Samstag, 24. Oktober 2009

Formel 1 Grand Prix - Sao Paulo

So, meine Zeit in Rio ist auch schon wieder vorbei und ich sitze gerade im Hotel und warte hier noch etwa 6 Stunden bis ich zum Flughafen aufbreche. Da bietet es sich doch mal an, ein wenig an meinem Bericht zu schreiben. Acht Wochen und 7 Wochenenden in Brasilien liegen hinter mir und wie fast immer ging die Zeit wie im Flug vorbei. Aber von einem Wochenende habe ich ja noch nicht berichtet, welchem ich mich hier widmen moechte.
Das letzte Wochenende stand noch ein besonderes Schmankerl auf dem Programm, denn der Formel 1 Zirkus machte Stop in Sao Paulo. So ein Formel 1 Rennen wollte ich doch irgendwie schon immer mal live sehen. Und was ich bisher am Nuerburgring, am Hockenheimring oder in Spa nicht hinbekommen habe, warum nicht mein erstes Formel 1-Rennen in Brasilien verfolgen. Die Ticketpreise sind eh immer sauteuer, da macht es auch keinen Unterschied ob man die 650 Dollar in Deutschland oder Brasilien auf den Tisch legt. Und da die Company einem hier ja noch ein wenig finanzielle Unterstuetzung in Form eines Wochenendbudgets gibt, war die Entscheidung schnell getroffen. Und obwohl wir (Nacho und ich) die zweitguenstige Ticketkategorie gewaehlt haben, waren unsere Plaetze eigentlich ausgezeichnet. Unsere Tribuene lag direkt gegenueber der Boxengasse und eine grosse Leinwand, auf der wie die anderen Streckenabschnitte verfolgen konnten, war auch direkt gegenueber angebracht. Am Samstag beim Qualifying dachten wir dann jedoch in Silverstone, beim Grand Prix von England zu sein. Regen, Regen und nochmals Regen. Hallo?... wir sind in Brasilien... ja richtig gehoert, Braaaaasiiiiliiieeen! Na ja wie auch immer, die Plaetze waren ja zumindest ueberdacht. Die Temperaturen waren jedoch europaeisch kuehl und da wir fuers Wochenende nur Sommerkleidung dabei hatten (hab eh nur einen Pulli mit nach Brasilien genommen), mussten wir uns dann mit einer Jacke vom Fanshop in ferrarirot eindecken. Zwar nicht gerade billig, aber wenn schonmal Formel1, dann aber auch richtig. Warm eingepackt konnten wir somit dann beruhigt das Qualifying verfolgen, was Barrichello fuer sich entschied. Das hat natuerlich bei den Brasilianern fuer Stimmung gesorgt und am naechsten Tag beim Rennen fuer volle Tribuenen. Am Sonntag lief es dann aber leider nicht so gut fuer Rubinho, wie er liebevoll hier genannt wird. Denn von Startplatz 1 sprang am Ende nur ein klaeglicher 8. Platz heraus, womit die Weltmeisterschaftsambitionen endgueltig ausgetraeumt waren. Und auch fuer Vettel lief es nicht viel besser und am Ende stand Button als Weltmeister fest. Na ja, mir war es eh ziemlich Wurst, denn unser Schumi ist ja leider nicht mehr am Start. Das Wochenende war aber trotzdem ziemlich spannend, auch wenn die Ohren bei dem brutalen Laerm der Motoren schon ziemlich leiden muessen. Ich wuerde mal schaetzen eine Kreissaege direkt neben dem Ohr, klingt wie leichte Musik im Vergleich zur Formel 1.

Tja und nun steht die Abreise aus Brasilien kurz bevor und es geht wieder zurueck ins herbstlich-kalte Europa, wo mein naechstes Projekt in Bruessel auf mich wartet. Aber soweit moechte ich noch nicht denken, denn zunaechst einmal habe ich noch eine Woche Urlaub, in der ich nach Peru fliege. Dort geht es nach Lima, Cusco, Machu Picchu und zum Titicacasee. Mal schauen was mich dort erwartet.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Salvador und Amazonas-Dschungel

