Donnerstag, 30. Juli 2009

Hong Kong – Auf ein Neues

Nachdem ich in 2008, bei meinem letzten Einsatz auf den Philippinen, bereits einmal ein Wochenende in Hong Kong verbracht habe, ging es am vergangenen Wochenende ein weiteres Mal in die Megametropole. Letztes Jahr konnte ich mein Wochenende leider nicht genießen, da mich eine Magen-Darm Grippe das ganze Wochenende ans Bett gefesselt hatte. Ich war also dort, habe aber doch nichts gesehen. Daher wollte ich einen 2. Versuch wagen. Und siehe da, diesmal ist in der Tat alles glatt verlaufen und ich konnte die Stadt in allen Zügen genießen. Eine kleine Panne ist mir allerdings zu Beginn dennoch unterlaufen. Angekommen am Flughafen, habe ich den Expresszug in Richtung Downtown genommen, da dieser lediglich 24 Minuten für die doch recht weite Strecke benötigt. An der Bahnstation bringt ein kostenloser Shuttle-Bus einen dann weiter zum gewünschten Hotel. Ich also auf den Plan geschaut und siehe da, das Intercontinental-Hotel das ich gebucht hatte war eine der Stationen. Also nix wie ab in den Bus und wenige Minuten später war ich am Hotel. Blöd war nur, dass man an der Rezeption keine Reservierung unter meinem Namen finden konnte. Nach kurzer Überlegung, kam mir dann die Gedanke, vielleicht gibt es noch ein weiteres Intercontinental Hotel in Hong Kong… und in der Tat, dieses gibt es. Ein kurzer Anruf von der Rezeption dort, konnte dann auch bestätigen, dass meine Reservierung für das andere Hotel vorlag. Hmmm, dumm gelaufen. Dann halt ab ins nächste Taxi und glücklicherweise lag mein gebuchtes Hotel lediglich 3 Minuten entfernt, direkt an der Hafenfront von Hong Kong mit herrlichem Ausblick auf die Skyline des Finanzviertels.
Am nächsten Morgen ging dann meine Erkundung von Hong Kong los, mit einem Abstecher nach Stanley, einem schönem Wohngebiet Hong Kongs mit bekanntem Flohmarkt und anschließender Cable Car Fahrt auf den Hong Kong Peak, von wo man eine wunderbare Aussicht auf die ganze Stadt genießt. Am Nachmittag stand dann noch ein klein wenig Shopping von Elektronikartikeln auf dem Programm und ehe man sich versah war der Tag auch schon gelaufen. Am nächsten Tag wollte ich noch einen Ausflug zum Big Buddha machen. Etwas außerhalb von Downtown Hong Kong liegt der weltweit größte, aus Bronze gebaute Buddha und Kollegen haben mir einen Ausflug dorthin empfohlen. Die Fahrt dorthin mit U-Bahn und Bus hat zwar knappe 2 Stunden gedauert, aber dennoch war es recht interessant die gewaltige Buddha-Statue zu sehen. Als ich zurück im Hotel war blieb mir auch nicht mehr viel Zeit, denn mein Flieger machte sich schon bald wieder auf den Weg nach Manila.

In Manila ist bereits wieder die Hälfte meiner Zeit abgelaufen, es regnet weiterhin fleißig und ich werde morgen ein weiteres Mal versuchen meinen Weg in Richtung Reisterrassen von Banaue anzutreten. Ob ich beim zweiten Anlauf von mehr Erfolg gekrönt bin, berichte ich beim nächsten Mal.



(Bilder: 1. Bruce Lee vor der Skyline von Hong Kong, 2. Ausblick über die Stadt vom Peak, 3. Big Buddha)

