Das waren doch wieder mal ein paar schöne Tage! So lautet kurz gesagt mein Fazit zum Neusser Schützenfest. Da unser Audit in Deutschland genau freitags zum Kirmesbeginn sein Ende gefunden hat, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, ein Woche Urlaub einzureichen und beim Schützenfest mitzuziehen. Nachdem ich schon zwei Wochen zuvor dem Zug einen kurzen Besuch beim Königsehrenabend abgestattet habe, ging es dann Freitag nach Feierabend direkt los mit dem Rundgang über den Platz zur Kirmeseröffnung. Anschließend noch schön ins Frankenheim-Zelt zum Feiern und ruck zuck zeigte die Zeiger der Uhr auch schon 3.30 Uhr an. Zeit schlafen zu gehen, denn das eigentliche Schützenfest stand ja erst noch bevor. Samstag ging es dann nachmittags im Garten des Oberleutnants los mit dem Aufwärmen für den traditionellen Fackelumzug am Abend und auch dieser Abend endete wieder im Frankenheim-Zelt auf dem Kirmesplatz. Und leider war es nur wenig früher als am Vorabend. Man nimmt sich samstags ja immer wieder vor ein wenig früher die Segel zu streichen, da ja am Sonntag Morgen um 9.30 Uhr antreten ist… aber wie es halt manchmal (oder immer) so kommt wurde daraus nichts. Dennoch fühlten wir uns Sonntag Morgen überraschend gut und so standen wir pünktlich um 9.30 Uhr, nach nur 4 Stunden Schlaf, auf dem Quirinus-Münster-Platz und waren bereit für die Parade. Und nach kurzer Ansprache des Oberleutnant sowie einer Stippvisite des Spieß, flossen dann auch schon wieder die ersten kühlen Altbiere die Kehle herunter. Manch einer mag jetzt meinen, das ist ja ziemlich fies so am frühen Morgen, aber was soll ich sagen… es ist halt Schützenfest! Bei Bier ist es jedoch an dem Tag nicht ausschließlich geblieben, den der liebe Gott hat es an diesem Tag gut mit uns gemeint, sogar sehr gut, und so ist das Thermometer auf sonnige 30 Grad angestiegen. Wenn man dann den ganzen Tag mit langem Hemd und der dicken Uniform durch die Gegend marschiert, dann ist es schon angebracht auch zwischendurch mal ein Wasser oder eine Cola einzulegen. Und das haben wir dann auch vorsorglich gemacht. Tja, und wie dann so ein Sonntag eben aussieht, standen auf dem Programm ein gemeinsames Frühstück, die Königsparade, ein anschließendes Mittagessen im Drusushof, der Nachmittagsumzug durch die Stadt, der Besuch der Festwiese, ein Abstecher ins Sektzelt bei einsetzendem Regen am Abend und der Ausklang des Abends auf dem Schützenlustball in der Stadthalle.
Danach hat es dann auch wirklich gereicht, sowohl für die Beine, die nach Erholung gebettelt haben, als auch für den Alkoholpegel, der verständlicherweise im Laufe des Tages bzw. der Nacht stetig angestiegen ist. Montag und Dienstag wäre es dann ja theoretisch noch weitergegangen, aber ich habe mich nach dem Sonntag zurückgezogen, da ich mich noch ein wenig erholen wollte und auch noch ein paar Erledigungen machen musste, bevor es gestern am Donnerstag schon wieder auf ins nächste Projekt in Richtung Asien ging. Ab Montag stehen die nächsten 7 Wochen auf den Philippinen an und zuvor verbringe ich noch zwei Tage in Singapur. Dummerweise nimmt die Anreise nach Singapur mit Flugzeit und Zeitverschiebung nahezu einen ganzen Tag in Anspruch, so dass ich Donnerstag Morgen um 08.35 vom Köln-Bonner Flughafen losgeflogen bin und Singapur heute um 07.20 Uhr (mit Zwischenstop in London) erreicht habe. Der Flug war trotz seiner 12 ½ Stunden wirklich sehr angenehm, denn ich hatte zum ersten Mal die Möglichkeit mit dem neuen Airbus A380 zu fliegen und das sogar in der Business-Class. Der Komfort und das Platzangebot in diesem Megaflieger übertrifft alles zuvor gesehene/geflogene bei weitem und so konnte ich nach einem köstlichen Lunch und zwei Filmen auf dem für Flugzeuge überdimensionalen Flatscreen, auch noch ein paar Stunden Schlaf finden, bis man am nächsten Morgen von der Stewardess zum Frühstück geweckt wurde. Dennoch bin ich derzeit recht müde und werde heute Abend wohl mal ein wenig früher zu Bett gehen, um den morgigen Tag in Singapur noch voll genießen zu können. Dann hoffentlich mit besserem Wetter, denn heute war es durchgehend bewölkt und zwischendurch gab es auch ab und an mal einen Schauer, dass allerdings bei 28°.
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