Mittwoch, 24. Februar 2010

Savannah, Grand Canyon und Bahamas

Weitere drei Wochen sind vorüber und drei weitere herrliche Wochenenden. Nach einem verrückten Wochenende in New Orleans, habe ich mich am darauf folgenden Wochenende auf einen Roadtrip nach Savannah, in die Perle des Staates Georgia begeben. Georgia hat rein touristisch nicht wirklich viel zu bieten, aber zumindest Savannah ist definitiv einen Besuch wert. Savannah wurde bereits im 18. Jahrhundert gegründet – was für die junge amerikanische Geschichte schon fast an die Steinzeit grenzt – und gilt als eine der schönsten Städte der USA. Die Altstadt ist übersät mit endlosen historischen Kolonialbauten und zahlreichen grünen Plätzen (Squares), die der Stadt ein wundervolles Südstaatenflair verleihen, wie man es sonst nur aus ‚Vom Winde verweht’ oder ‚Fackeln im Sturm’ kennt. Das macht sich auch gerne die Filmindustrie von Hollywood zu Nutzen, die hier etliche Filme oder zumindest Filmszenen gedreht hat. Die berühmte Szene aus Forrest Gump zum Beispiel, bei der Forrest auf einer Bank sitzt und wartet, wurde in Savannah gedreht.
Allerdings ist Savannah kleiner als Neuss und daher reicht ein Tag vollkommen aus um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Und das war auch gut so, denn am Sonntag des Wochenendes stand der Superbowl auf dem Programm und dieses Event, bei dem in den ganzen Staaten der Ausnahmezustand herrscht, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Daher haben wir bereits am Sonntagmorgen wieder die 4 Stunden Rückfahrt nach Atlanta angetreten, um das Spiel bei einer kleinen Hausparty eines US-Kollegen zu verfolgen. Die Finalisten hießen Indianapolis und New Orleans, wobei Indianapolis als klarer Favorit galt. Da wir jedoch das Wochenende zuvor in New Orleans verbracht hatten und wir die Euphorie und Vorfreude dort spüren durften, waren wir klar auf der Seite der Underdogs, die zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte im Superbowl-Finale standen. Mit vielen amerikanischen Snacks wie z.B. Chicken Wings, Potato Skins und M&M’s und einigen kühlen Bier (die allerdings nicht so gut waren, wie die deutschen Exemplare), haben wir das gut 4 Stunden dauernde, spannende Spektakel verfolgt. Am Ende hieß der verdiente Sieger dann auch wirklich New Orleans, was uns natürlich gefreut hat und wir hätten uns am liebsten wieder auf die Bourbon Street in New Orleans gebeamt.

