Ich sitze momentan im Hotelzimmer in Buenos Aires und wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich einen nassen und kalten Tag im argentinischen Winter. Was bietet sich da besser an, als über die 2 Monate meines letzten Audits in Ägypten zu schreiben.
Ganz im Gegensatz zu dem stürmischen Wetter hier in Argentinien, hatten wir in Kairo 8 Wochen lang keinen Tropfen Regen. Begleitet wurde dieses Wetter von konstant heißen Temperaturen, mit Maximalwerten bis zu 48 Grad Celsius. Da war man zeitweise froh wenn man den Tag im klimatisierten Office verbringen konnte. Trotz dieser verrückten Temperaturen, habe ich die Zeit in Ägypten sehr genossen und wir hatten wirklich sehr gute und unterschiedliche Wochenenden.
Da wir ein Wochenende in Kairo verbringen wollten, bot sich direkt das Erste dafür an. Die Planung der Ziele, Flüge und Hotels war noch nicht so sehr fortgeschritten und Kairo selbst hat ja reichlich für ein Wochenende z
u bieten. Die meisten der Kollegen hatten die Pyramiden von Gizeh noch nicht gesehen und so war dies natürlich das erste Ziel für sie an diesem Wochenende. Da ich dies bereits zuvor an einem meiner Wochenenden eingebaut hatte, habe ich es vorgezogen den Morgen entspannt am Hotelpool zu verbringen. Am frühen Nachmittag bin ich dann zum Rest der Truppe gestoßen. Als nächstes stand der Bazaar Khan El Khalili auf dem Programm, wo man durch die engen Gassen spazieren kann und umgeben ist von orientalischen Tönen, Düften und Souvenirs. Der Großteil der dort zu erwerbenden Dinge ist zwar ziemlicher Kitsch, aber der e
in oder andere Laden besitzt doch ganz nette Souvenirs, wie z.B. traditionelle Lampen. Dies war im Grunde auch schon das ganze Programm an dem Tag. Am nächsten Tag ging es dann noch zu den Pyramiden von Sakkara, die sogar noch älter sind als die Pyramiden von Gizeh. Sie sind jedoch wesentlich kleiner und daher nicht der Anziehungspunkt wie Gizeh. Von dort weiter in eine der vielen sehenswerten M
oscheen, den christlich orthodoxen Teil Kairos und zur Citadel, von wo man einen herrlichen Blick über Kairo genießt und wo eine der bedeutendsten Moscheen Kairos steht.
Am zweiten Wochenende haben wir einen Trip in die Wüste unternommen, der nicht unbedingt zum Standardprogramm jeder Ägyptenreise zählt. Über die Bahariya Oase
ging es weiter in die Weiße Wüste. Die Wüste hat ihren Namen aufgrund des dort vorherrschenden weißen Kalksteins. Dort in dieser kargen Landschaft, mit ihren bizarren weißen Felsformationen, haben wir eine Nacht unter freiem Himmel übernachtet. Die Kulisse ist einfach unglaublich beeindruckend und erinnert eher an den Mond. Man hört
wirklich keinen Ton und auch andere Menschen sind weit und breit nicht zu sehen. Allerdings sollte man diesen Trip nicht alleine unternehmen, da man sich schnell verirrt und daher haben auch wir auf erfahrene Führer zurückgegriffen. Geschlafen haben wir tatsächlich unter freiem Himmel, denn nicht einmal Zelte hatten wir. Lediglich eine Matte und ein Schlafsack für jeden mussten reichen. Als die Sonne dann untergegangen war, wurde es auch recht kühl, wir haben ein Lagerfeuer gemacht und einer unserer Führer hat uns ein schmackhaftes Abendessen mit Hühnchen, Rei
s und Gemüse zubereitet. Wir haben dann auch recht schnell Besuch bekommen, von zwei Wüstenfüchsen, die hungrig um unser provisorisches Lager gelaufen sind und auch die ganze Nacht dicht an uns herangekommen sind. Gefressen wurden wir von den putzigen Kameraden aber nicht.
Weiter ging es am dritten Wochenende mit einem der bedeutendsten Tempel Ägypten, Abu Simbel. Ziel hierfür war zunächst einmal Assuan, im südlichsten Teil Ägyptens wo
wir übernachtet haben. Am nächsten Morgen, oder sollte ich besser Nacht sagen, ging es dann auf die dreistündige Fahrt nach Abu Simbel. Unser Minibus startete um 4 Uhr morgens und aufgrund der Sicherheitslage in diesem Teil des Landes fuhren alle Busse zusammen in einem Konvoi. Sich um diese Uhrzeit für drei Stunden in einen Bus zu setzen, kostet zwar ein wenig Überwindung, aber der Anblick des prächtigen Tempel Ramses II. war dies wert.