Um das wahre Feeling von Brasilien zu bekommen, muss man einmal in Salvador da Bahia gewesen sein. So wie man im Ausland mit Deutschland Lederhosen und die Kuckucksuhr verbindet, so verströmt Salvador das bilderbuchartige Flair der brasilianisch-afrikanischen Kultur. Salvador die drittgrößte Stadt Brasiliens nach Sao Paulo und Rio de Janeiro, war der Ort an dem in der Vergangenheit der Großteil der von den Portugiesen verschleppten Sklaven aus Afrika ankam. Und daher hat die Stadt auch heute noch mit mehr als 80% einen der höchsten Anteile an Einwohnern afrikanischer Abstammung. Dies ist auch an der weiterhin gepflegten Kultur, der Zubereitung der Speisen, dem Capoeira – einer Mischung aus Tanz und Kampfsport – und der afro-brasilianischen Sambarhythmen zu spüren. Zudem besitzt Salvador aufgrund der Tatsache, dass sie bis ins Jahr 1763 Hauptstadt Brasiliens war, eine Fülle an historischen Kolonialgebäuden und die gesamte Altstadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.
Auf der anderen Seite muss man allerdings auch ungeheuer vorsichtig sein, da die Stadt in der heutigen Zeit auch von großer Armut geprägt ist und die Kriminalitätsrate zu den höchsten Brasiliens gehört und das in einem Land, in dem die Kriminalität eh schon allgegenwärtig ist. Überall auf den Strassen liegen Obdachlose herum und Kinder die bis oben mit Drogen vollgepumpt sind laufen bettelnd durch die Strassen. Und gerade vor diesen Kindern ist die größte Vorsicht geboten, denn um an Geld für Drogen zu kommen wird gerne einmal in die Taschen der Touristen gegriffen und auch vor körperlicher Gewalt schrecken sie nicht zurück. Unser Tourguide hat uns auch direkt zu Beginn als er uns von unserer Pousada (eine Art kleines Hotel in privatem Besitz) abgeholt hat, empfohlen jeglichen sichtbaren Schmuck, Uhren und auch Portemonnaies im Hotel zurückzulassen. Denn alles was funkelt oder den Anschein von Geld ausstrahlt, verlockt solche Straßenkids nur dazu, einen zu beklauen oder zu überfallen. Daher ging es lediglich in kurzer Hose, T-Shirt, Sportschuhen, mit ein paar Geldscheinen und Kamera bewaffnet auf Erkundungstour durch die historische Altstadt. Auf unserer Tour gingen die Warnungen des Guides dann weiter, man solle nicht in die Strasse hier links abbiegen und auch die Gasse dort vorne rechts sei nicht zu empfehlen. Selbst er als Einheimischer meide diese Straßen, ließ er uns verstehen. Ich kann euch aber versichern, wir haben die 2 Tage dort sicher überstanden und das Flair der Stadt hat uns trotz der allgegenwärtigen Gefahr begeistert. Wer ein paar allgemeine Sicherheitsregeln beachtet, hat nichts zu befürchten.