Das nächste Wochenende hieß das Ziel Grand Canyon, eine Destination, die ich schon seit langem sehen wollte. Aufgrund der Tatsache, dass der Canyon von Atlanta nicht ganz so leicht zu erreichen ist, haben wir uns den Freitag frei genommen und die erste Station zu unserem Ziel hieß Phoenix, Arizona. Phoenix ist neben Las Vegas, die einzige Option um in wenigen Stunden Autofahrt den Canyon zu erreichen. Nach einer Übernachtung in Phoenix, ging es am Freitagmorgen für unsere 6-köpfige Truppe in einem Minivan los in Richtung Grand Canyon. Auf dem Weg dorthin, haben wir jedoch zunächst noch einen mehrstündigen Stop in Sedona eingelegt, dass durchaus sehenswert ist. In einem pinken Jeep ging es durch die rauhe Landschaft von Sedona, dass für seine roten Felsformationen bekannt ist. Nachdem wir gut durchgerüttelt wurden und ein paar herrliche Panoramafotos eingefangen hatten, ging es noch schnell zu einem kurzen Barbecuelunch, bevor die Fahrt weiter in Richtung Norden ging. Am späten Nachmittag sind wir dann in Tusayan, am Rande des Grand Canyon angekommen, wo wir zunächst einmal unser Hotel bezogen haben. Für den ersten Abstecher zum Canyon war es schon zu spät, aber schließlich hatten wir ja noch den ganzen Samstag vor uns. Wir sind dann am nächsten Morgen auch schon recht früh aus den Betten, um die wenigen Kilometer an den Rande des Abgrund zu fahren. Ein Kollege meinte zu uns, vor Antritt unseres Trips, dass der Grand Canyon ja eigentlich nichts anderes als ein Loch im Boden sei. Recht hat er vielleicht, aber dafür ein wirklich gewaaaaltiges Loch. Und das haben wir dann auch aus allen möglichen Winkeln betrachtet und endlos viele Bilder geknipst. Wieder einmal konnte man sich glücklich schätzen, dass ein kluges Köpfchen Jahre zuvor die Digitalkamera erfunden hat, ansonsten hätten wir wahrscheinlich gut zwei Dutzend Filme verschossen. Der Höhepunkt des Trips war dann noch ein 40minütiger Helikopterflug über den Grand Canyon, bei dem wir in den Genuss fantastischer Perspektiven gekommen sind. Für eine Hike hinunter in den Canyon, hat unsere Zeit zwar nicht mehr gereicht, dennoch haben wir den Tag wirklich genossen. Sonntagmorgen haben wir dann auch schon wieder unsere Rückfahrt nach Phoenix angetreten, da um etwa 16 Uhr unser Flug zurück nach Atlanta ging… oder soll ich lieber sagen hätte gehen sollen. Denn kurz nachdem wir aufgebrochen sind, haben wir per Blackberry erfahren, dass unser Flug gestrichen wurde. Wir haben dann bei Delta Airlines angerufen und dort hat man uns gesagt, dass aufgrund schlechter Wetterbedingungen in Atlanta (ein Schneesturm hatte sich angekündigt) der Flug gestrichen wurde. Na toll, die einzige Möglichkeit die uns offeriert wurde, war uns auf einen späteren Flug um 0.50 Uhr umzubuchen. Aber ob der Flug operieren würde, konnte uns zu dem Zeitpunkt noch niemand sagen. Tja, da wir zu dem Zeitpunkt nichts mehr machen konnten und wir plötzlich mindestens bis zum Flug um Mitternacht Zeit hatten, haben wir noch einen weiteren Zwischenstop eingelegt. Dieser ungeplante Abstecher ging nach Jerome, einer kleinen Geisterstadt, die nur etwas mehr als 300 Einwohner hat, in ihrer Blütezeit der Gold- und Kupferminen jedoch mehr als 15.000 Einwohner. Hier kam ein wenig Goldgräberstimmung auf.
Anschließend sind wir zurück nach Phoenix gefahren, um dort unser Zeit bis zum Abflug totzuschlagen. Wir haben in der Zwischenzeit gehofft, dass auch der zweite Flug gestrichen würde und wir für die Nacht ein bequemes Quartier in Phoenix beziehen könnten, doch daraus wurde nichts. Pünktlich um 0.50 Uhr ging der Rückflug nach Atlanta, wo wir nach knapp 4 Stunden Flugzeit und 2 Stunden Zeitverschiebung kurz vor 7 Uhr am Montag gelandet sind. Es muss glaube ich nicht groß erwähnt werden, dass der Arbeitstag eher schläfrig verlief und von viel starkem Kaffee geprägt war. Ein Erlebnis zum Vergessen.

Das gerade erst zurückliegende Wochenende, bin ich mit Diego nach Nassau auf den Bahamas geflogen. Wie so viele Beach-Wochenenden nicht besonders spektakulär, aufgrund der nach wie vor kalten Temperaturen in Atlanta jedoch ideal. Bei durchschnittlich 20-25 Grad und viel Sonnenschein, lässt es sich ausgezeichnet relaxen. Wir versuchen eigentlich grundsätzlich während jedem Audit zumindest ein Wochenende am Strand einzuschieben und während dieser kalten Wintertage, kam der Trip auf die Bahamas genau richtig. Der Sand ist weiß, das Meer kristallklar und die Rum-Cocktails stark aber fein. Das war genau das Richtige bevor es am kommenden Wochenende nach Chicago geht, wo die Temperaturen sich wohl eher im Minusbereich aufhalten werden. Mal schauen, ob das eine gute Entscheidung war, gen Norden zu fliegen.

Soviel von den vergangenen Wochenenden. Und wie es nach meinem Projekt in Atlanta weitergeht, kann ich inzwischen auch berichten. Zunächst einmal mit viel Fliegerei, denn das erste Ziel lautet Tokyo, wo ich ein Training für eine Gruppe des lokalen Financeteam abhalten muss. Dies dauert jedoch nur eine Woche, bevor ich erneut für einen langen Flug in die Maschine steige, die mich für die weiteren 7 Wochen in meinen nächsten Einsatzort befördert, welcher Südafrika heißt. Leider ist es nicht Kapstadt, sondern Johannesburg und leider beginnt das Audit etwa zwei Monate zu früh, denn die Fußballweltmeisterschaft startet erst im Juni, aber erfreut über den Einsatz im südlichsten Teil Afrikas bin ich dennoch.
Und da unser Department in diesem Jahr einen neuen Ansatz verfolgt, bei dem die Planung der einzelnen Audits bereits früher erfolgen soll als noch im vergangenem Jahr, wurden bereits die Teamleads der darauf folgenden Projekte festgelegt. Da ich als einer dieser Teamleads bestimmt wurde, steht seit wenigen Tagen auch mein Einsatzort für weitere 8 Wochen ab Mai fest. Es geht ins Land der Pharaonen, Pyramiden und Götter, nach Ägypten. Somit ist zumindest für weitere 4 Monate mein Aufenthaltsort bestimmt.

