Nachdem es Mitte November nun doch auch in Kunming langsam kälter wurde, ging es an den vergangenen beiden Wochenenden noch weiter in Richtung Süden als das eh scho
n südlich gelegene Kunming. Nach 4 Wochen in China und damit der Halbzeit meiner Zeit hier ging erstmals raus aus dem Land und zwar nach Bangkok. Dieser Trip war nicht ganz freiwillig, denn obwohl wie zuvor erwähnt mit meiner Visum-Beantragung für China in den Philippinen doch noch alles geklappt hat, gab es da einen Haken. Denn das einzige Visum das man uns ermöglicht hat, war ein Doppeleinreisevisum mit jeweils 30tägiger Aufenthaltserlaubnis. Dies bedeutet wir dürfen innerhalb der nächsten 6 Monate zweimal in das Land einreisen und jeder Aufenthalt darf die Dauer von 30 Tagen nicht überschreiten. Da wir nun aber 8 Wochen Projektlaufzeit haben, kommen wir da mit den 30 Tagen nicht ganz hin und somit mussten wir das Land einmal verlassen. Wir haben zwar noch versucht das Visum in China zu verlängern, um länger im Land bleiben zu dürfen, aber dies wäre wiederum mit zu hohen und aufwendigen Formalien verbunden gewesen. Und da wir 56 Tage im Land bleiben und
dies nahe an die 2 mal 30 Tage grenzt, musste die Ausreise speziell am vierten Wochenende geschehen, um mit den 30 Tagen pro Aufenthalt hinzukommen. Von Kunming im Süden Chinas blieben da nicht allzu viele Optionen, denn neben Thailand kam höchstens noch Vietnam (wofür man allerdings ein Visum benötigt) und Hong Kong (was als Ausreise aus China zählt, obwohl es offiziell zu China gehört) in Frage. Ich habe mich dann aber für Bangkok entschieden, entgegen der Entscheidung der meisten Kollegen nach Hong Kong zu fliegen und habe das Wochenende auch gleich noch um einen Tag Urlaub verlängert. Denn obwohl ich nur über 10 Tage Urlaub pro Jahr verfüge (mal abgesehen von den 3 Wochen Homeleave über Weihnachten und Neujahr), habe ich davon bisher nur 5 Tage über das Neusser Schützenfest in Anspruch genommen und ich sollte meine Urlaubstage nach Möglichkeit bis Jahresende genommen haben. Ich habe die 3 Tage in Bangkok wirklich genossen und das Wetter war ebenfalls ausgezeichnet. November gehört sicherlich zu den besten Reisezeiten für Thailand, denn die Temperaturen sind etwas angenehmer als beispielsweise im Sommer, aber dennoch war es mit
Temperaturen über 30 Grad keineswegs kühl. Begleitet wurde der Trip durch den positiven Nebeneffekt, dass wir aufgrund unserer Visumssituation gezwungen waren China zu verlassen und wir somit durchsetzen konnten, dass der Flug nicht von unserem Wochenendenbudget zu bezahlen ist, sondern separat von der Firma übernommen wurde. Somit stand ausreichend Kapital zur Verfügung um es für Hotel, Taxis, Ausflüge und sonstige Aktivitäten zu nutzen. Dies habe ich dann auch getan, indem ich eine Vielzahl der interessanten Sehenswürdigkeiten Bangkoks besichtigt habe, sowie einen Tagesausflug in die nahe gelegene historische Stadt Ayuthaya, die über zahlreiche alte Tempelanlagen verfügt, gemacht habe. Dies waren meine Aktivitäten für den Freitag und den Samstag. Besonders gut gefallen hat mir hierbei die Architektur und der Stil der vielen Sehenswürdigkeiten Bangkoks. Der Palast, sowie die vielen buddhistischen Tempelanlagen sind von vielen Farben und vor allem Gold geprägt und wirken dadurch sehr prunkvoll und beeindruckend.
Darüber hinaus habe ich mir aber am Wochenende auch ein wenig Entspannung gegönnt, in Form von zwei Massagen und Samstag Abend habe ich eine Veranstaltung des in Thailand überaus beliebten Thai-Boxing angeschaut. Auch den Sonntag habe ich ruhig angehen lassen und habe die überwiegende Zeit am Pool des Hotels verbracht und habe die Sonne genossen, bevor es zurück nach China ging.
