Nach der Arbeit bleibt meist nicht mehr allzu viel Zeit, da ich häufig erst zwischen 19 und 20 Uhr im Hotel bin. Dann treibt einen der Hunger meistens erst einmal in ein Restaurant, was aber nicht wirklich schade ist, denn die französische Küche zählt ja nicht gerade zu den Schlechtesten. Und da das Einnehmen der vorzüglichen Speisen nicht in der gleichen Geschwindigkeit wie im McDrive vonstatten geht (wer einmal die Pariser Kellner erlebt hat, weiß wovon ich spreche), ist es dann häufig schon 20.30 Uhr bis 21 Uhr. Dabei bleibt es dann abends überwiegend auch, zumal das Wetter im Januar nicht gerade zu ausgiebigen Nachtspaziergängen in Paris einlädt. Daher habe ich bereits ausgiebig die Pariser Gastronomie genossen, aber von Paris selbst war bisher nicht viel mehr drin als die Champs-Elysees, der Arc de Triomphe, Place de la Concorde, Notre-Dame und ein Blick auf den Eiffelturm aus der Ferne. Aber das ist ja auch schon was und es bleiben mir ja noch 5 Wochen, um alles ein wenig genauer zu erkunden.
Nun wird sich vielleicht der ein oder andere fragen, warum ich mir nicht an den Wochenenden Paris betrachtet habe… tja, ganz einfach, weil ich die Wochenenden nicht in Paris verbracht habe. Das erste Wochenende war ich mit dem Team in Lissabon und am gerade zurückliegenden Wochenende in Monaco. Wieso denn das wollt ihr wissen? Nun, die Sache sieht so aus, dass uns Coke die Wahl lässt ob wir am Wochenende an dem jeweiligen Einsatzort bleiben wollen oder einen Kurztrip machen. Für
den Fall, dass wir am Einsatzort (also momentan Paris) bleiben wollen, zahlt die Firma einfach weiterhin das Hotelzimmer für das Wochenende und damit ist es gut. Entscheiden wir uns jedoch Paris zu verlassen, dann checken wir im Hotel freitags aus und aufgrund der Ersparnis der Hotelkosten stellt man uns ein Budget fürs Wochenende zur Verfügung, das wir für nahezu beliebige Zwecke nutzen können, wie z.B. Flug, Hotel, Mietwagen, Eintrittskosten für Museen o.ä. und sogar Massagen. Lediglich bar kann man sich das Geld nicht auszahlen lassen und nächtliche Touren durch die Clubs mit Schampus und Cocktails sind auch nicht drin. Aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache, dass die meisten meiner Kollegen (wie auch ich) möglichst viel von der Welt sehen möchten, verbringen wir die Wochenenden häufig an anderen Orten.
Aber nun lasst mich mal ein wenig von Lissabon und Monaco erzählen. Ein Grund warum wir unter anderem Lissabon gewählt haben, ist sicherlich das Wetter. D
enn wir hätten auch Stockholm oder London wählen können. Aber wer will da schon im Januar hin. Und wir hatten auch wirklich Glück, denn wir wurden das ganze Wochenende mit milden Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad und strahlendem Sonnenschein belohnt. Lissabon selbst ist wirklich sehr schön, insbesondere die vielen kleinen und engen Gassen, die man ja von vielen südeuropäischen Städten kennt, haben uns gut gefallen. Erschrocken haben uns lediglich die Taxifahrer die scheinbar alle auf Ecstasy waren. Insbesondere ein Exemplar war ein Abenteuer, hat er doch beinahe einen kleinen Jungen platt gemacht. Nun gut jetzt kann man sagen, warum geht der Junge auch bei rot über die Straße, aber für gewöhnlich würde ich sagen man bremst dann zumindest. Nicht so unser Fahrer, der die Situation als Anlass genommen hat seinen Seat auf 90 km/h zu
beschleunigen – innerorts versteht sich. Da die Stadt nicht sehr groß ist und unsere liebe amerikanische Kollegin am liebsten jede Strecke mit dem Taxi zurück gelegt hat (tja, was machen die Amis schon zu Fuß), war ein Wochenende auch ausreichend, um alle interessanten Punkte der Stadt zu sehen.