Donnerstag, 23. Juli 2009

Spielabbruch wegen starken Regens


Es regnet weiter und weiter und weeeeeeiter! Ich glaube so viel Regen wie in den letzten zwei Wochen habe ich zuvor noch nicht erlebt. Und diesen Regenmassen ist dann leider auch mein letztes Wochenende zum Opfer gefallen. Ich hatte geplant zu der in den Philippinen bekanntesten Sehenswürdigkeit aufzubrechen, den Reisterrassen von Banaue, im Norden der Philippinen. Die Reisterrassen, die in jedem Reiseführer angepriesen werden, beeindrucken durch ihre steil in den Berg hineingesetzte Bauweise. Ich habe den Trip letztes Jahr nicht unternommen, da sich die Anreise mit 7-8 Stunden Autofahrt doch etwas mühsam gestaltet. Ich habe allerdings so viel Positives darüber gehört, dass ich mich dieses Jahr dazu entschlossen habe, diesen Trip in Angriff zu nehmen. Doch da habe ich nicht die Rechnung mit der geballten Power von Mutter Natur gemacht. Am Donnerstag hatte sich ein Taifun angekündigt und es hat den ganzen Tag durch geregnet. Kombiniert mit einem peitschenden Wind war das ein richtiges Sauwetter. Am Freitag hatte der Taifun dann seinen Höhepunkt erreicht, zahlreiche Flüge am Flughafen von Manila mussten gestrichen werden und viele Strassen waren aufgrund von Überflutungen unpassierbar. Und im Norden wo die Strassen noch wesentlich schlechter sind war an ein Durchkommen wahrscheinlich kaum zu denken. Da blieb mir wohl nichts anderes übrig als ein weiteres Wochenende in Manila zu verbringen. Ärgerlich, aber da muss man halt das Beste draus machen. Sonntag habe ich mich daher dazu entschlossen einen Stadtrundgang durch die Altstadt mit einem stadtbekannten Führer zu machen… diesmal ohne Regen. Denn was viele nicht wissen ist, dass die Philippinen lange Zeit unter spanischer Kolonialherrschaft liefen und durchaus über einige interessante Gebäude und Kirchen im spanischen Kolonialbaustil verfügen. Der Großteil wurde zwar im zweiten Weltkrieg zerstört (war mir gar nicht bekannt, dass die Amerikaner Manila bombardiert hatten um die Besetzer aus Japan zu besiegen), aber dennoch gibt es ein paar interessante, historische Stellen zu sehen. Der Tourguide war eine Art Alleinunterhalter und hat das Ganze mal auf eine etwas andere Art gestaltet. Begonnen hat der ganze Spaß damit, dass er ein kleines philippinisches Fähnchen herausholte, die Hand auf die Brust legte und die Nationalhymne gesungen hat. Und auch ansonsten war die dreistündige Tour mit vielen Witzen und Showeinlagen ausgestaltet und hat zu allerlei Spaß beigetragen. Dennoch hat man alles Wissenswerte über die Geschichte und Kultur der Philippinen mitgenommen.
Ach, und dann war da noch was. In meinem Lonely Planet habe ich gelesen, dass es in Manila garnicht weit vom Hotel, ein Restaurant unter der Leitung eines deutschen Metzgermeisters geben soll, dass typische deutsche Kueche bietet. Also nix wie hin, dachte ich mir. Und siehe da, in der Tat... ich habe Nuernberger Rostbratwuerstl mit Sauerkraut und warmem Kartoffelsalat und gegrillte Haxe bekommen. Und zur Kroenung gab es sogar ein richtig gutes Weissbier, serviert von einer philippinischen Bayerin im Dirndl. Das hat sogar meiner japanischen Kollegin geschmeckt, die ich ueberredet habe mitzukommen :-)

Ansonsten gibt es noch eine weitere Neuigkeit zu berichten. Denn wieder einmal hat man uns unser nächstes Einsatzziel mitgeteilt. Und obwohl, Deutschland auf dem Programm steht und ich fest mit einem Einsatz in der Heimat gerechnet habe, verschlägt es mich weit in die Ferne. Dies hat bei mir aber nicht zu besonderer Trauer geführt, denn ich habe das ungeheuere Glück für 8 Wochen an den Zuckerhut nach Rio de Janeiro zu dürfen. Ich sage nur Samba, Copacabana und Caipirinha… ich bin bereit!!!
(Bilder: 1. Verrueckter Guide, 2. Manila Kathedrale, 3. Bayerische Kueche in Manila)

Sonntag, 12. Juli 2009

Via Malediven nach Manila

Nach gut 8 Monaten hat es mich ein weiteres Mal auf die Philippinen verschlagen. Ich bin inzwischen knapp eine Woche hier und das Wetter lässt derzeit zu Wünschen übrig. Unglücklicherweise sind unsere Audits immer während der Regenzeit angesetzt, die von Mai bis September andauert. Denn anders als bei uns kennt man hier nur zwei Jahreszeiten, Trockenzeit und Regenzeit. Während der Regenzeit regnet es fast jeden Tag. Dies bedeutet aber nicht, dass es von morgens bis abends regnet. Meistens ist es morgens immer noch sonnig und schön und am Nachmittag zeiht es sich dann langsam zu. Spätestens gegen 16 Uhr kann man dann so langsam die ersten Regentropfen erwarten und wenn es dann ersteinmal regnet, dann aber richtig. Es ist hier in Manila nicht selten zu sehen, dass dann die gesamte Strasse unter Wasser steht, da das Kanalisationssystem die Wassermassen einfach nicht bewältigen kann. Da kann man dann froh sein wenn man sich nicht gerade draußen befindet, sondern im Auto, Büro oder Hotelzimmer.