Wenn man China bereist, so sind das Ziel primär historische Stätten, denn China verfügt über endlose Kulturreichtümer. Oder aber man begibt sich in eine der M
etropolen, wie z.B. Shanghai oder Peking. An Sonne und Strand denkt man bei China jedoch eher nicht und dennoch gibt es einen Ort an dem wunderbar ein sonniges Wochenende am Strand verbringen kann. Und dies war für mich und meinen spanischen Kollegen Diego, der die Sonne so viel mehr vermisst als ich, das Ziel unseres Wochenendes. Der südlichste Punkt Chinas ist die Stadt Sanya auf der Insel Hainan, die auf der Höhe Nordvietnams liegt und somit von ganzjährig warmen bis heißem Wetter profitiert. Bei Sanya liegt die Yalong Bucht, dessen Strand der Schönste Chinas ist und somit von mehreren luxuriösen Resorts gesäumt ist. Unser ausgewähltes Domizil für das Wochenende war das Sheraton Resort, das in den vergangenen 5 Jahren dreimal Austragungsort der Miss World Wahl war. Das klang für uns viel versprechend und so haben wir uns dort 2 Nächte einquartiert. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn das Resort verfügt über drei Pools, wovon einer im Lagunenstil errichtet ist, über einen herrlichen Strandabschnitt mit nahezu weißem Sand u
nd komfortablen Liegen und das gesamte, weitläufige Areal mit Palmen, Koi-Teich und vielem, vielem mehr war in der Tat eine Oase der Erholung. Der Samstag wurde uns zwar von einem bewölkten Himmel zunächst ein wenig vermiest, wir haben uns es aber mit Vodka und Red Bull am Strand gut gehen lassen und haben das Vergnügen bei einer Partynacht in Sanya fortgesetzt. Sonntag wurden wir dann, nachdem wir aus dem Bett gekrochen sind, mit strahlend blauem Himmel und Sonne satt verwöhnt und wir haben es nicht bereut, neben den vielen Wochenenden in China, an denen wir von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten jagen, auch einfach mal ein relaxtes Wochenende eingelegt zu haben.
Inzwischen ist meine Zeit in Kunming nahezu gelaufen, denn heute hatten wir unsere Abschlussbesprechung in der Coke Niederlassung hier und am Wochenende geht es wieder zurück nach Shanghai, um die letzten 2 Wochen die Ergebnisse der drei über China verteilten Audits zu konsolidieren. Ich habe recht viel über die vergangenen 5 Wochenenden berichtet, daneben habe ich aber auch wirklich viele Eindrücke während der Woche in Kunming gesammelt, die so glaube ich hier ein wenig zu kurz gekommen sind. Daher denke ich es ist an der Zeit, mal ein wenig mehr über dieses unheimlich vielseitige und doch so sehr fremde Land, seine Leute und alltäglichen Gewohnheiten zu erzählen. Dies möchte ich aber erst in meinem nächsten Bericht in der kommenden Woche machen, wenn ich zurück in Shanghai bin und sich meine erlebnisreiche Zeit in China langsam ihrem Ende nähert.
Darüber hinaus habe ich mir aber am Wochenende auch ein wenig Entspannung gegönnt, in Form von zwei Massagen und Samstag Abend habe ich eine Veranstaltung des in Thailand überaus beliebten Thai-Boxing angeschaut. Auch den Sonntag habe ich ruhig angehen lassen und habe die überwiegende Zeit am Pool des Hotels verbracht und habe die Sonne genossen, bevor es zurück nach China ging.
Wenn man China bereist, so sind das Ziel primär historische Stätten, denn China verfügt über endlose Kulturreichtümer. Oder aber man begibt sich in eine der M
Inzwischen ist meine Zeit in Kunming nahezu gelaufen, denn heute hatten wir unsere Abschlussbesprechung in der Coke Niederlassung hier und am Wochenende geht es wieder zurück nach Shanghai, um die letzten 2 Wochen die Ergebnisse der drei über China verteilten Audits zu konsolidieren. Ich habe recht viel über die vergangenen 5 Wochenenden berichtet, daneben habe ich aber auch wirklich viele Eindrücke während der Woche in Kunming gesammelt, die so glaube ich hier ein wenig zu kurz gekommen sind. Daher denke ich es ist an der Zeit, mal ein wenig mehr über dieses unheimlich vielseitige und doch so sehr fremde Land, seine Leute und alltäglichen Gewohnheiten zu erzählen. Dies möchte ich aber erst in meinem nächsten Bericht in der kommenden Woche machen, wenn ich zurück in Shanghai bin und sich meine erlebnisreiche Zeit in China langsam ihrem Ende nähert.


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