(Bilder: 1. Mein Bed & Breakfast in Savannah, 2. Sedona Red Rock Park, 3. Pink Jeep Tours, 4. Grand Canyon I, 5. Grand Canyon II)

Donnerstag, 4. Februar 2010

Karneval in New Orleans

Das neue Arbeitsjahr ist inzwischen schon wieder voll im Gange und drei Wochen in Atlanta sind bereits vorbei. Wie zuvor wurde auch dieses Jahr wieder unsere Konferenz an den Anfang des Jahres gestellt. Das hieß wieder 2 Wochen lang viele, viele Vorträge aufnehmen, unter anderem auch zum ersten Mal von unserem Vorstandsvorsitzenden, der übrigens interessanterweise nicht Amerikaner ist, sondern aus der Türkei stammt. Am Abend wurde die Veranstaltung dann vom Conference room an die Bar verlagert und es sind einige Tropfen Gerstensaft und andere Köstlichkeiten die Kehle herunter gelaufen. Das Wetter war während der Konferenz eher bescheiden, aber beim Blick ins Internet aufs heimische Wetter mit Kälte und Schnee, will ich mich mal nicht beklagen.

Auch diese 2 Wochen gingen wieder zügig vorüber und ich befinde mich seit einer Woche in meinem Projekt in Atlanta. Mit mir arbeiten ca. 10 weitere Kollegen auf verschiedenen Projekten in Atlanta. Und obwohl viele nicht so begeistert davon sind in Atlanta zu verweilen, sehe ich es positiv. Denn schließlich gibt es auch in den USA noch das ein oder andere interessante Ziel, das es zu bereisen gibt. Und für das erste Wochenende ist die Wahl auf New Orleans gefallen. Zusammen mit 4 weiteren Kollegen und einer Ehefrau haben wir uns in das nur etwas mehr als eine Flugstunde entfernte Zentrum des Jazz gemacht. Allerdings haben wir von Jazz nicht viel wahrgenommen, dafür aber umso mehr Party erlebt, denn New Orleans gilt als absolute Partyhochburg. New Orleans ist vermutlich die einzige Stadt in den USA, in der es erlaubt ist auf offener Strasse Alkohol zu konsumieren, wenn auch nur aus Plastikbechern. Und aus diesem Grund scheint jeder Ami diesen Vorteil ausnutzen zu wollen. Für jemanden aus Deutschland nichts besonderes, aber für die Amis ganz sicher und so sieht man überall Leute bereits aus dem Hotel kommend mit einem Getränk in der Hand die Strasse betreten. Der Höhepunkt ist auf der Bourbon Street, auf der eine Bar neben der Anderen liegt (ähnlich also wie in der Düsseldorfer Altstadt) und wo Party bis morgens früh gefeiert wird. Da wollten wir uns natürlich nicht lumpen lassen und haben kräftig mitgemacht. Die ganze Atmosphäre wurde zudem noch dadurch angeheizt, dass sich New Orleans zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte für den Superbowl am kommenden Wochenende qualifiziert hat. Und dann war da noch am letzten Wochenende der Beginn von Mardi Gras, dem Karneval in New Orleans und ich konnte zum ersten Mal eine etwas andere Karnevals-Parade sehen. Die erste Parade war zwar noch relativ klein, da die Hauptparade erst in etwa zwei Wochen an Fat Tuesday (unser Veilchendienstag) ist, aber trotzdem mal ganz interessant. Wir hatten zudem noch das Glück, das eine unserer amerikanischen Kolleginnen auf einem Balkon jemanden entdeckt hat, den sie kannte und so wurden wir kurzerhand eingeladen uns das Spektakel von oben anzuschauen. Tja, Glück muss man haben.
Eine weitere Besonderheit von Mardi Gras in New Orleans ist, dass die Männer bunte Halsketten, so genannte Beats an die Mädels verteilen, wenn die als Gegenleistung zeigen was sich unter ihrer Bluse versteckt. Und so wird aus den sonst so prüden Amerikanern, nach ein paar Drinks eine ungezähmte Horde. Das Ziel der Mädels an Mardi Gras ist es so viele Ketten wie möglich zu ergattern. Ziemlich dumm, aber dennoch witzig.
Aber das Wochenende bestand natürlich nicht nur aus Party. New Orleans verfügt zudem auch über das French Quarter, in dem endlose alte Kolonialgebäude stehen und des Weiteren über herrliche Villen im Garden District, die wir uns angeschaut haben. Man will ja schließlich auch was von der Stadt gesehen haben und nicht nur das Innere zahlreicher Bars. Aufgrund der für New Orleans jedoch ungewöhnlich eisigen Temperaturen, haben wir die größte Zeit dann doch im Warmen verbracht, auf der Bourbon Street. :-)
(Bilder: 1. French Quarter, 2. Villa im Garden District, 3. Erste Mardi Gras Parade, 4. Partycrew auf der Bourbon Street)

Samstag, 9. Januar 2010

Ein neues Jahr der Abenteuer beginnt

An alle die ich dieses Jahr noch nicht gesehen oder gesprochen habe, zunächst einmal ein frohes neues Jahr und viel Erfolg bei den guten Vorsätzen.