Am nächsten Tag stand d
ann eine Bootsfahrt auf dem Nil an, in einem der klassischen ägyptischen Segelboote, Felucca genannt. Im Internet sind wir glücklicherweise auf ein umwerfendes schönes Boot getroffen, das man ganz für sich alleine für einen Tag mieten konnte. Die ‚Glory of Nubia’. Das Boot war in einem wunderbar traditionellen Stil gehalten und da unsere Gruppe nur aus 7 Personen bestand, war das Boot mit komfortablen Matten ausgelegt, auf denen es sich wunderbar entspannen ließ. Der Anbieter dieses Bootes hatte verschiedene Touren im Angebot und wir haben uns für die nubische Tour entschieden, die den
Besuch eines nubischen Dorfes beinhaltete, den Besuch des nubischen Museums und ein nubisches Mittagessen an Bord. Und wie sollte es in Ägypten anders sein, war natürlich auch noch ein Kamelritt zum Dorf inbegriffen. Der Tag war herrlich relaxt und hat seinen Ausklang bei einem kühlen Bier am Pool des Hotels gefunden.
Da Diegos und mein Touristenvisum mit dem wir ins Land eingereist sind nur für 30 Tage gültig war, haben wir nach 4 Wochen das Land für zwei Tage verlassen. Das Ziel unseres Wochenendes hieß Damaskus in Syrien. Beim Nam
en Syrien, mag jetzt manch einer denken, oh mein Gott, ist das denn sicher. Ich kann aber jeden beruhigen, denn zumindest der Teil des Landes den wir bereist haben, ist absolut sicher und hat nichts mit den Entführungsnachrichten zu tun, wie man sie aus Afghanistan, Jemen oder dem Somalia kennt. Und ich habe die Entscheidung nach Damaskus zu fliegen auch keine Minute bereut. Damaskus mit seiner wunderschönen Altstadt und der beeindruckend schönen Umayyaden-Moschee die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen, ist unheimlich interessan
t und versprüht den wahren Charme des Orients, wie ich ihn in der Megastadt Kairo mit seinen nahezu 20 Millionen Einwohner und dem damit einhergehenden Chaos eher vermisst habe. Auch das Schlendern durch einen der vielen Bazaare, war eine ganz andere Erfahrung, denn man wird nicht wie in Ägypten, alle 2 Meter von einem der aufdringlichen Shopverkäufern belästigt und kann in Ruhe das traditionelle Gut, das zum Verkauf angeboten wird, betrachten. Anders als in Ägypten wo man auf Schritt und Tritt auf Touristen trifft, ist man in Syrien noch eher eine Minderheit. Neben Damascus, haben wir auch noch einen Trip in das 3 Stunden entfernte Palmyra gemacht. Palmyra ist eine Ruinenstadt mit Amphitheater, Tempelanlagen und Strassen, die eine der Hauptattraktionen des Landes ist. Lei
der hat die Sonne an diesem Tag gnadenlos vom Himmel gebrannt mit Temperaturen um die 45 Grad, was die Besichtigung der Ruinen inmitten der Wüste, ziemlich strapaziös gemacht hat.
Der Höhepunkt vieler Ägyptenreisender stand am fünften Wochenende auf dem Plan, mit dem Besuch von Luxor. Luxor und das angrenzende Dorf Karnak, bieten derart viele Tempel und historische Schätze, dass es nahezu unmöglich ist alles in einem Wochenende abzudecken. Aber dennoch haben wir unsere Zeit dort gut genutzt und haben die Highli
ghts allemal mitgenommen. Nachfolgend die Liste der Sehenswürdigkeiten, die wir in der glühenden Sonne besichtigt haben:
- Luxor Tempel: Große Tempelanlage zu Ehren des Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem Sohn, dem Mondgott Chons
- Karnak Tempel: Noch größere Tempelanlage, die aus mehreren Tempeln und Bereichen besteht und die über Jahrtausen
de von den damaligen Herrschern errichtet wurde
- Tal der Könige: Tal umgeben von hohen Bergen, in dem sich über 60 Gräber befinden, inklusive derer der bedeutenden Herrscher des alten Ägypten
- Totentempel der Hatschepsut
- Koloss von Memnom
- Ramesseum, der Totentempel Ramses II.