Von solchem Wetter bin ich auf den Malediven glücklicherweise verschont geblieben. Dort habe ich nämlich mein Wochenende verbracht, bevor es weiter nach Manila ging. Ich habe mir zwei Tage Urlaub nach Kenia genommen und so war es mir möglich drei entspannte Tage auf dem Inselparadies im Indischen Ozean zu verbringen. Die Anreise war leider etwas umständlich mit Zwischenstop in Doha und 5-stündiger Wartezeit dort am Flughafen, bis zum Weiterflug nach Male. Ein Direktflug von Nairobi nach Male (der leider nicht existiert) hätte vermutlich nur geschätzte 6 Stunden gedauert. So wurden es dann aber insgesamt 15 Stunden. 5 Stunden nach Doha, 5 Stunden Wartezeit am Flughafen und weitere 5 Stunden Flugzeit nach Male. Diese doch etwas längere Anreise hat sich aber gelohnt, wenn man bedenkt dass ich dann drei erholsame Tage auf den Malediven verbringen konnte. Das Sheraton-Resort auf der kleinen Privatinsel war wirklich herrlich und ich konnte mal so richtig abschalten. Und obwohl ich lediglich die einfachste Zimmerkategorie gebucht hatte (war schon teuer genug), habe ich aufgrund meines Platinum Membership Status mit Sheraton ein Upgrade für einen der Wasserbungalows bekommen. Ich kann nur sagen: EIN TRAUM! Geräumig, wunderschön eingerichtet und mit großer Sonnenterrasse, von der man direkten Zugang ins Meer hat. Da lässt es sich gut gehen.
Drei Tage haben dann aber auch gereicht, denn die Insel ist so klein, dass man sie innerhalb von zwanzig Minuten einmal umrunden kann. Wenn man nicht gerade begeisterter Tauchsportler ist, dann lässt sich außer Sonnenbaden nicht viel dort veranstalten. Da sind drei Tage aus meiner Sicht durchaus genug und es hat für mich ausgereicht um ein Buch komplett durchzulesen. Für mich nicht sonderlich ambitionierten Leser ist dies schon eine beträchtliche Leistung.

Aufgrund meiner recht geringen Vorlaufzeit in Manila, das erste Wochenende zu planen habe ich mich dann entschlossen, das erste Wochenende mal nicht zu verreisen und in Manila zu bleiben. Ich habe dann gestern lediglich einen Tagesausflug an den Taal See gemacht, der nur etwa 1.5 Autostunden von Manila entfernt liegt. Der See ist bekannt, für seinen in der Mitte liegenden aktiven Vulkan, der wiederum über einen See im Krater verfügt, in welchem wieder eine kleine Insel liegt. Na… verstanden? Dort ging es also hin, mit einem Boot rüber an den Fuß des Sees und von dort auf dem Rücken eines Pferdes hinauf zum Rand des Kraters. Von dort genießt man eine herrliche Aussicht über den Vulkan und den gesamten See. Leider konnte ich dies nicht lange genießen, denn auch hier wurde ich wieder einmal von einsetzendem Regen gestört.
Heute habe ich dann einfach mal lange ausgeschlafen und bin anschließend ausgiebig shoppen gegangen. Der Vorteil an dem Hotel in Manila ist, dass es unmittelbar an zwei große Shoppingmalls angeschlossen ist und so lässt sich dort schon mal ein wenig Zeit verbringen. Und nun ist es bereits wieder 19 Uhr am Abend und eine neue Arbeitswoche steht vor der Tür. Nicht sooo spannend, aber das geht sicherlich den meisten so.

(Bilder: 1. Wasserbungalows des Resorts, 2. Terrasse meines Bungalows, 3. Strand auf den Malediven, 4. Taal Vulkan mit See und Insel)

Samstag, 4. Juli 2009

Mit dem Ballon über den Weiten Ostafrikas

Wie bereits bei meinem letzten Bericht sitze ich auch dieses Mal wieder in unmittelbarer Nähe zum Strand, diesmal jedoch auf den Malediven. Scheinbar ist dies die Zeit, wenn ich am ehesten die Möglichkeit finde meine Erlebnisse zu Papier zu bringen. Es sind inzwischen vier weitere Wochen vergangen und meine Zeit in Kenia hat bereits ihr Ende gefunden
Wie ja bereits im letzten Bericht erwähnt habe ich das vierte Wochenende auf Sansibar verbracht. Nach drei Wochenenden auf Safari, war es in der Tat an der Zeit mal etwas anderes zu unternehmen. Ich kann mich noch gut an das erste Safariwochenende erinnern. Kaum saßen wir im Safaribus und hatten unsere Lodge das erste Mal verlassen, forderten wir unseren Fahrer auf: „Stop, Stopp, da sind Paviane“. Und 1km später „Oh wow, schau mal die Gazellen“. An unserem dritten Safariwochenende in der Serengeti waren wir dann so weit, dass wir am Anfang der Game Drives beschlossen haben, wir halten nicht mehr für Paviane, Gazellen, Antilopen, Zebras und Konsorten. Wir waren an einem Punkt angekommen, an dem wir von zuvor genannten soooo viele gesehen hatten, dass wir das Interesse an Ihnen verloren hatten, es sei denn sie wurden von Löwen gejagt.

Daher kam das Wochenende auf Sansibar gerade recht. Wie es jedoch Strandwochenenden so innehaben, gibt es davon nicht allzu viel zu berichten. Wir haben dort zwei herrlich entspannte Tage, in einem schönen Resort verbracht. Sansibar verfügt über endlos lange weiße Sandstrände, mit flach abfallendem Meer, das bei Sonneneinstrahlung eine tropisch grünliche Färbung annimmt. Und da es im Resort und um das Resort herum kein Nachtleben gab, war das Wochenende bestimmt von viel Erholung und ausgiebigem Sonnenbaden. Leider mit den Folgen eines Sonnenbrandes… autsch!