Meine drei Wochen Homeleave sind auch schon wieder vorbei und der letzte Tag in Cancun, wo ich die letzte Woche verbracht habe, ist angebrochen. Die drei Wochen waren primär von ausgiebigem Faulenzen geprägt und der ein oder anderen Partynacht. Nach 2 Wochen zu Hause und einer feucht-fröhlichen Neujahrsnacht bei Kerstin und Carsten, ging es kurz darauf aber auch schon wieder ab über den großen Teich, nach Cancun. Denn bevor es wieder nach Atlanta geht, wollte ich mir noch ein paar Tage Erholung bei Sonne, Strand und Meer gönnen. Und bei den winterlich eisigen Temperaturen mit Schnee, die in Neuss und ganz Deutschland bei meiner Abreise vorherrschten, fiel mir der Abschied auch nicht allzu schwer. Einmal ab in den Flieger bei -3 Grad und nach 11 ½ Stunden Flug wieder raus aus der Maschine bei angenehmen 20 Grad… plus versteht sich. Und obwohl das Wetter hier die ganze Woche nicht perfekt war, mit immer wieder mal leichter bis starker Bewölkung, habe ich die Sonne ausreichend zu Gesicht bekommen. Während der gesamten Woche hat sich mir mein Kollege Nacho angeschlossen, der aus Mexico City stammt und für den der Trip nur ein Katzensprung ist. Neben entspanntem Sonnen am Strand, haben wir aber auch noch 2 Tage Kultur eingeschoben, indem wir uns die Mayastätten von Tulum und Chichen Itza angeschaut haben. Nur jeweils etwa 1 ½ bis 2 Autostunden von Cancun entfernt liegen diese durchaus sehenswerten Orte, die zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Mayas stammen. Für Nacho war der Trip leider nicht ganz so umwerfend, denn am Abend zuvor hat er eine wohl verdorbene Pizza zu sich genommen, die am nächsten Tag dazu geführt hat, dass er sich den ganzen Tag übergeben musste. Da hieß es dann am nächsten Tag während der Autofahrt das ein oder andere Mal „Fahr mal schnell rechts ran“. Tulum, wo wir zunächst Stop gemacht haben, war damit eher eine Qual für ihn, aber am nächsten Tag in Chichen Itza, der wichtigsten Sehenswürdigkeit ging es ihm schon wieder wesentlich besser. Witzig war auf jeden Fall die Tatsache, dass wir das ganze Jahr über in der ganzen Welt unterwegs sind, die für uns fremdesten Gerichte essen und dann gerade in seinem Heimatland fängt er sich einen Magen-Virus ein. Zurück von diesem Kurztrip, hatten wir dann noch zwei herrlich entspannte Strandtage und heute an unserem letzten Tag, regnet es leider zum ersten Mal in dieser Woche. Tja, da bleibt einem nichts anderes übrig als im Bett zu bleiben, nen Film zu schauen und endlich mal wieder an meinem Bericht zu schreiben. Morgen geht es dann wieder nach Atlanta, wo zum dritten Mal für mich die alljährige Konferenz unseres Departments ansteht. Dies ist der Beginn meines dritten Jahres bei Coke, mit hoffentlich wieder vielen spannenden Ländern und Erlebnissen.


(Bilder: 1. Sylvesterparty 2009/2010, 2. Kukulcán Pyramide in Chichen Itza, 3. Hotel in Cancun bei Sonnenuntergang)