Am letzten Wochenende ging es dann ab in den Dschungel, zum Amazonas bei Manaus. Die Anreise sollte sich allerdings als Tortur herausstellen. Der Inlandsflug der eh schon 4 Stunden 20 Minuten von Rio aus benötigt (das muss man sich mal vorstellen… mehr als 4 Stunden für nen Inlandsflug, da befindet man sich von Deutschland aus schon auf den Kanaren), war natürlich verspätet. Und das nicht nur um ein paar Minuten. Den gesamten Freitag hatte es in Rio geregnet und der Himmel war grau. Das war vermutlich zu viel für eine sonnenverwöhnte Nation wie Brasilien. Ob dies wirklich der einzige Grund war für die Verspätungen, ist uns bis heute nicht ganz klar. Wir sollten zumindest um 20.40 Uhr abfliegen. Da man in Rio schon mal mit viel Stau rechnen muss, sind wir frühzeitig vom Büro aufgebrochen und nach 2 Stunden im Taxi sind wir dann auch tatsächlich am Flughafen angekommen (es sei angemerkt, die Taxifahrt zum Flughafen dauert für gewöhnlich nur 35-40 Minuten). Dort angekommen war die Freude jedoch groß, denn selbst Leute die um 15 oder 16 Uhr hätten starten sollen, warteten noch auf ihren Fliegen. Keiner wusste Bescheid was eigentlich genau los war, Ansagen wurden auch keine gemacht – und wenn dann nur auf portugiesisch – und unser Flug erschien zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal auf den Bildschirmen der abgehenden Flüge. Die spärlichen Sitze im Terminal waren längst alle besetzt und auch auf dem Boden, machten sich genervte Passagiere sitzend, liegend und schlafend breit. Da half nur eins, gute Miene zum bösen Spiel machen und erst einmal ein kühles Bier ordern. Mit ein wenig Musik aus dem Laptop und zwei, drei weiteren Bier ließ sich das Warten so einigermaßen ertragen und um Mitternacht war es dann endlich so weit, s hieß Boarding. Unser Flieger war dann gegen 0.30 Uhr in der Luft und um 4 Uhr morgens Ortzeit sind wir letztendlich in Manaus gelandet.
Vollkommen übermüdet sind wir dann zu unserem Hotel gefahren, wo wir noch zwei Stunden Schlaf wahrnehmen konnten, denn um 7 Uhr morgens mussten wir schon wieder aufbrechen. Denn unser Ziel war ein Bootspier in Manaus, von wo aus ein Boot in den Dschungel ablegte. Die zweite Nacht haben wir uns nämlich in das weltweit größte Treetop Hotel (Ariau Towers) eingebucht, ein Hotel erbaut in den Baumkronen des Amazonas-Dschungel. Das witzige an diesem Hotel ist, dass es wirklich mitten im Dschungel an den Ufern des Rio Negro liegt. Die einzige Zivilisation dort draußen sind ein paar traditionell lebende Stämme und Familien. Das Hotel, das aufgrund seiner Besonderheit auch seinen Preis hatte, bot Vollverpflegung und ein volles Programm interessanter Adventure-Touren an. So standen in den nur 1 ½ Tagen vor Ort eine Dschungelwanderung, der Besuch einer traditionell lebenden, einheimischen Familie, Piranha-Fischen, Kaiman Spotting nach Einbruch der Dunkelheit und Schwimmen mit pinken Delfinen auf dem Programm. Begonnen hat der Nachmittag mit dem Besuch der traditionellen Familie, wo wir ein wenig über die Lebensweise der Familie erfahren haben und die Zubereitung eines traditionellen Fladengericht aus Maniok beobachten konnten. Wir durften – oder soll ich eher sagen mussten – das Endprodukt auch kosten, und haben unseren Gastgebern versichert, dass es ausgezeichnet geschmeckt hat. Das fanden auch die im Hotel lebenden Affen, die sich später über die von uns nach zwei Bissen verbleibenden Reste gefreut haben. Die Hinweisschilder „Do not feed the monkeys“ haben wir wohl irgendwie übersehen. Nach dem Besuch der Familie ging es zum Piranhafischen. Jeder von uns im kleinen Dschungelboot bekam eine Angel und einige Happen rohes, blutiges Fleisch als Appetitanreger. Nach ein paar Fehlversuchen, bei denen der Piranha schlauer war als ich und einfach das Fleisch vom Haken abgeknabbert hatte, sollte ich dann aber doch noch meinen Erfolg haben, denn gleich zweimal zappelte einer der kleinen Gesellen mit scharfen Zähnen an meinem Haken. Und damit zweimal mehr als bei meinem Kollegen Nacho der leer ausging… hehe, damit stand es Deutschland 2 : Mexiko 0. Am Abend nach Einbruch der Dunkelheit ging es dann in unserem kleinen Boot wieder raus auf den Fluss um Kaimane zu sichten. Und nach kurzer Zeit hatten wir auch schon einen mit unserem Scheinwerfer im Spotlight. Einer unserer Begleiter im Boot ist dann kurz an Land gesprungen und hat sich den kleinen Gesellen geschnappt. Es war zwar kein großes Exemplar, ansonsten wäre unser Bootguide jetzt vielleicht auch nicht mehr am Leben, aber einen wildlebenden Kaiman aus der Nähe zu sehen, war doch schon recht interessant. Und da dies noch nicht aufregend genug war, hat der Guide jedem der wollte den Kaiman auch einmal kurz übergeben, was für ein Foto reichte. Wichtig war nur, dass man den Anweisungen folgte wie man den Kaiman am Hals zu greifen hat, ansonsten könnte man die Rückfahrt schon mal mit einem oder zwei Fingern weniger antreten. Das waren schon mal klasse Touren. Am nächsten Tag ging es dann noch nach einer kurzen Dschungelwanderung mit ausführlichen Beschreibungen von Flora und Fauna zum Schwimmen mit Amazonasdelfinen. Die recht großen Delfine, die ein Gewicht von mehr als 250kg erreichen, haben ungewöhnlicherweise eine leicht rosa Färbung. Und nachdem wir uns ins Wasser des Rio Negro begeben hatten, unser Guide mit einem Eimer Fische bewaffnet, ließen die quirligen Gesellen auch nicht lange auf sich warten. Am Anfang ist dies noch ein wenig unheimlich, wenn einen ein Delfin unter Wasser plötzlich am Bein streift und im nächsten Augenblick nur wenige Zentimeter entfernt ein Delfinkopf aus dem Wasser ragt. Aber die Erfahrung war doch ziemlich aufregend, so wie das ganze Wochenende ein Abenteuer war. Nach zwei Stunden Bootsfahrt zurück in Manaus, haben wir die nächste Nacht dann wieder einmal fast gar nicht geschlafen, denn unser Flug zurück nach Rio ging aufgrund der begrenzten Flugverbindungen nach/von Manaus bereits um 4:20 Uhr nachts. Und anstelle uns wiederum nur 2-3 Stunden Schlaf zu gönnen, haben wir die ganze Sache dann gleich mal komplett gecancelt und haben uns bis 1:30 Uhr ins Nachtleben von Manaus gestürzt, von dort zurück zum Hotel, Koffer geschnappt, ausgecheckt und ab zum Flughafen. Mit einigen Caipirinhas und Bier im Blut konnten wir so zumindest im Flieger ein wenig schlafen. Und die restlichen Stunden Schlafmangel haben wir dann, den Montag in Rio nachgeholt, denn der war in Brasilien ein Feiertag.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Iguazu-Wasserfälle