Am darauf folgenden Wochenende stand Abenteuer auf dem Programm. Dafür haben wir uns in das im Westen angrenzende Uganda begeben. Ich hätte zuvor zwar nie gedacht, das ich meine Füße mal auf ugandischen Boden setzen würde, aber nachdem ich meinen Lonely Planet ausgiebig studiert hatte, war ich davon überzeugt, dass sich ein Abstecher dorthin lohnen würde. Jinja, eine kleine Stadt am Victoriasee wird als das Adrenalincenter Ostafrikas angepriesen, mit zahlreichen Adventure Möglichkeiten und einem Wildwasser-Rafting Angebot, das zu den besten der Welt zählen soll. Daher ging es also zunächst mit dem Flieger von Nairobi nach Kampala, der Hauptstadt Ugandas, wo wir das Wochenende auch übernachtet haben. Am nächsten Morgen wurden wir dann vom Rafting Anbieter für die Fahrt nach Jinja abgeholt. Interessant zu wissen ist, dass Jinja der Ort ist wo der Nil seinen Ursprung hat. Wenn man vom Nil hört, der ja bekanntlich der längste Fluss der Welt ist, so fällt den Meisten zunächst einmal Ägypten ein. Was jedoch die Wenigsten wissen ist, dass der Nil aus dem Victoriasee in Uganda entspringt und von dort aus seinen Weg in Richtung Ägypten aufnimmt, um letztendlich in das Mittelmeer zu münden. Und genau dort sollte für uns an diesem Wochenende der Adrenalinkick stattfinden. Angekommen am Nil, haben wir eine kurze Einweisung bekommen, die so interessante Informationen lieferte wie, wir sollen uns sicher sein, dass unsere Badehosen/Bikinis fest sitzen, da der Fluss die Angewohnheit hat, einem die Klamotten vom Leib zu reißen wenn man mal ins Wasser fällt. Und wer möchte schon gerne ohne Badehose zurück ins Boot steigen. :-)
Danach und nach letztmaligem Auftragen von Sonnenschutz ging es dann aber auch schon in die Boote. Wir waren an dem Tag nicht die Einzigen, die die Idee von Wildwasser-Rafting hatten, denn mit uns haben sich noch ca. 60-70 weitere Personen, vorwiegend junge Amis in das Abenteuer begeben. Wir waren 7 Boote auf dem Wasser und in jedem, haben 8-10 Personen Platz gefunden. In unserem Boot, waren Diego und ich, neben dem Guide die einzigen männlichen Personen, was mich befürchten ließ, dass viel Paddelarbeit auf uns zukommt. Zu Beginn war der Fluss noch sehr ruhig, was dazu genutzt wurde ein paar Kommandos und Trockenübungen durchzugehen. Aber auch Nassübungen, um zu wissen wie wir uns zu verhalten haben, falls sich das Boot überschlägt. Das hat bei dem Ein oder Anderen direkt zu ein wenig Verunsicherung und/oder Angst geführt. So auch bei unserer chinesischen Kollegin Cloris, die nicht gerade wasserbegeistert ist und sich daher direkt zu Beginn dazu entschieden hat, in das Safety Boot umzusteigen. Denn den ganzen Tag über wurden wir von zwei Sicherheitsbooten begleitet, die bei starken Stromschnellen, verängstigte Teilnehmer aufgenommen hat. Im Falle von Cloris vermute ich, dass sie sich dem Trip nur angeschlossen hat, weil sich das gesamte restliche Team für das Rafting entschieden hat, sie in Wirklichkeit jedoch tierische Angst davor hat. Ich kann jedoch sagen, dass sie sich später dazu entschieden hat, wieder zurück in unser Boot zu kommen und nur bei Bedarf wieder umzusteigen. Die wilderen Abschnitte ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Der Fluss hatte es wirklich in sich und zweimal hat sich unser Boot überschlagen. Ehe man sich versieht fliegt man ins Wasser und dann heisst es nur versuchen sich am Boot festzuhalten und abwarten bis man durch die Stromschnellen durch ist. Neben den zwei Sicherheitsbooten sind waren auch die ganze Zeit etwa zehn 1-Mann Kayaks bei uns, die falls man aus dem Boot gefallen ist in Sekundenschnelle zur Seite waren und einem geholfen haben. Das zweite Mal als sich unser Boot überschlagen hat, war allerdings ein ganz schön heftiges Erlebnis. In einem Abschnitt der Kategorie 5 (je nach Stärke bekommen die Abschnitte eine Kategorie von 1 bis 7 zugewiesen, wobei die Kategorien 6 und 7 nur für Profis sind), hat unser Guide uns falsch gelenkt und wir sind seitwärts auf eine riesige, tosende Stromschnelle zugesteuert. Was da kommen musste war abzusehen und obwohl alle anderen 6 Boote zuvor heil durch den Abschnitt hindurchgekommen sind, hat sich unser Boot überschlagen. Das Boot ist mir dann auf den Kopf gefallen, ich war irgendwie unter dem Boot soweit ich das beurteilen konnte und war etwa 5 Sekunden unter Wasser in denen ich nicht mehr wusste wo oben und unten ist. Als ich wieder mit dem Kopf über Wasser war, konnte ich mich an der Kordel des Bootes festhalten, wir waren aber noch immer mitten in den Schnellen des reißenden Flusses und das Wasser ist uns durchs Gesicht gepeitscht. Zudem konnten sich neben mir nur noch 2 weitere Personen an dem Boot festhalten, keine Ahnung wo der Rest der Truppe war. Vielleicht auf der anderen Seite des Bootes, die nicht einsehbar war, vielleicht bereits in der Sicherheit eines der Kayaks oder auch allein mit sich selbst und der Schwimmweste in den Fängen des Flusses?
Diese Situation die vermutlich nur 20 Sekunden gedauert hat, einem aber vorkam wie 5 Minuten, hat vor allem den Mädels einen ganz schönen Schrecken eingejagt – was man ihnen aus dem Gesicht ablesen konnte – aber im Nachhinein muss man sagen, war es ein Höllenspaß. Die ganze Tour auf dem Nil hat von 10 Uhr bis 17 Uhr gedauert, inklusive Lunchpause auf einer Flussinsel und als wir endlich wieder festen Boden betreten haben, war uns die Müdigkeit in den Knochen doch anzusehen. Die Tour wurde mit kühlem Bier und gegrillten Spießen am Flussufer abgeschlossen, bevor es mit dem Bus wieder zurück nach Kampala ging, wo uns ein großes, bequemes Bett erwartete.