Montag, 7. Dezember 2009

Back in Europe

Tja, die Faulheit hat doch wieder einmal gesiegt und es gilt nun 4 Wochen aufzuholen. Das interessante an Bruessel ist, dass ich nicht so wie sonst 7 oder 8 Wochen in Bruessel verweile, sondern als Teils des Projektes war es notwendig, dass ich zu drei weiteren europaeische Niederlassungen musste, um mir dort gewisse Prozesse anzuschauen. Und so hatte ich das Vergnuegen bereits nach einer Woche Bruessel wieder zu verlassen, um nach London, Berlin und Madrid aufzubrechen. London in der Vorweihnachtszeit ist natuerlich auch nicht schlecht, jedoch hat leider mal wieder das typisch britische Wetter, mit viel Regen vorgeherrscht. Dazu kam noch, dass ich nach der langen Zeit in warmen Gefilden (Griechenland, Kenya, Philippinen und Brasilien) die europaeische Kaelte im November nicht mehr gewohnt war und mir doch gleich mal eine Erkaeltung eingefangen habe. Nein, nein... keine Schweinegrippe wie jetzt mach einer vermuten mag. Lediglich eine Erkaeltung mit Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Aber das, vereint mit dem nass-trueben Wetter in London, hat mir dann doch ein wenig die Laune vermiest, abends nach der Arbeit noch durch London zu ziehen. Ein wenig habe ich mich aber doch aus dem Hotel getraut, um wenigstens nochmals solche Highlights wie z.B. Big Ben, St. Pauls Cathedral, Picadilly Circus und weitere zu sehen. Und auch die schon weihnachtlich beleuchteten Strassen, haben zu einem kleinen Schaufensterbummel eingeladen. Gekauft habe ich jedoch nichts, damit warte ich dann noch bis Januar, wenn ich wieder in Atlanta bin, denn dort macht das shoppen aufgrund des schwachen Dollarkurses doch viel mehr Spass. An dem auf London folgenden Wochenende habe ich einen Tag dazu genutzt, um das nicht weit entfernte Stonehenge zu besichtigen. Gerade mal etwas mehr als eine Autostunde von London entfernt, locken die mysterioesen Steinringe, von denen keiner so ganz weiss wie sie dort hingekommen sind und welchen Zweck sie zur damaligen Zeit erfuellen sollten, viele Touristen an. Ein Tagestrip reicht aber auch vollkommen aus, denn erst einmal angekommen, geht man kurz fuer 15-20 Minuten um die Steinringe herum, hoert sich die Kommentare des kostenlosen Audioguides an und dann kann man im Grunde auch schon wieder die Rueckfahrt antreten. Ganz interessant, aber jetzt auch nicht wirklich sooo spektakulaer. Da ich noch genuegend Zeit hatte, bis ich am Flughafen von Heathrow sein musste, habe ich auf dem Rueckweg noch ausserplanmaessig einen Zwischenstop am Schloss Windsor gemacht, welches jedem Adelkenner bekannt sein sollte. Mir ist es zwar nicht so ganz gelaeufig, wer da jetzt gelegentlich residiert; die Queen, Prinz Charles oder wer auch immer... aber sehenswert war es trotzdem mal. Besser als 2 Stunden unnoetig am Flughafen herumzusitzen :-).
Nach London ging es dann erst einmal wieder fuer ne Woche zurueck nach Bruessel. Von der Woche in Bruessel gibt es jetzt nicht wirklich viel spannendes zu berichten, aber eine kleine Geschichte moechte ich hier doch kurz anbringen. Fuer einige Mannschaften, die sich in der WM-Qualifikation nicht allzu sehr mit Ruhm bekleckert haben, gab es bekanntermassen ueber die Platzierung als Gruppenzweiter, noch die Moeglichkeit sich per Relegationsspiel fuer die WM zu qualifizieren. Und da Teil unseres Teams in Bruessel, Hazel aus Dublin ist, haben wir uns an dem Abend in ein bekanntes Irish Pub gemacht, um mit vielen Fussballverrueckten das Spiel Frankreich gegen Irland anzuschauen. Wie das Spiel nach 120 Minuten und etlichen Bier im Pub ausgegangen ist, muss ich ja wohl keinem erzaehlen, denn so ein Spiel gegen Irland gewinnt Frankreich doch