Nachdem ich die ersten beiden Wochenenden, in zwei der bedeutendsten Metropolen Südamerikas verbracht habe, in Buenos Aires und Rio de Janeiro, sollte am darauf folgenden Wochenende ein wenig die Naturschönheit des Landes betrachtet werden. Und was gibt es da besseres als die weltbekannten Iguazu-Wasserfälle. Ich bin ja bereits 7 Jahre zuvor, während meines Praktikums in Kanada an den Niagarafällen gewesen, aber diese sind im Vergleich zu den Iguazufällen ein Witz. Sowohl von der Lage der Fälle, umgeben von dichten Tropenwäldern, als auch von der Größe der Fälle und der Gewalt der Wassermassen, ist Iguazu eindeutig beeindruckender. Die Wasserfälle teilen sich Brasilien und Argentinien und man kann problemlos die Grenze übertreten, um beide Seiten zu betrachten. Und dies macht auch durchaus Sinn, denn die Ansicht von beiden Ländern ist vollkommen verschieden. Während man sich auf der brasilianischen Seite eher auf der Höhe des Flussspiegels bewegt und die Fälle von unten betrachtet, bewegt man sich auf der argentinischen Seite auf Stegen direkt oberhalb der Fälle. Freitagabend angekommen haben wir zunächst einmal unser Hotel auf brasilianischer Seite bezogen, und haben am nächsten Tag die Fälle von Brasilien aus bestaunt. Man kann dort einige Kilometer den Fluss entlang gehen und die Fälle aus sicherer Entfernung betrachten. Am Ende des Pfades kommt man den Fällen jedoch auf Tuchfühlung nah und die Gicht der Fälle peitscht einem ins Gesicht. Wer nicht nass werden will, der sollte die Brücke in die Mitte des Flusses tunlichst vermeiden… aber wenn man schon man da ist, dann sollte man sich das nicht entgehen lassen. Es wurde anschließend auch noch nasser, denn wir haben uns den Spaß gegönnt und haben uns den Fällen auf einem motorisierten Boot angenähert. Und dort hat man die Gewalt der Fälle dann mal so richtig gespürt. Das Boot hat zunächst einmal noch in sicherer Distanz vor den Fällen gehalten und wir konnten unsere Fotos machen. Danach wurde es dann allerdings nass. Wir wurden aufgefordert unsere Kameras in den wasserdichten Sicherheitsbeutel zu geben und dann ging es auch schon mit Vollgas vor die herabstürzenden Wassermassen. An ein Öffnen der Augen war in dem Augenblick kaum noch zu denken und es blieb wirklich kein Zipfel der Kleidung trocken. Bis auf die Unterwäsche durchnässt ging es zurück zum sicheren Steg. Ein Sprung ins kühle Wasser des Flusses hätte den gleichen Effekt gehabt. Aber es war ein Heidenspaß, den wir nicht missen wollten. Der Tag war aber noch nicht vorbei, denn nachdem wir die Fälle von unten aus sicherer Entfernung gesehen hatten und aus nächster Nähe im Boot wollten wir die Fälle gerne noch aus der Vogelperspektive betrachten. Und was wäre da besser geeignet als ein Helikopterrundflug über die Fälle. Der Flug hat zwar gerade einmal 10 Minuten gedauert, aber wie auch aus dieser Perspektive konnten Die Wasserfälle ein weiteres Mal beeindrucken. Als wir dann zurück im Hotel waren, haben wir nur kurz unsere Koffer geschnappt und dann ab mit dem Taxi rüber nach Argentinien, wo wir unsere zweite Nacht verbracht haben. Dort haben wir im Sheraton Hotel übernachtet, das einzige Hotel das innerhalb des zugehörigen Nationalparks liegt und das einzige Hotel mit direktem Blick auf die Fälle. Am Sonntag stand dann das gleiche auf dem Programm, nur auf argentinische Seite. Wie zuvor aber schon erwähnt, unterscheidet sich die argentinische Seite grundlegend von der brasilianischen Seite. Man läuft nämlich direkt oberhalb der Fälle auf Stegen die Fälle entlang. Man kommt so mit den Fällen auf unheimliche Tuchfühlung und kann die Gewalt der Wassermassen noch besser wahrnehmen. Und das Gute an der Sache ist, man wird nicht nass, denn die Gischt bildet sich erst unten beim Aufprall.
Alles in allem hat mir die argentinische Seite besser gefallen. In Brasilien mag man den besseren Panoramablick auf die Fälle haben, doch in Argentinien kann man die Fälle aus nächster Nähe genießen. Beide Seiten haben ihre Liebhaber, aber es ist auf jeden Fall lohnenswert sich beide Seiten anzuschauen.



Und wie in vielen Ländern zuvor sollte auch ein Wochenende am Strand wieder dabei sein. Und bei der Vielzahl von Stränden in Brasilien muss man gar nicht weit fahren. Daher ging es am darauf folgenden Wochenende nach Buzios, das Sylt Brasiliens ca. 130km von Rio entfernt. Aber wie so oft gibt es hiervon nicht viel zu berichten. Sonne, Strand und abends Party. So kurz und knapp, lässt sich dieses Strandwochenende wie so viele Anderen beschreiben.
Und da es nichts Besonderes war, sind wir am Sonntag auch schon relativ frueh zurueck nach Rio gefahren. Dort hatte ich dann noch die Zeit und Moeglichkeit auf den Zuckerhut zu fahren, wozu ich zuvor nicht gekommen war. Bei strahlendem Sonnenschein und einem kuehlen Blonden auf der Spitze des Zuckerhuts konnte ich noch den Sonnenuntergang hinter Cristo Statue geniessen. Aaaaah, das Leben kann ja sooo hart sein. :-)