An Wochenende 6 stand dann ein weiteres Mal Safari auf dem Programm. Das Ziel hieß Masai Mara, Kenias bekanntester und zugleich bester Nationalpark. Neben dem Audit in Kenia, hat zur gleichen Zeit ein Audit in Südafrika stattgefunden. Und da sich herumgesprochen hat, dass die Safaris in Kenia und Tansania wesentlich besser sind als in Südafrika, haben sich zwei der Kollegen dazu entschieden, ein Wochenende mit uns in Kenia zu verbringen. Wir bekamen also Verstärkung von Sylvain und Lidia und waren somit an diesem Wochenende 7 Mann die sich in die Abenteuer der Wildnis begeben haben. Leider hatten wir jedoch zuvor scheinbar bereits zu viele Game Drives gemacht. Nach drei Wochenenden auf Safari muss man ehrlicherweise sagen, hat es einen beim vierten Mal nicht mehr allzu sehr gereizt auf Elefanten, Zebras und Giraffen zu treffen. Zudem war die Dichte der Tiere bei weitem nicht so hoch wie zuvor in der Serengeti. Einen Höhepunkt gab es allerdings doch, der alles zuvor Gesehene übertroffen hat. Wir haben uns dazu entschlossen eine Safari mal auf eine etwas andere Art und Weise zu machen und zwar in einem Heißluftballon. Der ganze Spaß hatte zwar auch seinen Preis, wir haben uns aber sagen lassen, dass es ein einmaliges Erlebnis sei und so wollten wir es nicht missen. Sylvain hat am Anfang ein witzige Bemerkung gebracht, die es ziemlich gut getroffen hat, indem er sagte: „Ich wollte den Ballon eigentlich nicht kaufen, sondern nur eine Fahrt machen“. Für die etwa einstündige Ballonfahrt musste nämlich jeder von uns schlappe 430 US Dollar auf den Tisch legen. Bei 7 Personen sind das dann summa summarum 3010 USD. Da muss man schon mal zwei Nächte drüber schlafen, bevor man sich dafür entscheidet.
Was uns zuvor auch niemand sagte, ist dass man für den ganzen Spaß mitten in der Nacht aus den Federn muss. Wir wurden nämlich bereits um 4.40 Uhr in unserer Lodge abgeholt und zum Startplatz des Ballons gebracht. Aus windtechnischen Gründen deren Details ich auch nicht näher kenne, kann der Ballon nur in den frühen Morgenstunden starten und so haben wir bereits zu Sonnenaufgang abgehoben. Doch schon nach 5 Minuten waren die vielen schönen Dollarnoten und das frühe Aufstehen vergessen, denn das Erlebnis war in der Tat einmalig. Die unendliche weite der Masai Mara aus der Luft zu betrachten, dabei nur wenige Meter über den wilden Tieren hinwegzuschweben und dabei den Sonnenaufgang am Horizont der Savanne mitzuerleben… das ist wirklich nur schwer zu beschreiben. Und wenn man es nicht selbst miterlebt hat, dann ist es vermutlich nur schwer nachzuvollziehen wie einmalig und wundervoll dies ist. Etwa eine Minute bevor wir gelandet sind, haben wir dann noch einen Leoparden im Gras liegen sehen, wodurch uns bewusst wurde, dass wir mitten in der Wildnis landen und es durchaus sein könnte, dass 100 Meter entfernt eine Löwenfamilie ein Nickerchen macht. Es waren aber glücklicherweise keine wilden Katzen in der Nähe und so wurde niemand gefressen und wir konnten unsere Ballonfahrt mit einem herrlichen Champagnerfrühstück abschließen. Neben Champagner hatte die Lodge, von der die Ballonfahrt organisiert wurde, eine mobile Küche, Tische, kleine Hocker und jede Menge frische Lebensmittel in die Savanne gebracht und wir konnten ein ausgiebiges Schlemmer-Frühstück mit Eiern, Speck, Pancakes, Croissants, frischen Früchten, Kaffee und vielem mehr genießen.