mit links, oder solch ich besser sagen mit der linken Hand. Die Stimmung war danach bei den Iren natuerlich ein wenig bedrueckt und so haben wir den Pub dann auch zuegig verlassen. Der eigentliche Hoehepunkt kam dann jedoch auf der Strasse. Bruessel, dass als EU-Hauptstadt doch sehr multikulturell ist, hat interessanterweise auch eine sehr hohe Anzahl algerischer Mitbuerger. Und die haben an dem Abend ebenfalls per Relegation gegen Aegypten die WM-Qualifikation geschafft und gleich einmal ganz Bruessel mit Hupkonzert und lautem Gesang aufgemischt. Das sah dann ungefaehr so aus, wie wenn die Tuerkei in Deutschland die WM gewonnen haette. Da haben wir dann kurzerhand noch ein letztes Bierchen auf der Strasse zu uns genommen, um das Spektakel zu verfolgen. Danach ging es dann aber wieder ab ins Hotel, denn schliesslich stand am naechsten Tag die Arbeit wieder an.
Um bei einem 7woechigen Audit in Bruessel wenigstens ein wenig von Belgien zu sehen, habe ich das Wochenende danach in Bruegge verbracht, was wohl als das beliebteste Ziel Belgiens gilt. Und siehe da, ich war positiv ueberrascht. Obwohl nicht besonders gross, versprueht die Stadt, mit ihren zahlreichen historischen Gebaeuden, Kirchen, schmalen Gassen und Kanaelen unheimlich viel Charme und ich habe den kurzen Trip von Bruessel nicht bereut. Sonntags mittags ging es dann aber schon weiter nach Berlin, wo ich die kommende Woche verbracht habe. In Berlin, war ich in den vergangenen zwei Jahren bei Coke nun doch schon so einige Male und so war der Reiz durch die Stadt zu ziehen, nicht mehr ganz so gross. Dies wurde auch dadurch beguenstigt, dass das Wetter im November nicht gerade zu abendlichen Stadterkundungen beitraegt. Aber zumindest den ein oder anderen Weihnachtsmarkt, die puenktlich zu meinem Eintreffen in Berlin ihre Pforten geoeffnet hatten, habe ich besucht und meinen ersten Gluehwein sowie meine ersten heissen Maronen in diesem Jahr getrunken bzw. gegessen. Freitag Nachmittag habe ich Berlin dann auch schon wieder verlassen und mich in den Flieger in Richtung Madrid gesetzt.
Madrid war jetzt Neuland fuer mich, denn dort war ich im Gegensatz zu London und Berlin zuvor noch nicht. Der Samstag wurde daher dazu genutzt, die Sehenswuerdigkeiten Madrids per Fuss zu erkunden. Daher hatte ich am Abend auch ganz schoen platte Fuesse, aber dennoch musste ich abends noch raus um das Nightlife in Madrid in Angriff zu nehmen. Denn Diego, einer meiner besten Kollegen bei Coke, kommt aus Madrid und hat mir sozusagen befohlen in Madrid auszugehen. Und da er derzeit bei einem Audit in China ist und mir nicht persoenlich die besten Bars und Clubs nahebringen konnte, hat er es sich nicht nehmen lassen, kurzerhand zwei seiner Freunde zu kontaktieren und zu beauftragen mich in ihre Obhut zu nehmen. Und so habe ich mich dann also um 20Uhr, mit zwei mir zuvor vollkommen fremden Spaniern getroffen, um mich ins Madrider Nachtleben zu stuerzen. Nach und nach sind dann noch mehr Freunde hinzugestossen und wir haben den Abend mit viel Tapas und Cerveza bis 5 Uhr in der Frueh durchgefeiert. Neben Bier sind aber auch ein paar Longdrinks und spanische Liqueurs eingeworen worden, die am Sonntag dann leider fuer einen leichten Kater gesorgt haben und meine weiteren Erkundungen Madrids gestoppt haben.Tja und nun ist auch die Arbeitswoche in Madrid bereits wieder vorbei, ich befinde mich in meinem Wochenende in Granada und in etwas mehr als zwei Wochen steht Weihnachten schon wieder vor der Tuer. Die Zeit ist wieder einmal wie im Flug vergangen, die kommenden zwei Arbeitswochen schaffe ich auch noch mit links und dann freue ich mich erst einmal auf drei Wochen Urlaub alias Homeleave.

