Ich habe mir mal eine längere Auszeit mit dem Schreiben gegönnt und daher sind nun schon nahezu 2 Monate seit meinem letzten Bericht vergangen. Dies mag zum Einen daran liegen, dass die vergangenen Wochen ein wenig unspannender verlaufen sind, aber auch daran dass ich zu Jahresbeginn ca. 2 Wochen krank war und mir zu dieser Zeit nicht nach Schreiben zumute war. Ein anderer Punkt der da aber auch mitspielt ist sicherlich die Faulheit, da das Schreiben doch mehr Zeit in Anspruch nimmt als man manchmal denkt. Tja, und da es jetzt über ganze 8 Wochen zu berichten gilt, werde ich mich in diesem ersten Bericht des Jahres 2009 ein wenig kürzer fassen müssen.
Nachdem ich den mehr als 12stündigen Flug von Shanghai nach Frankfurt im Dezember mehr oder minder gut überstanden hatte, ging es zunächst einmal zu meinen Grosseltern in die Pfalz. Da mein Großvater im September vergangenen Jahres verstorben ist und ich an der Beerdigung aufgrund meines Einsatzes auf den Philippinen nicht teilnehmen konnte, war es mir wichtig meiner Großmutter einen Besuch abzustatten und auf den Friedhof, zum Grab meines Großvaters zu gehen. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Neuss, wo ich Weihnachten verbracht habe. Weihnachten wurde
wie immer traditionell mit der Familie und Freunden gefeiert. Zum Frühschoppen mit den Freunden in den Drusushof und abends dann gemütlich mit meinen Eltern und meinem Bruder bei gutem Essen und Geschenken. Kurz nach Weihnachten ging es dann aber auch schon wieder raus aus Deutschland, zwar nicht zum nächsten Projekt, aber zum Snowboarden in das österreichische Ischgl zusammen mit Dan und Collin. Und dort ist passiert womit ich wirklich nicht gerechnet habe, wir hatten herrliches Wetter. Normalerweise ist es in den Alpen um Neujahr ja eher bewölkt, es schneit viel und die Temperaturen bewegen sich weit unter dem Gefrierpunkt. Kalt war es zwar auch, doch entgegen unserer Erwartungen hatten wir eine Woche lang wolkenlosen Himmel und Sonne satt. Und so wurde es auch ein rundum gelungener Urlaub de
r alles zu bieten hatte: Herrliche Pisten, noch herrlicheres Wetter und ausgiebige Apres-Ski Partys mit viel Spaß und viel (vielleicht sogar manchmal zuviel) Bier. Nach meiner Rückkehr am Samstag den 03.01. sollte ich dann montags auch gleich nach Berlin fliegen, um mich bei der amerikanischen Botschaft um ein spezielles Arbeitsvisum für die USA zu kümmern. Dies sollte ich beantragen um ein Sonderprojekt in Atlanta von der Zeit vom 26.01. bis 20.02. zu absolvieren. Leider war das Wetter diesmal nicht auf meiner Seite, denn aufgrund starken Schneefalls war der Düsseldorfer Flughafen für etliche Stunden geschlossen. Daher konnte ich meinen vorher vereinbarten, fixen Termin bei der Botschaft nicht wahrnehmen und mein Visum hatte sich zunächst einmal erübrigt. Nichtsdestotrotz ging es in der gleichen Woche noch nach Atlanta, wo im Januar jedes Jahr unsere 2wöchige Konferenz stattfindet, mit jeder Menge Trainings und normalerweise viel Spaß mit allen Kollegen. Vorher habe ich jedoch noch 3 Tage Miami bzw. Palm Beach eingelegt, da ich einen sehr günstigen Flug von Düsseldorf nach Atlanta über Miami ergattern konnte. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt und habe noch kurz drei Tage die Sonne von Florida genossen, bevor es nach Atlanta ging, welches im Winter auch eher kalt ist. Die Konferenz konnte ich
dieses Jahr jedoch nicht genießen, da ich schon am zweiten Tag Fieber bekam. Üblicherweise hält sich Fieber ja nur ein paar Tage, bei mir dauerte es jedoch beinahe 14 Tage bis ich das Fieber wieder losbekommen habe. Der Betriebsarzt von Coca-Cola hat mich dann vorsichtshalber auch noch in eine spezielle Reiseklinik überwiesen, um auszuschließen, dass es Malaria oder eine andere tropische Krankheit ist. Die Befürchtung kam auf, da ich die letzten vier Monate in 2008 in Asien/Südostasien verbracht habe, glücklicherweise waren jedoch sämtliche Tests negativ. Der Grund warum das Fieber sich letztendlich so lange gehalten hat, konnte mir kein Arzt nennen und der Spaß an der Konferenz war mir damit natürlich übelst vermiest worden. Nach der Konferenz ging es dann für mich zunächst einmal nach Berlin, wo ich mich derzeit auch noch befinde. Nachdem ich das Visum für die USA nicht vor meiner Einreise in die USA erhalten konnte, musste ich das Land wieder verlassen und so hat man sich in Atlanta entschlossen mich nach Berlin zu senden, von wo aus ich für das Projekt arbeiten kann. Das Projekt erfordert nicht zwingend meine Anwesenheit in Atlanta, sodass ich die ersten vier Wochen des Projekts in Berlin bin. Nach diesen vier
Wochen hätte ich sowieso Atlanta verlassen und nach Europa reisen müssen, da das Projekt eine Woche in Irland und anschließend zwei Wochen in Swaziland erfordert. Daher hat es sich angeboten mich vorzeitig nach Berlin zu schicken und ich reise dann von hier aus nach Dublin. Meine vergangenen drei Wochenenden habe ich in Prag, Hamburg und zu Hause in Neuss verbracht und waren eher unspektakulär. Alle drei Wochen waren eher von eisigem Wetter, einmal mit Schneefall in Prag und ein anderes Mal mit Regen in Hamburg, geprägt und haben daher nicht zu ausgiebigen Stadtbummeln oder anderen Aktivitäten an der frischen Luft eingeladen. Prag ist in meinen Augen zwar wunderschön, aber es war wohl einfach die falsche Jahreszeit, um das Flair der Stadt so richtig wahrzunehmen. Und auch in Berlin ist es momentan wieder unangenehm kalt und die letzten drei Tage hat es immer mal wieder geschneit. Aber in zwei Tagen ist meine Zeit in Berlin auch schon wieder gezählt und es geht weiter nach Dublin. Dort rechne ich zwar ebenfalls nicht mit besserem Wetter, zumal Irland für seine reichen Regenfälle bekannt ist, aber auch dort verbringe ich ja lediglich eine weitere Woche. Und danach geht es in das kleine Königreich Swaziland, wo die Temperaturen wohl deutlich höher liegen werden und auch der Himmel doch hoffentlich in blauen Farben erstrahlen wird, anstelle des trüben Graus das derzeit in Berlin vorherrscht.
Nachdem ich den mehr als 12stündigen Flug von Shanghai nach Frankfurt im Dezember mehr oder minder gut überstanden hatte, ging es zunächst einmal zu meinen Grosseltern in die Pfalz. Da mein Großvater im September vergangenen Jahres verstorben ist und ich an der Beerdigung aufgrund meines Einsatzes auf den Philippinen nicht teilnehmen konnte, war es mir wichtig meiner Großmutter einen Besuch abzustatten und auf den Friedhof, zum Grab meines Großvaters zu gehen. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Neuss, wo ich Weihnachten verbracht habe. Weihnachten wurde
(Bilder: 1) Ischgl I, 2) Ischgl II, 3) Everglades National Park, Florida, 4) Berlin im Schnee)