Das letzte Wochenende ging es dann ein weiteres Mal zur Erholung an den Indischen Ozean. In der Nähe von Mombasa, der zweitgrößten kenianischen Stadt liegen ein paar schöne Strandresorts, wo wir uns ein letztes Mal zur Entspannung zurückziehen wollten. Der Strand und das Meer waren nicht ganz so schön wie zuvor auf Sansibar, doch auch hier haben wir wieder viel Sonne gefunden. Neben der Erholung am Strand, haben wir auch versucht mal ein wenig Party zu feiern, denn in Nairobi hat man uns erzählt, Mombasa wäre bekannt für sein ausgiebiges und hervorragendes Nachtleben. Wir waren davon allerdings ziemlich enttäuscht. Vermutlich haben die Kollegen in Kenia noch nie erlebt was in den Clubs von Europa, Asien oder in den Staaten so abgeht, aber das wollten wir ihnen natürlich nicht so direkt sagen. Ansonsten gibt es von dem Wochenende nicht viel zu berichten.

Tja und nun ist die Zeit in Kenia auch schon wieder vorbei und ich befinde mich wieder auf meinem Weg nach Asien. Ein Tag Entspannung auf den Malediven liegt noch vor mir, bevor es mit Singapore Airlines weiter nach Manila geht. Als Fazit von Kenia kann man ziehen, es ist ein beeindruckendes Land mit viel unberührter, fantastischer Wildnis und Menschen, die so viel mehr glücklich zu sein scheinen als wir, und das obwohl sie so viel weniger haben als z.B. die Menschen in Deutschland. Dennoch möchte ich sagen, ist es für mich und viele andere wahrscheinlich nur schwer vorstellbar aufgrund der Lebensbedingungen dort zu leben und es wird vermutlich immer nur ein Reiseziel bleiben und nur für ganz wenige Expatriates die dort leben, wirklich ein zu Hause. Im Großen und Ganzen habe ich meine 8wöchige Zeit aber doch sehr genossen und möchte sie nicht missen, so wie viele andere Destinationen, die ich in den vergangenen anderthalb Jahren bereist und erlebt habe. Ja, die Hälfte meiner dreijährigen Zeit in diesem Job ist bereits vorbei und ich kann es kaum glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Jeder Tag und jedes Wochenende ist auf ein Neues ein aufregendes Erlebnis, das mich in meinem Leben und meinen Erfahrungen so viel reicher macht. Und ich kann bereits jetzt nach der ersten absolvierten Halbzeit sagen, dass diese 3 Jahre vermutlich die aufregendsten und schönsten Jahre meines Lebens sind und sein werden und ich mir nur schwer vorstellen kann, dass dies in Zukunft noch zu toppen ist. Aber wer weiß, das Leben ist ja für so manche Überraschung gut. Mal schauen was da noch alles so kommt. In diesem Sinne, schöne Grüße in die Heimat und alles Gute!

(Bilder: 1) Strand auf Sansibar, 2) Nilpferd und Krokodil in Masai Mara (na, wer sieht das Krokodil), 3) Ballon ueber der Weite der Masai Mara, 4) Das Team beim Champagnerfruehstueck danach, 5) Giraffen in der Masai Mara, 6) Eindruck des Lebens in Kenya)

