Nach einem entspannten Wochenende auf den Bahamas war das nächste Wochenende in Chicago geplant, was von vielen US-Kollegen hoch gelobt wird. Was jedoch keiner so richtig bedacht hat ist, dass es dort im Februar leider noch verdammt kalt ist. Täglich haben wir die Wettervorhersage in Augenschein genommen, doch es sollte nicht besser werden. Die Minusgrade wollten einfach nich

t weichen. Und als dann auch noch für die Windy City, wie Chicago von vielen genannt wird, ein Schneesturm für den von uns geplanten Samstag vorhergesagt wurde, hatten wir genug und haben Plan B aus der Schublade gezogen. Dieser sah irgendein Ziel gen Süden vor, wo auch immer das sein soll. Und da Diego und ich beide zuvor bereits in Miami und auch New Orleans waren, kam uns nur noch Orlando in den Kopf Tja, warum eigentlich nicht, Florida und endlose Vergnügungsparks, kann doch auch mal ganz wichtig sein. Wir also einen Tag vor Abflug schnell unseren Flug umgebucht - leider gegen eine saftige Prämie – und am nächsten Abend saßen wir im Flieger in Richtung Disneyworld. Sommerlich heiß war es dort zwar auch nicht, da Orlando weit im Norden von Florida liegt, doch weiterhin Welten Unterschied zu Chicago. In Orlando hat man die Auswahl unter knapp 10 verschiedenen Parks. Der Klassiker, Magic Kingdom in

Disneyworld war die Auswahl für einen der beiden Tage. Da die meisten Attraktionen in Disneyworld allerdings doch für Kinder sind, haben wir den anderen Tag in den zwei Parks der Universal Studios verbracht. Die Universal Studios haben so einige halsbrecherischen Achterbahnen zu bieten und auch fürs Nachtleben ist mit einer Barstrasse am Eingang der Parks reichlich gesorgt. Das Wochenende war also geprägt von wilden Achterbahnfahrten, den obligatorischen Burgern, von denen ich in den letzten Wochen in den USA so viele zu mir genommen habe, wie in meinem ganzen Leben zuvor nicht und einem feuchtfröhlichen Partyabend. Allemal besser als durch ein eisiges Chicago zu laufen. Habe genug von den frostigen Wetterbildern in den deutschen Nachrichten, die ich mir aus dem Internet herunterlade.
Und mit dem Spaß s

ollte es weitergehen, denn das letzte Wochenende ging es für Diego und mich nach Las Vegas, dem absoluten Spielerparadies. Da der Flug von Atlanta mehr als 4 Stunden dauert, sind wir Freitag Abend erst recht spät angekommen und zu mehr als einem nächtlichen Spaziergang den Las Vegas Boulevard auf und ab, mit all seinen Casinos hat es an dem Abend nicht mehr gereicht. Den nächsten Morgen sind wir dann zunächst zum Hoover Damm gefahren der neben den Casinos wohl die einzige Attraktion in der Nähe von Las Vegas ist, wenn man mal vom Grand Canyon absieht, aber den haben wir ja bereits zuvor gesehen. Der Hoover Damm war allerdings ziemlich enttäuschend, denn außer einer großen Wand Beton sieht man dort nicht viel und wir haben wieder zügig unseren Weg zurück nach Las Vegas aufgenommen. Noch einen kurzen Stop an dem so berühmten Las Vegas Schild und dann wieder zurück ins Hotel. Wir haben im Treasure Isla

nd Hotel übernachtet, in dem wir am Abend noch eine täglich stattfindende Piratenschau mit riesigen Schiffen und reichlich Feuer verfolgen konnten. Dies war jedoch nicht die klassische Piratenshow, mit alten auf Holzbeinen laufenden Piraten mit Augenklappe. Stattdessen wurde eines der Schiffe von heißen, tanzenden Piratinnen in recht knapper Kleidung gesteuert. Tja, wir sind ja schließlich in Las Vegas und nicht mehr in Disneyworld.
Aus Mangel an Alternativen haben wir dann ziemlich bald angefangen durch die sich gegenseitig überragenden Casi

nos zu ziehen und auch schon bald an dem ein oder anderen Black Jack Tisch Platz genommen. Denn in Las Vegas gewesen zu sein, ohne zu zocken, das geht nun wirklich nicht. Anständig wie wir sind haben wir uns jedoch zuvor ein Limit gesetzt von 100 Dollar. Dumm nur, dass die bei Diego ziemlich schnell den Bach runter gegangen sind. Ich hatte da etwas mehr Glück und war zwischenzeitlich schon bei einem Gewinn von 130 Dollar angekommen, doch auch mein Blatt hat sich wieder gewendet und ich bin in die Verlustzone von 70 Dollar geraten. Am Ende habe ich noch mal ein wenig die Kurve gekriegt und mein Nettoverlust lag lediglich bei 30 Dollar. Bedenkt man, dass man die gesamte Zeit in der man an einem Tisch sitzt und spielt, umsonst Bier, Wein, Longdrinks oder was auch immer konsumieren kann, so würde ich sagen bin letztendlich doch als gefühlter Gewinner herausgegangen. :-)
So und nun liegt morgen schon mein letzter Arbeitstag in Atlanta vor mir und ehrlich gesagt reicht es mir hier erst einmal auch. Am Freitag geht es dann weit, weit gen Osten in das Land der aufgehenden Sonne, nach Japan. Aus Tokyo aber dann mehr beim nächsten Mal.
(Bilder: 1. Diner in Universal Studios, 2. Märchenschloss in Disneyworld, 3. Las Vegas Sign, 4. Las Vegas Strip bei Nacht, 5. Danke Coke, für ein weiteres cooles Wochenende!)