(Bilder: 1. Braslianische Seite, 2. Vom Boot aus, 3. Vogelperspektive vom Heli, 4. Argentinische Seite, 5. Zuckerhut in Rio, 6. Sonnenuntergang mit Blick auf Cristo Redentor)

Dienstag, 22. September 2009

Rio de Janeiro und Buenos Aires

Seit nunmehr drei Wochen bin ich in Rio de Janeiro und ich genieße die Zeit hier doch sehr. Von allen Einsatzorten, in die mich mein Job führen kann, steht Rio zusammen mit anderen gefragten Zielen wie z.B. Japan und Australien ganz oben auf der Liste der Beliebtheitsskala bei den Kollegen und jeder versucht diese Ziele zu bekommen. Unglücklicherweise sind die Chancen bei einem Team von 4 Mann in Rio und knapp 30 Kollegen in der Abteilung doch sehr gering. Daher freut es mich umso mehr, dass ich diese Gelegenheit dieses Jahr bekommen habe. Wenn ich derzeit aus dem Fenster schaue regnet es zwar und der Himmel war den ganzen Tag grau, aber dies war in den vergangenen drei Wochen eher die Ausnahme. Man muss bedenken, dass hier gerade erst der Frühling begonnen hat und dafür sind die Temperaturen mit über 20 Grad (selbst bei Regen), für europäische Verhältnisse doch schon sehr warm. An den sonnigen Tagen, springt das Thermometer auch jetzt schon über 30 Grad. Und der Tag beginnt auch jeden Tag schon sehr gut, wenn man aufwacht und vom Hotelzimmer aus direkt auf den Strand und das Meer blickt. Nach dem Frühstück, natürlich auch mit Blick auf den Atlantik, führt uns dann die 10 Kilometer lange Fahrt zum Büro direkt vorbei an den weltbekannten Stränden von Leblon, Ipanema und Copacabana. Beeindruckend ist an jedem Morgen auch der Körperkult, der von den Brasilianern betrieben wird, denn schon um 8 Uhr morgens laufen, walken und skaten hier die Cariocas (so werden die Einwohner Rios genannt) in Massen die Strandpromenaden entlang und das bevorzugt Oberkörper frei (zumindest die männlichen Einwohner). Da fühlt man sich gerade zu schlecht, wenn man mal ne Woche keinen Sport gemacht hat und das Abendessen bevorzugt bei McDonalds und Co eingenommen hat. Auch das Büro ist einfach herrlich gelegen. Schaut man von der einen Seite aus dem Fenster so sieht man auf das Meer und den Zuckerhut und auf der gegenüberliegenden Seite kann man die Christusstatue sehen. Da fällt einem das Arbeiten doch gleich ein wenig leichter.

