Es gibt wieder einmal einiges aufzuholen, denn auch meine Zeit in Argentinien ist bereits wieder seit 2 Wochen vorbei. Bevor ich in diesem Job angefangen habe, zählte Argentinien immer zu einer der Ziele die ganz oben auf meiner Liste standen. Nach den 8 Wochen dort, muss ich allerdings sagen, dass ich ein wenig enttäuscht war. Das Land hat nicht gehalten, was ich mir erhofft hatte. Die Menschen sind nicht so herzlich wie in manch anderen Regionen der Welt und von einem Sightsseing Standpunkt hat Argentinien ebenfalls nicht allzu viel zu bieten. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich eine schreckliche Zeit dort hatte, denn auch hier habe ich teilweise wieder tolle Wochenenden erlebt, aber von 7 Wochenenden habe ich nur 2-3 so richtig genossen. Und auf diese Wochenenden, die alle zum Schluss der 8 Wochen kamen, will ich mich daher in diesem Bericht auch konzentrieren.
Lasst mich nur kurz auch auf die ersten Wochenenden zu sprechen kommen.
Begonnen hat es mit Mendoza, die Stadt die als Zentrum argentinischer Weine gilt. Nur ein Wort: Schrecklich. Solltet ihr jemals nach Argentinien kommen, lasst euch bloss nicht dazu überreden, dort einen Stop zu machen. Die Stadt hat absolut nichts zu bieten und die Weingüter versprühen den Charme stillgelegter Industrieanlagen, um es überspitzt auszudrücken. Jede Weinregion in Frankreich, Italien, Deutschland und ganz speziell Südafrika ist um Längen attraktiver als Mendoza.
Danach ging es nach Cordoba, au
s Mangel an Alternativen, wo Diego und ich das Wochenende ganz dem Feiern gewidmet haben, denn auch Cordoba hat nichts zu bieten.
Wochenende 3 sind wir in Buenos Aires geblieben. Hier muss ich jetzt mal die argentinischen Städte verteidigen, denn Buenos Aires ist wirklich nett und wenn die Stadt auch nicht viele Sehenswürdigkeiten bietet, so gibt es doch einige schöne Ecken.

Das vierte Wochenende ging es nach Salta im Norden des Landes. Die kleine Stadt, die als die besterhaltene Stadt im Kolonialstil gilt, war wirklich sehr schön. Allerdings haben wir am ersten Tag den Fehler gemacht und uns in einen Zug gesetzt, der zu einer der Attraktionen des Landes zählen soll. Der Zug fährt von Salta hoch in die Anden, über zahlreiche Brücken und Viadukte und soll eine herrliche Aussicht auf die Landschaft bieten. Was uns jedoch keiner gesagt hat ist, dass die Zugfahrt etwa 15 Stunden dauert. Und so sassen wir also 15 Stunden in diesem Zug und die angebliche Attraktivität der Andenlandschaft hat uns bereits nach 1-2 Stunden genügt.
Nun ja, dass waren die erste
n 4 Wochenenden, die eher nicht so berauschend waren. Dafür wurden die folgenden Wochenenden wesentlich besser. Es ging zunächst weiter mit El Calafate und dem Gletscher Nationalpark im südlichsten Teil Patagoniens. In diesem teil des Landes befindet man sich nahezu am südlichsten Zipfel Südamerikas und man kommt in den Genuss riesiger Gletscher, die in allen Blautönen erstrahlen. Dort haben wir eine Bootstour gemacht um die Gletscher aus der Nähe zu betrachten und haben anschliessend noch die Gelegenheit gehabt ein kurze Wand
erung auf dem Gletscher zu machen. Ausgerüstet mit Steigeisen an den Schuhen wie man sie vom Eisklettern vielleicht kennt, haben wir uns auf dem Gletscher bewegt und haben als krönenden Abschluss einen Whiskey on the rocks getrunken, mit frischem Eis, dass wir aus dem Gletscher geschlagen haben. Dies war das erste so richtig gelungene Wochenende in Argentinien.
Der Höhepunkt kam dann am folgenden Wochenende, an dem wir auf die Osterinsel geflogen sind. Die Ironie an der Geschichte ist, dass wir die beste Zeit an dem einzigen Wochenende erlebt haben, an dem wir das Land verlassen haben, denn die Osterinsel gehören zu Chile. Die Anreise auf die Osterins
el gestaltet sich allerdings etwas schwierig, denn wer sich mal auf einer Karte angeschaut wo die liegt, der wird festgestellt haben, in the middle of nowhere. Die Insel liegt im Pazifik, irgendwo zwischen Chile und Neuseeland. Wer vor vielen hundert Jahren erstmals auf diese kleine Insel gestossen ist, muss mehr Glück als Verstand gehabt haben. Denn die Insel misst nur etwa 25km Länge und ist etwas mehr als 10 km breit. Ein wirklich kleines Eiland auf dem gerade einmal 4000 Menschen Leben und das 3500km von Chile entfernt ist. Um Dorthin zu gelangen sind wir etwa 3 Stunden von Buenos Aires nach Santiago de Chile geflogen, wo wir erst einmal einen Tag geblieben sind, um uns die Hauptstadt Chile anzuschauen. Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Flieger weiter auf die Osterinsel, was weitere 5 Stunden Flugzeit bedeutete. Nu
n fragt sich wahrscheinlich jemand, warum um Gottes Willen reist man dorthin. Die Antwort ist ganz einfach. Weil dieses Ziel einfach soooooo exotisch ist und aufgrund der Moais. Die Moais sind reisige aus Fels gemeisselte Statuen, die überall auf der Insel verteilt sind. Der genaue Grund warum diese kolossalen Skulpturen errichtet wurden ist bis heute nicht wirklich bekannt, es hat wohl aber zeremonielle Hintergründe, da häufig mehrere Statuen zusammen auf einer Plattform errichtet wurden. Was auch immer der Grund war, es ist auf jeden Fall ein faszinierendes Erlebnis in Verbindung mit dem stürmischen Pazifik der an eine der Küsten peitscht. Fährt man dann nur wenige Kilometer weiter an eine andere Stelle der Küste, steht man plötzlich vor einem palmengesäumten Strand wie man ihn eher aus der Karibik oder Südostasien kennt. Eine wirklich beeindruckende kleine Insel, die die lange Anreise mehr als wert war.