Samstag, 6. Juni 2009

Safari - Teil 2 und 3

Nachdem wir das erste Wochenende im Amboseli National Park verbracht haben, wollten wir unseren Horizont an wilden Tieren noch ein wenig erweitern. Daher ging es am darauf folgenden Wochenende in den Lake Nakuru National Park. Grundsätzlich unterscheidet sich jeder Nationalpark von den anderen und so macht es durchaus Sinn mehrere Parks zu besuchen. Während Amboseli insbesondere für die Vielzahl an Elefanten bekannt ist, so ist Lake Nakuru Kenias Aushängeschild für Flamingos und Nashörner. Der Park ist relativ klein und wie der Name schon sagt, ist das Zentrum des Parks der See Nakuru. Aufgrund der geringen Größe, gibt es dort keine Elefanten, denn wie uns unser erfahrener Guide mitteilte, brauchen Elefanten eine sehr große Fläche, da sie ununterbrochen umherziehen und nie an einer Stelle verweilen. Dafür gibt es umso mehr Flamingos, die sich in Millionen um den ganzen See herum versammeln. Es ist nahezu unmöglich eine Stelle am Ufer des Sees zu finden, an der sich keine Flamingos befinden und das obwohl der See mit knapp 40km² nicht gerade klein ist. Von den schönen rosafarbenen Gesellen gibt es am See mehr als eine Million, was sich leider Gottes auch auf den Geruch am Ufer auswirkt (ich sag nur Vogelschei…). Neben den Flamingos gibt es auch sehr viele Nashörner, die in vielen anderen Parks auch eher selten zu sichten sind. Die Kolosse sehen ähnlich wie Elefanten eher schwer, träge und unbeweglich aus, doch beim Anblick des spitzen Horns möchte man wohl doch lieber keine Bekanntschaft aus der Nähe mit ihm machen. Aufgrund der geringen Größe des Parks und der Tatsache, dass wir bereits Samstag den gesamten Park gesehen haben, haben wir bereits Sonntag morgen wieder unseren Weg in das 2 Stunden Autofahrt entfernte Nairobi aufgenommen. Unterwegs haben wir noch einen Zwischenstop am See Naivasha eingelegt. Der See, an dem große Teile des Films Jenseits von Afrika gedreht wurden, verfügt über zahlreiche Flusspferde und so haben wir dort noch eine kleine Bootssafari, mit anschließendem Picknick unternommen.
Zurück in Nairobi sind wir dann noch auf den Masai-Markt gegangen, ein beliebter Markt der jeden Samstag und Sonntag auf einem kleinen Platz stattfindet und auf dem es zahlreiche typisch afrikanische Handwerkskunst gibt. Leider hat uns niemand gesagt, dass wir nahezu die einzigen Weißen auf dem Markt sind und so waren wir binnen Sekunden von zahlreichen Verkäufern umzingelt, die einem in hartnäckiger, aufdringlicher Weise ihr Gut anbieten. Nach einer Stunde war ich um eine afrikanische Maske, eine Holzfigur und einen kleinen, mit Holzschnitzereien verzierten Speer reicher. Dies hat mich zwar nur wenige Dollar gekostet, aber dafür umso mehr Nerven, denn ohne langwierige Verhandlungen geht dort gar nichts.