Am ersten Wochenende hat es mich dann jedoch zunächst einmal aus Brasilien heraus geführt, aber das auch das einzige Mal in den gesamten acht Wochen. Das Ziel lautete Buenos Aires, die Hauptstadt Argentiniens. Die Beliebtheit der Argentinier bei den Brasilianern ist ungefähr so groß, wie die der Holländer bei einem Fußballländerspiel gegen Deutschland, was natürlich gleich zu ein wenig Unmut bei den Kollegen hier vor Ort geführt hat. Ich konnte die Gemüter jedoch gleich auch wieder beruhigen, indem ich versprochen habe, die restlichen Wochenenden allesamt in Brasilien zu verbringen. Buenos Aires wurde mir zuvor von vielen Kollegen als die vermutlich europäischste Stadt Südamerikas angepriesen. Und in der Tat, erinnert aufgrund der Häuserfassaden, der historischen Gebäude und der kleinen gemütlichen Restaurants die Stadt das ein oder andere Mal an Europa. Dennoch sind die wesentlichen Sehenswürdigkeiten Buenos Aires relativ überschaubar und an einem Tag zu Fuß hat man die wichtigsten Punkte der Stadt erkundet. Am Abend haben wir uns dann live in einer der vielen Bars das WM-Qualifikationsspiel Argentinien-Brasilien angeschaut, was natürlich hier der Klassiker schlechthin ist. Die Tatsache, dass die Argentinier dieses Spiel zu Hause gegen den Erzrivalen verloren haben, hat natürlich nicht gerade zur Stimmungssteigerung beigetragen, dennoch war der Abend recht witzig und emotional.
Am Sonntag danach stand dann noch Nervenkitzel auf dem Programm, der Höhepunkt des Wochenendes. Mein mexikanischer Kollege Ignacio, von allen nur Nacho genannt ist ein recht verrückter Vogel und speziell für alle Aktivitäten verbunden mit Adrenalin zu begeistern. Er hatte nahe Buenos Aires einen Fallschirmsprungverein ausgemacht und konnte mich in nur wenigen Minuten davon überzeugen einen Tandemsprung zu machen. Wir haben uns also am Sonntagmorgen in das ca. 70km von Buenos Aires entfernte Chascomus begeben, um uns aus einem Flugzeug zu stürzen. Nach einer kurzen Einweisung wie wir uns beim Sprung verhalten sollten, ging es dann auch schon los. Da das Flugzeug aber dermaßen klein ist, dass gerade einmal drei Personen Platz finden, nebst Pilot, mussten wir nacheinander springen. Und wie der gute Nacho nun einmal so ist, hat er mir freundlicherweise den Vortritt gelassen. Neben 4 weiteren Argentiniern, die sich an diesem Tag diesem Abenteuer hingeben wollten, war ich also der erste der feststellen durfte, ob der Fallschirm sich auch wirklich öffnet. Das Flugzeug war schon ein wenig holprig, aber nicht weiter schlimm, denn was sollte schon passieren… im Falle eines Absturzes, ich habe ja einen Fallschirm, hehe. Es ging hoch auf 3000m und dann kam der Moment als sich die Tür der Cesna öffnete. Das ist der Moment in dem einem dann doch ein wenig mulmig wird und der Puls langsam hochschnellt. Mit mir und meinem Tandemspringer, war noch ein Kameramann dabei, als Beweis dafür dass ich auch wirklich gesprungen bin. Der Kameramann ist dann als erster über uns geklettert und hat an einem kleinen Trittbrett an der Außenseite des Fliegers gehangen. Dann war ich an der Reihe. Zunächst die Beine aus dem Flieger hängen und alles was dann kommt war nicht mehr in meiner Macht, denn schließlich war hinter mir mein Tandemspringer eingeklinkt. Und wer der entscheidet jetzt geht es raus, dann geht es raus. Und genau dieser Moment war auch der Extremste, die eins, zwei Sekunden wenn man aus dem Flugzeug fällt. In diesem Moment rast der Puls auf 250 und ehe man sich versieht geht es in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit in Richtung Erdboden. Der Freifall dauerte 35 Sekunden, in denen einen der Fallwind die Haut nahezu vom Gesicht zieht und die Haare zu Berg steigen lässt. Ich kann nur sagen… Adrenalinkick pur! Die 35 Sekunden sind jedoch schneller vorbei als man denkt und nach einem kurzen Ruck durch den sich öffnenden Schirm, geht es dann ganz entspannt für ca. 5 Minuten schwebend nach unten. Mit festem Boden unter den Füßen fühlen sich die Beine dann zwar doch ein wenig weich an, aber es auf jeden Fall eine unglaubliche Erfahrung. Nach mir durfte dann auch Nacho sein Glück versuchen, der verrückt wie er nun einmal ist im Spiderman-Kostüm gesprungen ist.

Das zweite Wochenende ging es nicht ganz so aufregend zur Sache, aber nicht minder schlecht, denn ich bin das Wochenende in Rio geblieben. Denn was man in der Woche neben der Arbeit nicht erleben kann, sind die schönen Seiten Rios mit seinen Stränden und den herrlichen Panoramablicken vom Berg Corcovado, auf dem die Christusstatue steht und dem Zuckerhut. Leider war es den Samstag bewölkt und so machte eine Fahrt hoch auf den in Wolken verdeckten Corcovado oder Zuckerhut keinen Sinn. Ich habe den Tag daher genutzt um ein wenig im Zentrum Rios herumzuspazieren und einem anschließenden ausgiebigen Walk entlang den Stränden von Ipanema und Lebon. Den Sonntag wurden wir dann glücklicherweise mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein belohnt und es ging hoch auf den Corcovado, um das Wahrzeichen Rios, Cristo Redentor zu sehen. Die Aussicht von dort oben ist wirklich atemberaubend schön und es bietet sich ein Rundumblick auf die von oben so friedlich wirkende Stadt Rio de Janeiro. Leider ist sie in Wirklichkeit nicht ganz so friedfertig, denn überall in den Hängen der so typischen Hügel von Rio liegen die Favelas, die Armenviertel Rios. Die Favelas, in denen Drogen und Waffengewalt an der Tagesordnung sind, sollten von jedem Touristen weit umgehen werden, will man sich nicht selbst in Gefahr bringen. Trotz dieser Gefahr die hier allgegenwärtig ist, besitzt die Stadt eine unglaubliche Anziehungskraft, was einem spätestens bei der Aussicht vom Corcovado bewusst wird. Die Fahrt hoch auf den Zuckerhut habe ich zwar am gleichen Tag nicht mehr geschafft, dies ist aber vor meiner Abreise in 5 Wochen auf jeden Fall noch geplant.