(Bilder: 1. London, 2. Stonehenge, 3. Windsor Castle, 4. Bruegge, 5. Bruegge, 6. Madrid)

Donnerstag, 12. November 2009

Peru

Zum ersten Mal in zwei Jahren bei Coca-Cola habe ich mir mal ne ganze Woche Urlaub gegoennt. Ich komme zwar das ganze Jahr in der ganzen Welt herum, aber immer nur fuer 2 Tage an den Wochenenden. Da bleibt einem nicht gerade viel Zeit ein Ziel zu geniessen. Daher habe ich es sehr genossen mal wieder ne ganze Woche Zeit zu haben. Da ich nun einmal in Suedamerika war und man ja nie weiss, wann sich die Moeglichkeit nochmals bietet, habe ich beschlossen die Woche in Suedamerika zu verbringen und zwar in Peru. Eine Woche ist fuer ein Land wie Peru, dass so reich an kulturellen und archaeologischen Highlights ist zwar viel zu wenig, aber fuer mich war eine Woche ausreichend. Schliesslich bin ich ja auch alleine unterwegs gewesen und da macht es nicht ganz so viel Spass wie an den Wochenenden mit den Kollegen.
Angekommen in Lima, der Startpunkt fuer alle Perureisen war ich allerdings ziemlich muede. Ich konnte naemlich die Nacht zuvor nicht wirklich schlafen. Mein Flug von Rio nach Lima ging erst Samstag morgen gegen 7Uhr, da dies der einzige Nonstop Flug ist und das Hotel in Rio konnte meinen Aufenthalt nicht von Freitag auf Samstag verlaengern, da es vollkommen ausgebucht war. Notloesung waere zwar gewesen fuer eine Nacht in ein anderes Hotel umzuziehen, da ich aber sowieso gegen 4 Uhr zum Flughafen aufbrechen musste, habe ich mich dafuer entschieden die Nacht in der Lobby zu verbringen. Da war zwar an Schlafen nicht zu denken, aber ich hatte ja noch einen fuenfstuendigen Flug nach Lima vor mir. Und wenigstens dort habe ich 3-4 Stunden Schlaf bekomme. Jetzt koennte man meinen, dass ich ja anschliessend in Lima im Hotel den Schlaf nachholen kann, aber dafuer war auch keine Zeit. Denn am Sonntag morgen ging es schon weiter nach Cusco, die touristisch beliebteste Region Perus. Zuvor wollte ich aber noch etwas von Lima sehen, und da mir nur etwas mehr als ein halber Tag zur Verfuegung stand, habe mich einer gefuehrten Bustour angeschlossen, wovon ich normalerweise nicht der Fan bin. Aber das war aufgrund der knappen Zeit, vermutlich die beste Alternative. Zurueck im Hotel so gegen 6 Uhr war ich dann aber doch ziemlich erschlagen und bin glaube ich schon gegen 20 Uhr ins Bett gefallen.
Am naechsten Morgen ging dann der Flug nach Cusco und bei der Landung wird dem Piloten ganzes Koennen abverlangt. Denn das auf 3400m gelegene Cusco ist umringt von den Bergen der Anden und beim Anflug auf den kleinen Flughafen muss der Pilot eine scharfe Kurve nehmen und Sekunden spaete setzt der Flieger auch schon auf. Aber auch diesen Flug, der uebrigens mein ungefaehr 150igster in den 2 Jahren war, habe ich wieder heil ueberstanden. Cusco das einmal das Zentrum des Inkareiches war, hat jede Menge historische Staetten zu bieten und ist Ausgangspunkt fuer Touren zum Highlight Perus, Machu Picchu. Daher bot es sich an hier ein paar mehr Tage zu verbringen und so bin ich dort 3 Tage verblieben. Den Sonntag, nach Ankunft in Cusco habe ich dazu genutzt mir die historische Altsatdt von Cusco anzuschauen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zaehlt. Am naechsten Tag habe ich mir noch ein paar archaeologische Staetten um Cusco herum angeschaut, obwohl es an dem Tag eigentlich bereits zur alten Inkastadt Machu Picchu gehen sollte. Da wurde ich dann aber dafuer abgestraft, dass ich dies nicht zuvor organisiert hatte. Die Anfahrt nach Machu Picchu gestaltet sich naemlich etwas schwieriger. Von Cusco muss man zunaechst in das 70km entfernte Ollantaytambo, von wo ein Zug seine 1,5 stuendige Fahrt in das am Fusse von Machu Picchu gelegene Aguas Caliente aufnimmt. Vondort sind es nur noch 10 Minuten in einem Bus, der sich die Serpentinen in das hoch auf einem Berg gelegene Machu Picchu hinaufschlaengelt. Dumm ist nur, dass die Zugtickets limitiert sind und der Ansturm auf diese relativ hoch ist. Fuer Montag waren aber zu diesem Zeitpunkt schon keine Tickets mehr zu haben. Da blieb mir also nur noch der Dienstag, dummerweise war aber auch der Verkaufsschalter fuer Tickets am Bahnhof den Sonntag bereits geschlossen. Mein Hotel hat mir daher empfohlen, gleich Montag morgen dort vorbeizuschauen um nach Tickets zu fragen. Bei meiner Tour durch Cusco bin ich dann aber bei einer kleinen Travel Agency vorbeigekommen, die Touren zu Machu Picchu und sonstiges anbietet. Fragen kostet ja nichts und tatsaechlich, man konnte mir dort noch Zugtickets fuer Dienstag offerieren. Aber auch hier war ich schon ein wenig spaet, denn die besten Zeiten fuer den Zug der ca. 4 oder 5 mal am Tag aufbricht, waren schon vergeben. Verfuegbar waren lediglich Tickets fuer 5.07 Uhr oder 14 Uhr irgendwas. Und da 14 Uhr bei noch bevorstehenden 1.5 Stunden Zugfahrt etwas spaet ist um Machu Picchu ausgiebig zu besichtigen, musste ich wohl notgedrungen die Tickets um 5.07Uhr nehmen. Das bedeutete allerdings bereits kurz nach 3 Uhr vom Hotel aufzubrechen, denn die Taxifahrt nach Ollantaytambo dauert auch noch mal 90 Minuten. Was man macht nicht alles dafuer die Welt zu sehen :-). All die Strapazen haben sich aber auf jeden Fall gelohnt, denn Machu Picchu ist definitiv einer der genialsten Orte, die ich je gesehen habe. Ich dachte