Das letzte W
ochenende ging es zum Snowboarden, denn schliesslich war in Argentinien im August ja noch Winter. Inzwischen bin ich zum Skifahren/Snowboarden bereits in Deutschland, Östereich, der Schweiz, Italien, Frankreich und Dubai (Skihalle J ) gewesen. Da war Snowaboarden in Südamerika doch mal was anderes. Und das Mekka in Südamerika dafür heisst Bariloche. Das grösste Skiresort Südamerikas ist zwar verglichen zu manchen Orten in den Alpen immer noch recht klein, aber mit knapp 100km Pisten, vollkommen ausreichend für ein Wochenende. Zudem liegt das Skigebiet wunderschön gelegen, umgeben von mehreren Seen.
Tja, und dieses letzte Wochenende in den Bergen war gleichzeitig auch ein gelungener Übergang in mein neues Leben. Denn wie die meisten wohl bereits wissen, war dies meine letzter Einsatz als Auditor für Coca-Cola und das Ende meiner weltweiten Reisen. Nach 2 Jahren und 8 Monaten Abenteuern habe ich mich dazu entschlossen, dem Nomadenleben ein Ende zu setzen und wieder an einem Ort festen Fuss zu fassen. Und dieser eine Ort ist Zürich. Seit einer Woche arbeite ich jetzt in Zürich, weiterhin für Coca-Cola und darf die Alpenrepublik meine neue Heimat nennen. Das heisst in Zukunft kann ich viele weitere Wochenenden in den Bergen zum Snowboarden verbringen.
Lasst mich nur kurz auch auf die ersten Wochenenden zu sprechen kommen.
Begonnen hat es mit Mendoza, die Stadt die als Zentrum argentinischer Weine gilt. Nur ein Wort: Schrecklich. Solltet ihr jemals nach Argentinien kommen, lasst euch bloss nicht dazu überreden, dort einen Stop zu machen. Die Stadt hat absolut nichts zu bieten und die Weingüter versprühen den Charme stillgelegter Industrieanlagen, um es überspitzt auszudrücken. Jede Weinregion in Frankreich, Italien, Deutschland und ganz speziell Südafrika ist um Längen attraktiver als Mendoza.
Danach ging es nach Cordoba, au
Wochenende 3 sind wir in Buenos Aires geblieben. Hier muss ich jetzt mal die argentinischen Städte verteidigen, denn Buenos Aires ist wirklich nett und wenn die Stadt auch nicht viele Sehenswürdigkeiten bietet, so gibt es doch einige schöne Ecken.
Das vierte Wochenende ging es nach Salta im Norden des Landes. Die kleine Stadt, die als die besterhaltene Stadt im Kolonialstil gilt, war wirklich sehr schön. Allerdings haben wir am ersten Tag den Fehler gemacht und uns in einen Zug gesetzt, der zu einer der Attraktionen des Landes zählen soll. Der Zug fährt von Salta hoch in die Anden, über zahlreiche Brücken und Viadukte und soll eine herrliche Aussicht auf die Landschaft bieten. Was uns jedoch keiner gesagt hat ist, dass die Zugfahrt etwa 15 Stunden dauert. Und so sassen wir also 15 Stunden in diesem Zug und die angebliche Attraktivität der Andenlandschaft hat uns bereits nach 1-2 Stunden genügt.
Nun ja, dass waren die erste
Der Höhepunkt kam dann am folgenden Wochenende, an dem wir auf die Osterinsel geflogen sind. Die Ironie an der Geschichte ist, dass wir die beste Zeit an dem einzigen Wochenende erlebt haben, an dem wir das Land verlassen haben, denn die Osterinsel gehören zu Chile. Die Anreise auf die Osterins
Das letzte W
Tja, und dieses letzte Wochenende in den Bergen war gleichzeitig auch ein gelungener Übergang in mein neues Leben. Denn wie die meisten wohl bereits wissen, war dies meine letzter Einsatz als Auditor für Coca-Cola und das Ende meiner weltweiten Reisen. Nach 2 Jahren und 8 Monaten Abenteuern habe ich mich dazu entschlossen, dem Nomadenleben ein Ende zu setzen und wieder an einem Ort festen Fuss zu fassen. Und dieser eine Ort ist Zürich. Seit einer Woche arbeite ich jetzt in Zürich, weiterhin für Coca-Cola und darf die Alpenrepublik meine neue Heimat nennen. Das heisst in Zukunft kann ich viele weitere Wochenenden in den Bergen zum Snowboarden verbringen.
(Bilder: 1. La Boca, Buenos Aires; 2. Salta; 3.+4. Perito Moreno Gletscher; 5. Santiago de Chile; 6. Osterinsel; 7. Bariloche)