(Bilder: 1. Regierungsgebäude Casa Rosada, 2. Flugzeug des Grauens, 3. Erste Sekunde nach dem Absprung, 4. Freifall über Argentinien, 5. Panoramablick auf Rio de Janeiro, 6. Cristo Redentor, 7. Eines der zahlreichen Favelas)

Samstag, 12. September 2009

Philippinen - 2. Abschnitt

Oh mein Gott, da gibt es jetzt aber einiges nachzuholen. Vier weitere Wochen auf den Philippinen, ein Neusser Schützenfest und knappe zwei Wochen Brasilien liegen schon wieder hinter mir. Eine so lange Pause vom Schreiben habe ich mir zuvor noch nie genommen, aber das war leider auch nicht ganz freiwillig. Insbesondere die letzten beiden Wochen in den Philippinen waren Horror, da ich vor lauter Arbeit an meinen Bericht gar nicht denken konnte. Bei 12-15 Stunden Arbeit täglich bleibt nach der Arbeit außer für Schlaf nicht mehr viel Zeit. In diesem Bericht konzentriere ich mich jetzt auf die Zeit in den Philippinen, die letzten zwei Wochen in Brasilien, sollen dann in einem weiteren Bericht folgen. Und auch für diesen Bericht wähle ich dann mal den Schnelldurchlauf und lasse ein wenig mehr die Bilder sprechen.

Wie ja bereits im letzten Bericht angekündigt ging es in den Norden der Hauptinsel Luzon, nach Banaue, zu den landesweit bekannten Reisterrassen. Die Hin- und Rückfahrt waren mit jeweils 8 und 7 Stunden zwar äußerst mühsam, aber bereut habe ich es nicht. Reis, den man in Deutschland ja eher aus der Tüte kennt, gedeiht in ganz Asien au vielen grünen Reisfeldern. Da der Norden bei Banaue aber sehr bergig ist (die Höhenlage entspricht in etwa der in deutschen Alpen), sind die dortigen Bauern darauf angewiesen ihre Reisfelder terrassenförmig in den Berghang zu bauen. Und das witzige daran ist, dass die Reisterrassen nicht etwa in den letzten 10 oder 20 Jahren gebaut wurden, sondern bereits vor hunderten von Jahren angelegt wurden und von Generation zu Generation weitergegeben wird. Und da es außer durch den jüngst entstandenen Tourismus kaum andere Beschäftigungsfelder gibt, werden die Felder auch heute noch kultiviert und instand gehalten. Es gibt in der Region in den verschiedensten Dörfern Reisterrassen und die 5 beeindruckendsten gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Je nach Jahreszeit empfiehlt es sich andere Terrassen zu besichtigen, abhängig von der Erntezeit. Denn nur kurz vor der Ernte erstrahlen die Reisterrassen in saftigem grün, nach der Ernte sind sie dann braun und nicht mehr so schön anzuschauen. Seht also bitte selbst wie das so aussieht.



















Von den vier Wochen in Manila gibt es an und für sich nicht viel Aufregendes zu berichten. Denn neben viel Arbeit gab es nur von einer anderen Sache noch viel… vom Regen. Das nächste Wochenende ging es zur Erholung an den Strand nach Cebu, eine Flugstunde von Manila entfernt. Und wie Strandwochenenden nun mal so sind, dreht sich dabei besonders viel ums relaxen und Sonne tanken. Damit kann ich auch dieses Kapitel schon abschließen.

Die letzten beiden Wochenenden ging es dann nochmals raus aus den Philippinen. Zunächst nach Macau, dass lange Zeit unter portugiesischer Flagge lief, mittlerweile aber seit langem zu China gehört. Macau ist insbesondere für seine Casinos bekannt und wird gerne auch als das Las Vegas Asiens bezeichnet. Und wenn es schon einmal dort hingeht, dann wollten wir uns – meine Kollegin Miyuki hat mich begleitet – auch in einem der Casino-Hotels einfinden. Seit etwa 2 Jahren gibt es in Macau das Venetian Hotel und Casino, ein gleichnamiger Nachbau eines der bekanntesten Casinos in Las Vegas.. Alles dreht sich hier um Venedig und italienisches Flair. Der gigantische Komplex, der die Größenordnung des Venetian in Las Vegas noch übertrifft, verfügt über 3000 Suiten, ein Casino mit 750 Spieltischen und 3000 Spieltautomaten, eine Arena für Konzerte, ein großes Theater mit täglichen Aufführungen des Cirque du Soleil, mehr als 30 Restaurants und ein Shoppingmeile mit 350 Geschäften, eine Rialtobrücke gemäß dem Vorbild Venedigs und künstlich angelegte Kanäle auf denen Gondeln mit singenden Chinesen fahren. Einfach nur Waaahnsinn und für die Chinesen, die überzeugte Spieler sind genau das Richtige. Für meinen Geschmack ein wenig zu groß und zu laut, aber eine Erfahrung dort gewesen zu sein war es auf jeden Fall. Meinen Vorsatz dort ein wenig Black Jack zu spielen habe ich dann auch nicht gehalten, denn bei einem Mindesteinsatz pro Runde von schlappen 25 US-Dollar ist man dort wenn es schlecht läuft schnell mal 200-300 Dollar in wenigen Minuten los. Da hört meine Spielleidenschaft dann doch auf. Neben dem ganzen Casinorummel haben wir uns aber auch ein wenig Macau angeschaut, denn aufgrund der portugiesischen Kolonialzeit, gibt es hier ein paar schöne Gebäude zu sehen. Und am Abend haben wir dann auch noch die Show des Cirque du Soleil im Hotel genossen.

