Im dritten Teil unserer Expeditionen ins Tierreich führte uns die Reise in die Serengeti in Tansania. Der Park der an der Grenze zu Kenia liegt, gilt als der schönste, artenreichste und sehenswerteste Park Afrikas und so wollten wir uns einen Besuch dort natürlich nicht entgehen lassen. Fast wäre der Traum jedoch geplatzt, da sich die Anreise nicht gerade einfach darstellt. Die Entfernung ist nur geschätzte 400km Luftlinie, allerdings gibt es keine direkte Flugverbindung von Nairobi in die Serengeti. Und auf dem Landweg per Auto würde die Fahrt aufgrund der schlechten Verbindung und der äußerst bescheidenen Straßenverhältnisse jedoch weit mehr als 10 Stunden dauern. Einzige Alternative die sich uns anbot war also die Folgende:
• Freitag Nachmittag von Nairobi mit einem Minibus nach Namanga, dem Grenzübergang von Kenia nach Tansania – geschätzte Fahrtzeit 3,5 Stunden
• Die Formalitäten an der Grenze zur Einreise nach Tansania vornehmen – geschätzte Dauer aufgrund der herausragenden organisatorischen Fähigkeiten in Afrika 30 Minuten
• Umsteigen in einen Geländewagen (in Tansania aufgrund der schlechteren Strassen notwendig) und Weiterfahrt nach Arusha – geschätzte Fahrtzeit 2,5 Stunden
• Übernachtung in Arusha
• Samstag Morgen Flug von Arusha zur Landbahn in der Serengeti - Dauer 1 Stunde
• Weiterfahrt von der Landebahn durch den Park zur Lodge – geschätzte Fahrtzeit 45 Minuten
• Und das gleiche Prozedere wieder zurück nach Nairobi
Aufgrund dieser Anreisetortur hätten wir den ganzen Trip beinahe gecancelt, aber schlussendlich haben wir uns doch dafür entschieden, denn wer weiß wann sich die Gelegenheit in die Serengeti zu kommen nochmals ergibt. Begünstigt wurde die Entscheidung auch dadurch, dass wir den Montag einen Feiertag hatten und sich der Trip an einem 3-Tage Wochenende eher ermöglichen lässt. Allerdings hatte der ganze Spaß auch seinen Preis. Für den dreitägigen Ausflug mit Transfers, Flug, Übernachtung, Safarifahrten und Verpflegung mussten wir schlappe 1000 Dollar auf den Tisch legen. Da heißt es einmal mehr: Danke Coca-Cola für die finanzielle Unterstützung.
Im Nachhinein muss ich aber sagen war das Wochenende jeden Cent wert. Denn obwohl wir bereits an den ersten beiden Wochenenden, viel erlebt und gesehen haben, hat die Serengeti dies bei weitem übertroffen. Wir wurden Zeugen eines faszinierenden Naturschauspiels das jährlich primär in den Monaten Juni, Juli und August stattfindet: Die ‚Migration der Gnus’. Jedes Jahr folgen Millionen von Gnus einem natürlichen Trieb, der sie zu Beginn der Trockenzeit auf der Suche nach Wasser durch den Nationalpark führt. Die Migration beginnt im Osten des Parks, führt dann weiter in die westlichen Regionen des Parks, bis sie dann letztlich im Juli weiter in den wasserreicheren Norden ziehen um ihr Endziel im auf kenianischer Seite angrenzenden Nationalpark Masai Mara zu finden. Dort verweilen die Herden dann zunächst einmal für eine Zeit, bevor es im Herbst wieder zurück Richtung Süden in die Serengeti geht. Es war wirklich beeindruckend zu sehen wie Tausende von Gnus, aufgereiht wie bei einer Grundschulklassenwanderung vor einem vorbeiziehen, ohne das es einem möglich ist das Ende der Massen zu sichten. Hinzu kommt, dass die Herden nie zum Stillstand kommen. Manchmal gehen sie nur, manchmal galoppieren sie und ein anderes Mal rennen sie, wenn wir ihnen mit unserem Landrover zu nahe kommen. Eines machen sie jedoch nie: eine Pause. Leider Gottes wurde jedes Gnu von geschätzten 10 Fliegen begleitet, die auch vor den armen Touristen in den Safarijeeps nicht Halt machten. Dies hat den Anblick dieses Naturschauspiels zwar ein wenig getrübt, nichts desto trotz war es ein faszinierendes Erlebnis.
Darüber hinaus wirbt der Park damit, dass es nahezu eine Garantie gibt Katzen zu sehen. Und mit Katzen meine ich nicht etwa kleine, faule Schmusekater wie sie zum Beispiel mein Bruder zu Hause hat, sondern große, gefräßige Wildkatzen, namens Löwe, Leopard und Gepard. Wir haben unserem Guide dann auch gleich bei unserer Ankunft zu verstehen gegeben, dass wir den Park nicht verlassen, ehe wir nicht alle drei Arten gesehen haben. Die ersten Katzen ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Direkt auf unserer Fahrt von der Landebahn zu unserer Lodge konnten wir zwei Geparde beobachten, die kurz zuvor ein Tier ergriffen hatten und gerade dabei waren ihr Frühstück zu beenden. Am Ende des Frühstücks warteten dann auch schon die Geier in der Luft, dass sie zum Zuge kommen. Und sobald sich die Geparde entfernt hatten, stürzten sich geschätzte zwanzig Geier in hohem Tempo auf die verbliebene Beute. Dies waren für den Rest des Wochenendes auch die einzigen Geparde, die wir gesehen haben, denn sie sind im Park zahlenmäßig am geringsten vertreten und eher selten zu sehen. Im Laufe des Wochenendes folgten zahlreiche Löwen, bevorzugt im Baum sitzend und schlafend und auch zweimal der grundsätzlich als Einzelgänger auftretende Leopard. Leider waren im Falle des Leoparden, die Entfernungen beide Male relativ weit und so war es schwer sie mit bloßem Auge gut zu erkennen. Da musste man dann doch schon mal zum Fernglas greifen. Natürlich haben wir das Wochenende über auch die anderen, hier bisher nicht erwähnten Vertreter, wie Zebra, Giraffe, Elefant und Pavian wieder in hoher Anzahl gesehen. Als Fazit kann man ziehen, dass dieses Wochenende mit Sicherheit als das bisher Beste zu bezeichnen ist und das obwohl die An- und Rückreise in der Tat eine Strapaze war.

Nach drei Wochenenden auf Safari, haben wir beschlossen - oder besser gesagt ich beschlossen, denn alle Wochenenden in Kenia wurden von mir alleine geplant und die Kollegen haben sich auf mich verlassen – mal eine Pause einzulegen und ein wenig Abwechslung einzubringen. Daher sitze ich momentan, während ich an diesem Bericht schreibe, auf der Insel Sansibar, wo wir ein relaxtes Wochenende am Strand verbringen. Und für alle, die es interessiert hier ein kleiner Ausblick auf die noch folgenden Wochenenden:
• Jinja, Uganda – Wildwasser-Rafting an der Quelle des Nil
• Masai Mara – Kenias bekanntester Nationalpark
• Mombasa – weiteres Strandwochenende zum Ausklang unserer Zeit in Kenia
• Malediven – Inselparadies im Indischen Ozean
Das Wochenende auf den Malediven ist schon nicht mehr Teil meines Audits in Kenia, sondern der Zwischenstop auf dem Weg in mein nächstes Einsatzziel. Nach 2008 geht es für mich im Juli und August ein weiteres Mal auf die Philippinen, was beim zweiten Mal nicht mehr ganz so spannend ist, wo ich aber mit Sicherheit auch wieder eine gute Zeit verbringen werde.
(Bilder: 1. Flamingos am Lake Nakuru, 2. Nashorn, 3. Flieger in die Serengeti, 4. Gepard in der Serengeti, 5. Geier Sturzflug, 6. Gnus so weit das Auge reicht, 7. Loewe im Baum, 8. Sonnenuntergang in der Serengeti)