ja bereits im August als ich nach Angkor Wat gereist bin, dass dies fantastisch ist, aber Machu Picchu hat dem Ganzen noch mal ne Schippe draufgelegt. Die Atmosphaere dieser alten Inkaruinenstadt, die noch wirklich recht gut erhalten ist, ist wirklich genial. Am Morgen wenn die Stadt noch von dichten Wolken umgeben ist und kaum ihr herrliches Antglitz offenbart, wirkt sie ein wenig mysterioes, doch wenn dann am Mittag die Sonne heraus kommt und die Wolken sich verziehen, dann sieht es einfach nur noch umwerfend aus. Ich war bereits gegen 7.30 Uhr oben und da mein Zug zurueck erst gegen 14.30 Uhr ging hatte ich ausgiebig Zeit die Atmosphaere zu geniessen und die Stadt aus allen Perspektiven zu betrachten. Und einen Vorteil hatte die fruehe Anreise auf jeden Fall... denn um 8 Uhr morgens bleiben die Besuchermassen noch aus, der grosse Ansturm erfolgt erst spaeter. Dieser Tag war sicherlich der aufregendste der ganzen Woche, aber Machu Picchu ist halt eben auch nicht umsonst der Anziehungspunkt des Landes.
Am Mittwoch ging es zu meinem letzten Ziel der Woche zum Titicacasee. Einfachste Moeglichkeit waere ein kurzer Flug von Cusco, da dieser allerdings etwa 250USD kosten sollte, habe ich mich fuer eine andere Alternative entschlossen. Denn fuer die Strecke Cusco-Puno (Hauptort am Titicacasee) werden interessante touristische Busfahrten angeboten, die zwischendurch Stops an verschiedenen Sightseeingspots machen und auch noch ein Mittagessen beinhalten. Und das fuer unschlagbare guenstige 35USD. Man muss dazu sagen, dass die Strecke 380km betraegt und mit den ganzen Stops ca. 10 Stunden dauert. Unsere Fahrt, die um 7.30 Uhr morgens begann hat allerdings 11.5 Stunden gedauert, denn wir hatten das Glueck den Bus zu erwischen, der unterwegs eine Panne hat. Ich dachte schon das sieht nicht gut aus, als der Busfahrer ploetzlich mitten in der Andenpraerie Stop machte, kurz seinen Bus inspizierte und dann mit schwarzen Fingern und in spanisch fluchend zurueckkam. Nach mehrmaligen Versuchen war dann auch wirklich nichts zu machen und der Busfahrer liess sich von einem vorbeifahrenden Fahrzeug in den naechstgelegen Ort mitnehmen, um ein Ersatzteil zu besorgen. Gluecklicherweise hatte ich ein spannendes Buch dabei, dass ich waehrend der Wartezeit ausgelesen habe. Nach knapp 1.5 Stunden kam er dann auch schliesslich wieder zurueck und der Busfahrer, der in Peru wohl gleichzeitig auch Kfz-Mechaniker sein muss, brachte den Bus in wenigen Minuten wieder ins rollen. Am Titicacasee angekommen war es dann natuerlich schon dunkel, aber die Tour auf dem See stand ja eh erst fuer den naechsten Tag auf dem Programm.
Ja wie gesagt, am naechsten Tag ging es raus auf den Titicacasee. Der Titicacasee, der der groesste See Suedamerikas ist, ist auch gleichzeitig auf 3800m der weltweit hoechstgelegene See seiner Groessenordnung, wenn mal von ein paar sehr kleinen Seen absieht die noch hoeher liegen. Und wie gross der See ist, habe ich dann auch auf der Bootstour erlebt, denn bis zu einer Insel die nicht einmal in der Mitte des Sees liegt haben wir 2.5 Stunden benoetigt. Um sich die Groessenordnung mal ungefaehr vorstellen zu konnen, hier mal ein paar Daten: Er ist an die 200km lang und 65 km breit, womit er ungefaehr 15mal so gross ist wie der Bodensee. Also wirklich gewaltig. Interessantester Teil der Tour waren kuenstliche angelegte Inseln im See, auf denen der Stamm der Uros ein nachwievor sehr traditionelles Leben fuehren. Die Uros bauen sich diese schwimmenden Inseln aus Schilfplatten und auch ihre Boote und Huetten sind komplett aus Schilf gebaut. Und so leben sie nun dort abgeschieden von der Menschheit und ernaehren sich hauptsaechlich von Fisch, den sie aus dem See bekommen und Gemuese das sie anbauen. Elektrizitaet und fliessend Wasser gibt es selbstverstaendlich auch nicht (sind ja schliesslich schwimmende Inseln), aber durch den Tourismus, den sie mittlerweile als zusaetzliche Einnahmequelle erkannt haben, koennen sich einige Familien inzwischen ein paar Solarpanel leisten, die sie mit dem noetigen Strom versorgen. Dies war auf jeden Fall auch eine sehr interessante Erfahrung, die Leb ensweise dieser Menschen zu erleben, die auch noch ihre eigene Sprache Aymara sprechen und nicht wie in Peru ueblich spanisch.
Ja, das war der letzte Teil meiner Perureise. Sicherlich haette es noch die ein oder andere Ecke gegeben, die ich mir gerne zusaetzlich angeschaut haette, aber alles in allem war dies doch eine sehr schoene und erlebnsireiche Woche. Tja und inzwischen ist dies schon wieder ueber eine Woche her und ich bin wieder im winterlichen und nasskalten Europa angekommen, in meinem naechsten Einsatzort Bruessel. Diese Gelgenheit habe ich natuerlich auch genutzt, um am ersten Wochenende mal wieder in die Heimat nach Neuss zu fahren, um Familie und Freunde zu sehen. Und natuerlich auch um die Winterklamotten wieder einzupacken. Die hatte ich naemlich bis auf einen Pullover fuer Brasilien bewusst zu Hause gelassen. Schoen nach der ersten Woche in Bruessel wieder eine waermende Jacke dabei zu haben :-).

(Bilder: 1. Lima - Plaza Mayor, 2. Cusco von oben, 3. Cusco - Plaza de Armas, 4. Machu Picchu am morgen, 5. Machu Picchu II, 6. Traditionelle Peruanerin mit Haustier, 7. Titicacasee - Urosinseln, 8. Titicacasee - Panorama)