Am letzten Wochenende auf den Philippinen, aufgrund eines Feiertages ein 3-Tage Wochenende, habe ich mir dann ein lange erträumtes Ziel erfüllt, das nicht so leicht zu erreichen ist: Angkor Wat. Angkor Wat steht synonym für ein riesiges Areal von zahlreichen Tempeln bei der Stadt Siem Reap in Kambodscha. Um nach Angkor Wat zu gelangen musste ich einen 3-stündigen Zwischenstop in Bangkok einlegen und von dort eine weitere Flugstunde nach Siem Reap antreten.
Angkor Wat ist im engeren Sinne nur ein Tempel in der Region Angkor, aber aufgrund seiner Größe und Bauweise der Bedeutendste. Neben Angkor Wat gibt es zahlreiche weitere Tempel, der größte ist Angkor Thom und einer der beliebtesten ist Ta Prohm, der Dschungeltempel. Die Beliebtheit von Ta Prohm kommt daher, dass der stark zerfallene Tempel von riesigen Würgefeigen umgeben wird, deren Wurzeln sich um den Tempel klammern. Einer der Hauptszenen des Films Tomb Raider wurde in diesem Tempel gedreht. Um mehr über diese beeindruckenden Tempelanlagen zu erfahren, habe ich mir einen ganzen Tag einen Führer genommen. Dieser konnte mir dann auch erklären, warum es so viele Tempel in der Region gibt. Die in der Zeit vom 9. bis 15. Jahrhundert lebenden Könige wurden nach damaligem Glauben nach ihrem Tode zu Göttern und in ihrem Tempel begraben. Jeder König wollte nun aber größer und bedeutender als die vorhergehenden Könige sein. Dies bedeutete, wenn der letzte König zwei Tempel gebaut hatte, so musste der nächste König zumindest drei Tempel bauen und so weiter. Somit haben die Könige sich gegenseitig zu überbieten versucht und es kam vor, dass mancher König mehr als 5 Tempel in seinem Leben erbauen ließ.
Die meisten Tempel in der Region haben hinduistischen Ursprung, so auch Angkor Wat. Erst in späterer Zeit als der Buddhismus in Kambodscha an Bedeutung gewann, wurden Tempel in buddhistischem Stil erbaut. Eine beliebte Aktivität ist auch den Sonnenaufgang hinter dem Tempel Angkor Wat zu beobachten, und die mystische Atmosphäre in dem vollkommen dunklen Tempelkomplex zu erleben. Einziger Nachteil ist, dass man hierfür bereits um 5 Uhr morgens vom Hotel aufbrechen muss. Aber gut, wenn man schon mal da ist dann muss man da halt durch. Vorteil ist aber, dass zu dieser Zeit die Temperaturen noch recht erträglich ist, denn spätestens zur Mittagszeit ist das tropisch heiße und schwüle Klima kaum zu ertragen. Den ersten Tag in Angkor war ich den ganzen Tag mit Führer und im vom Hotel angemieteten, klimatisierten Auto unterwegs. Da hat man zwischendurch immer mal wieder ein wenig Abkühlung. Den zweiten Tag habe ich mich dann von einem der zahlreichen Tuk Tuks zu zwei Tempeln etwas weiter außerhalb von Angkor befördern lassen. Das Tuk Tuk bietet zwar nicht den Komfort einer Klimaanlage, aber durch den Fahrtwind erhält man auch eine Abkühlung und der Vorteil ist, dass man die Atmosphäre von Angkor besser aufnimmt als im abgeschotteten Fahrzeug. Eine wichtige Empfehlung ist auf jeden Fall, immer viel Wasser dabei zu haben. Trotz der Temperaturen habe ich jede Minute in Angkor genossen und es zählt ganz sicher zu einer meiner besten Wochenenden in den vergangenen 20 Monaten bei Coke. Also wem immer auch sich die Gelegenheit bietet und wer sich auch über Sonne und Strand hinaus für ein wenig Kultur interessiert… nix wie hin!
































































Tja, das war meine Zeit in den Philippinen. Und obwohl es bereits mein zweiter Einsatz dort war, habe ich wieder interessante Wochenenden erlebt. Danach ging es nach mehr als 6-monatiger Abwesenheit aber doch mal wieder für ein Wochenende ab in die Heimat nach Neuss um Familie und Freunde zu sehen. Und was trifft sich da noch besser als dies gerade am Schützenfestwochenende zu tun. Nun ja, und wie so ein Schützenfestwochenende verläuft, das muss ich euch ja wohl nicht erzählen. Natürlich… mit viel Party, Bier und einem dicken Schädel am nächsten Morgen.

Viele Grüße aus dem sonnigen Rio. Ich versuche in den kommenden Tagen einen Bericht von hier nachzuschieben.

(Bilder: 1.+2. Reisterrassen von Banaue, 3.+4. Venetian Macau Hotel & Casino, 5.+6. Historische Altstadt von Macau, 7.-9. Angkor Wat Tempel, 10. Ta Prohm, 11.+12. Fahrweise in Kambodscha, 13. Eins von tausend Tuk Tuks, 14. Tankstelle á la Kambodscha - Benzin aus Flaschen)