay, einer kleinen Insel in der Mitte der Inselgruppe. Boracay ist bekannt für seine ausgezeichneten Stränden, was es aber auch gleichzeitig zum touri
Erwähnenswert ist aber noch die Anreise nach Boracay. Die Insel verfügt über keinen eigenen Flughafen und auch der Flughafen auf der Nachbarinsel ist eher mit einem Flugplatz für Segelflugzeuge vergleichbar. Der Flu
Am vergangenen Wochenende sind wir dann mit einer großen Truppe von 12 Mann in Richtung Bohol aufgebrochen, der 10größten Insel der Philippinen. Da die Flugverbindungen dorthin jedoch nicht so gut sind, haben wir uns entschlossen am Freitagabend zunächst einmal nach Cebu City zu fliegen, was
Zurück im Bus ging es dann zu den Tarsier, die nur wenige Minuten von den Chocolate Hills entfernt sind. Diese Affen waren wirklich zu putzig und man hätte a
Danach war es inzwischen auch schon Nachmittag geworden und wir mussten wieder in Richtung Flughafen aufbrechen, wo wir dann die anderen Kollegen getroffen haben, um unseren Rückflug gemeinsam anzutreten. Alles in allem muss man sagen, dass dieser Sonntag, vermutlich der bisher spannendste und abwechslungsreichste Tag auf den Philippinen war. Aber das nächste Wochenende naht ja auch schon wieder, an dem es dann raus aus den Philippinen und ab in die Megametropole Hong Kong geht. Davon dann mehr beim nächsten Mal.