Monaco am vergangenen Wochenende war ebenfalls eine Reise wert. Angekommen am Freitag, habe ich den Abend zunächst einmal erholsam in meiner Jacuzzi-Badewanne ausklingen lassen. Ich finde das sollte jedes Bad besitzen. :-) Samstag bin ich dann nach Nizza gefahren um dort das Flair der Cote d’Azur zu genießen. Bei wiederum wunderbarem Wetter habe ich die Stadt ausgiebig zu Fuß erkundet. Dies war nur möglich, da die Amerikanerin es vorgezogen hat den Samstag in Monaco zu verbringen und ich somit auf Taxis verzichten konnte. Empfehlenswert ist ein Aufstieg zur auf einem kleinen Berg liege
nden Burganlage, von wo man einen herrlichen Blick auf die Stadt und das Meer hat. Ich möchte euch an dieser Stelle nicht mit Einzelheiten langweilen und sage daher nur, dass Nizza auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Zurück in Monaco stand am Abend dann noch ein Besuch mit den Kollegen im Casino von Monte Carlo an, denn das ist ein absolutes Muss. Nachdem ich dann jedoch gesehen habe wie hoch der Mindesteinsatz an einem Black Jack oder Roulette-Tisch ist, habe ich mich dann doch lieber auf die Zuschauerrolle konzentriert. Damit kann man zwar keine heißen Models beeindrucken, von denen dort einige unterwegs waren, aber so bleibt einem dann zumindest der seelische Zusammen
bruch beim Blick in das Portemonnaie am nächsten Morgen erspart. Ich habe mir für mein Geld dann lieber einen Drink gegönnt. Es blieb dann aber auch bei einem Drink, denn für einen Bacardi-Cola musste man schlappe 13 Euro auf den Tresen legen, plus Trinkgeld natürlich.
Den Sonntag habe ich dann genutzt, um Monte Carlo zu erkunden, wofür ich allerdings nur drei Stunden benötigt habe, denn Monte Carlo ist wirklich sehr klein. Den Luxus spürt man jedoch an jeder Ecke. Sei es beim Casino wo man sich mit einem Mercedes wohl schon häufig als arme Wurst fühlen muss oder auch am Hafen, wo die ein oder andere Jacht größer als viele Einfamilienhäuser ist.
So, das war es nun erst einmal wieder, aber ich verspreche bis zum nächsten Bericht wird es nicht wieder zwei Wochen dauern. Versuche mich zu bessern und häufiger zu schreiben.
(Bilder: 1) Paris, Notre-Dame bei Nacht, 2) Lissabon, Belem-Kirche, 3) Lissabon, Ich am Fluß Tejo, 4) Nizza, Blick auf Altstadt und Strand, 5) Monte Carlo, Blick auf den Hafen vom Schloss, 6) Monte Carlo, Autos vorm Casino )
Den Sonntag habe ich dann genutzt, um Monte Carlo zu erkunden, wofür ich allerdings nur drei Stunden benötigt habe, denn Monte Carlo ist wirklich sehr klein. Den Luxus spürt man jedoch an jeder Ecke. Sei es beim Casino wo man sich mit einem Mercedes wohl schon häufig als arme Wurst fühlen muss oder auch am Hafen, wo die ein oder andere Jacht größer als viele Einfamilienhäuser ist.
So, das war es nun erst einmal wieder, aber ich verspreche bis zum nächsten Bericht wird es nicht wieder zwei Wochen dauern. Versuche mich zu bessern und häufiger zu schreiben.
(Bilder: 1) Paris, Notre-Dame bei Nacht, 2) Lissabon, Belem-Kirche, 3) Lissabon, Ich am Fluß Tejo, 4) Nizza, Blick auf Altstadt und Strand, 5) Monte Carlo, Blick auf den Hafen vom Schloss, 6) Monte Carlo, Autos vorm Casino )