- Medinet Habu, der Totentempel Ramses III:
- Heißluftballonfahrt über Luxor und die Nillandschaft
All das hat natürlich viel Kraft und Schweiß gekostet, aber gehört bei einer Ägyptenreise einfach zum Pflichtprogramm.
Das Luxor Wochenende wurde aber bei weitem übertroffen, von dem
darauf folgenden. Ein absolutes Highlight und zusammen mit Machu Picchu eines der beeindruckendsten Bauwerke das ich den vergangenen 2 ½ Jahren bei Coke erleben durfte ist Petra. Petra ist eine verlassene Felsenstadt in Jordanien, welche in der Antike eine blühende Stadt war und die über beeindruckende Grabtempel verfügt. Das faszinierende an diesen Grabtempeln sind ihre Fassaden. Das Schatzhaus, das bekannteste Bauwerk von Petra ist etwa 40 Meter hoch und die Fassade wurde komplette aus dem direkt angrenzenden Fels gemeißelt. Erreicht wird Petra über eine 1,2 km lange Felsenschlucht, der so genannte Siq. Wenn man am Ende der Schlucht ankommt blickt man plötzlich auf das Schatzhaus und wird einfach nur erschlagen von dem
herrlichen Anblick. Neben diesem Tempelgrab gibt es noch weitere, die nicht ganz so faszinierend sind, aber dennoch mehr als sehenswert. Den Trip dorthin macht man zwar auch besser im Frühling, denn die Temperaturen im Juni waren wie an allen Wochenenden deutlich zu hoch für einen Mitteleuropäer, aber dies hat die Faszination dieses Trips kaum geschmälert.
Die Fahrt nach Petra haben wir von Amman angetreten, der Hauptstadt Jordaniens, wo wir auch unser Hotel hatten. Am nächsten Tag haben wir dann einen weiteren interessanten Ausflug gemacht und zwar ans Tote Meer. Das Tote Meer ist der tiefstgelegene Punkt der Erde, mit 422m unter dem Meeresspiegel. Der See
verfügt über einen 8fach höheren Salzgehalt als das Mittelmeer und erlaubt einem daher ohne jegliche Bewegung an der Wasseroberfläche zu schwimmen. Das Wasser hat zwar ein wenig seltsam gerochen und der Strand am See ist alles andere als ein herrlicher, mit Palmen gesäumter Karibikstrand, aber die Erfahrung von alleine wie eine Boje an der Wasseroberfläche zu treiben, war doch sehr witzig. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Halt am Berg Nebo gemacht,
an dem Moses im Alter von 120 gestorben sein soll und von wo man einen schönen Ausblick über den westlichen Teil Jordaniens mit dem Toten Meer hat.
Das letzte Wochenende in Ägypten habe ich dann dazu genutzt nach Hause zu fliegen, denn an diesem Freitag hatte meine Mutter ihren 60. Geburtstag und dafür tritt man auch einmal die etwas komplizierte Reise von Kairo nach Düsseldorf an. Aufgrund mangelnder Flüge von Kairo nach Düsseldorf musste ich nämlich mit Air Berlin über Berlin nach Düsseldorf fliegen und der Abflug von Kairo war bereits um 3.40 Uhr in der Nacht. Nach 4 ½ Stunden Flugzeit nach Berlin, einer Stunde Aufenthalt dort und einem 1stündigen Weiterflug nach Düsseldorf, bin ich dann letztendlich am Ziel gelandet. Für ein Wochenende zwar eine ziemlich lange Reise, aber es ist doch immer schön mal wieder in der Heimat zu sein.
Die letzte Woche in Kairo verging dann auch recht zügig und nach einem kurzen entspannenden Wochenende in El Gouna, das von viel Sonne und Schlaf geprägt war, ging die Reise weiter nach Argentinien. Die Umstellung war nicht ganz einfach, denn nach acht Wochen mit extrem heißen Temperaturen in Ägypten, erwartete mich der argentinische Winter in Buenos Aires, mit Temperaturen um die 10 Grad. Hier habe ich bereits drei Wochen hinter mir, mit bisher allerdings nicht zu spannenden Wochenenden.
Ganz im Gegensatz zu dem stürmischen Wetter hier in Argentinien, hatten wir in Kairo 8 Wochen lang keinen Tropfen Regen. Begleitet wurde dieses Wetter von konstant heißen Temperaturen, mit Maximalwerten bis zu 48 Grad Celsius. Da war man zeitweise froh wenn man den Tag im klimatisierten Office verbringen konnte. Trotz dieser verrückten Temperaturen, habe ich die Zeit in Ägypten sehr genossen und wir hatten wirklich sehr gute und unterschiedliche Wochenenden.
Da wir ein Wochenende in Kairo verbringen wollten, bot sich direkt das Erste dafür an. Die Planung der Ziele, Flüge und Hotels war noch nicht so sehr fortgeschritten und Kairo selbst hat ja reichlich für ein Wochenende z
Am zweiten Wochenende haben wir einen Trip in die Wüste unternommen, der nicht unbedingt zum Standardprogramm jeder Ägyptenreise zählt. Über die Bahariya Oase
Weiter ging es am dritten Wochenende mit einem der bedeutendsten Tempel Ägypten, Abu Simbel. Ziel hierfür war zunächst einmal Assuan, im südlichsten Teil Ägyptens wo
Am nächsten Tag stand d
Da Diegos und mein Touristenvisum mit dem wir ins Land eingereist sind nur für 30 Tage gültig war, haben wir nach 4 Wochen das Land für zwei Tage verlassen. Das Ziel unseres Wochenendes hieß Damaskus in Syrien. Beim Nam
Der Höhepunkt vieler Ägyptenreisender stand am fünften Wochenende auf dem Plan, mit dem Besuch von Luxor. Luxor und das angrenzende Dorf Karnak, bieten derart viele Tempel und historische Schätze, dass es nahezu unmöglich ist alles in einem Wochenende abzudecken. Aber dennoch haben wir unsere Zeit dort gut genutzt und haben die Highli
- Luxor Tempel: Große Tempelanlage zu Ehren des Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem Sohn, dem Mondgott Chons
- Karnak Tempel: Noch größere Tempelanlage, die aus mehreren Tempeln und Bereichen besteht und die über Jahrtausen
- Tal der Könige: Tal umgeben von hohen Bergen, in dem sich über 60 Gräber befinden, inklusive derer der bedeutenden Herrscher des alten Ägypten
- Totentempel der Hatschepsut
- Koloss von Memnom
- Ramesseum, der Totentempel Ramses II.
- Medinet Habu, der Totentempel Ramses III:
- Heißluftballonfahrt über Luxor und die Nillandschaft
All das hat natürlich viel Kraft und Schweiß gekostet, aber gehört bei einer Ägyptenreise einfach zum Pflichtprogramm.
Das Luxor Wochenende wurde aber bei weitem übertroffen, von dem
Die Fahrt nach Petra haben wir von Amman angetreten, der Hauptstadt Jordaniens, wo wir auch unser Hotel hatten. Am nächsten Tag haben wir dann einen weiteren interessanten Ausflug gemacht und zwar ans Tote Meer. Das Tote Meer ist der tiefstgelegene Punkt der Erde, mit 422m unter dem Meeresspiegel. Der See
Das letzte Wochenende in Ägypten habe ich dann dazu genutzt nach Hause zu fliegen, denn an diesem Freitag hatte meine Mutter ihren 60. Geburtstag und dafür tritt man auch einmal die etwas komplizierte Reise von Kairo nach Düsseldorf an. Aufgrund mangelnder Flüge von Kairo nach Düsseldorf musste ich nämlich mit Air Berlin über Berlin nach Düsseldorf fliegen und der Abflug von Kairo war bereits um 3.40 Uhr in der Nacht. Nach 4 ½ Stunden Flugzeit nach Berlin, einer Stunde Aufenthalt dort und einem 1stündigen Weiterflug nach Düsseldorf, bin ich dann letztendlich am Ziel gelandet. Für ein Wochenende zwar eine ziemlich lange Reise, aber es ist doch immer schön mal wieder in der Heimat zu sein.
Die letzte Woche in Kairo verging dann auch recht zügig und nach einem kurzen entspannenden Wochenende in El Gouna, das von viel Sonne und Schlaf geprägt war, ging die Reise weiter nach Argentinien. Die Umstellung war nicht ganz einfach, denn nach acht Wochen mit extrem heißen Temperaturen in Ägypten, erwartete mich der argentinische Winter in Buenos Aires, mit Temperaturen um die 10 Grad. Hier habe ich bereits drei Wochen hinter mir, mit bisher allerdings nicht zu spannenden Wochenenden.

