Mittwoch, 27. Februar 2008

Das Ende an der Seine naht

Die Zeit vergeht in Paris wie im Flug und so neigen sich meine Tage hier auch langsam ihrem Ende zu. Es verbleiben nun nur noch 7 Tage in Paris und ein Wochenende, welches ich aber in Neuss verbringen werde. Ich könnte locker noch 2 Wochen in Paris dranhängen, denn die Stadt hat mich wirklich begeistert. Nach nun knapp 6 Wochen muss ich sagen, nimmt man eine Stadt doch ganz anders wahr, verglichen zu einem kurzen Trip von nur wenigen Tagen. Aber traurig bin ich nicht, dass ich Paris schon wieder verlassen muss, denn in Gedanken bin ich auch schon ein wenig in Costa Rica. Das wird sicherlich eine spannende Zeit und freue mich darauf auch wahnsinnig, da ich noch nie das Vergnügen hatte Mittelamerika zu besuchen.
Aber bevor ich nun anfange von der Sonne Lateinamerikas und leckeren Cocktails zu schwärmen, sollte ich vielleicht noch mal ein wenig von meinen letzten beiden Wochenenden berichten, von denen ich hier noch nichts erwähnt habe.
Das vorletzte Wochenende habe ich in Barcelona verbracht. Es war das erste Wochenende das ich alleine, ohne Teammitglieder von mir verbracht habe, da die Kollegen andere Pläne hatten. Da ich aber schon immer mal nach Barcelona wollte, habe ich mich entschlossen diesen Trip zu machen. Habe lange zwischen Madrid und Barcelona für das Wochenende geschwankt, denke aber obwohl ich auch Madrid noch nicht kenne, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Die Stadt hat wirklich viel Flair, für mich persönlich vielleicht nicht ganz so viel wie Paris, aber doch mehr als z.B. Lissabon, wo ich das erste Wochenende verbracht habe. Interessant ist insbesondere der Einfluss von Antoni Gaudi, ein berühmter Architekt aus Barcelona, der Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts viele Gebäude entworfen hat. Seine Bauwerke zeichnen sich durch runde und schräge Formen aus, die er meist mit bunten Elementen verziert hat. Die Gebäude sehen echt klasse aus und sind mit keinem anderen Stil vergleichbar. Einen Eindruck davon, wie das ungefaehr aussieht, kann man sich am besten anhand des 2. und 3. Fotos machen. Sein aber wohl groesstes Werk ist die Kirche Sagrada Familia, die das Wahrzeichen Barcelonas darstellt. Neben diesen Sightseeing-Highlights zu denen auch noch das Olympiastadion, der belebte Hauptstrassenzug La Rambla und die Altstadt Barri Gotic gehoeren, habe ich ansonsten insbesondere die spanische Kueche genossen. Und da ich die kleinen koestlichen Tapas so sehr liebe, habe ich diese sowohl Samstag abend als auch Sonntag mittag ausgiebigst zu mir genommen. Leider war mir Sonntag nachmittag dann ein wenig schlecht von der ganzen Schlemmerei, aber das war es eindeutig wert.
Letztes Wochenende habe ich dann ein weiteres Mal Besuch aus Neuss bekommen... Entschuldigung ich korrigiere mich, aus Neuss und München. Denn Holger und Collin haben es sich nicht nehmen lassen einen Abstecher nach Paris zu machen. Und so war das Wochenende wieder einmal mit viel Sightseeing und Feiern ausgefüllt. Natürlich blieb es dabei nicht aus, dass ich den ein oder anderen Platz bereits zuvor mit Boris besichtigt habe, aber das macht garnichts, denn viele der Sehenswürdigkeiten von Paris kann man sich immer und immer wieder anschauen. Aber neben den doppelt besuchten Plätzen, wie z.B. Eiffelturm, Sacre-Coeur oder Champs-Elysees standen auch andere Dinge wie z.B. eine Flussfahrt auf der Seine und eine Fahrt auf den Tour Montparnasse, einen Büroturm mit der zweithöchsten Aussichtsplattform nach dem Eiffelturm, auf dem Programm. Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht auf Paris. Das Wetter hat am Sonntag glücklicherweise auch wieder mitgespielt, nachdem der Samstag noch ein wenig wolkenverhangen war und wir wurden mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Freitag und Samstag abend wurde dann wiederum ausgiebig den örtlichen Ausgehlokalitäten gewidmet, verbunden mit dem ein oder anderen Glas Gerstensaft. Den Sonntag haben wir dann noch einmal gemütlich bei einem Glas Wein, Cocktail oder Bier in einem Cafe im eleganten Stadtviertel St. Germain ausklingen lassen. In diesem Stadtteil wo die Schönen und Reichen flanieren, wird gerne das Sehen und Gesehenwerden zelebriert, wobei auf uns, bei den vielen französischen Schönheiten, doch eher das Sehen als das Gesehenwerden zugetroffen hat. :-) Montag hiess es fuer mich wieder ab zur Arbeit, während Collin und Holger sich noch einmal Paris gewidmet haben und sich unter anderem den endlosen Kunstschätzen des Louvre hingegeben haben. Abends ging für die beiden dann der Flieger Richtung Heimat, ich habe mein Hotelzimmer wieder für mich alleine und ich kann meiner Leber mal wieder eine Verschnaufpause gönnen... zumindest bis Samstag wenn ich wieder in Neuss bin. :-)

(Bild 1: Arc de Triomphe, Paris; Bild 2: Casa Battlo von Gaudi, Barcelona; Bild 3: Park Güell, Barcelona; Bild 4: Sagrada Familia, Barcelona; Bild 5: Seine-Brücke, Paris)

Donnerstag, 14. Februar 2008

Ab in die Sonne!

Hallo zusammen,
da bin ich schon wieder. Ich weiß, ich weiß der letzte Bericht ist doch gerade mal zwei Tage her, aber ich habe ja versprochen mal ein wenig häufiger zu schreiben. Und daher schieb ich aus gegebenem Anlaß mal wieder ne kurze Nachricht dazwischen. Denn es gibt Neuigkeiten hinsichtlich meines nächsten Einsatzes. Für gewöhnlich erhalten wir immer 4-6 Wochen vor unserem nächsten Einsatzort die Info wo es als nächstes hingeht. Letzte Woche war es dann auch endlich soweit, der Vorhang wurde gelüftet und es geht für mich nach ..................... Costa Rica!!! Am 07.03. verlasse ich Paris in Richtung Costa Rica, mit kurzem Zwischenstop in Mexico City wo ich das Wochenende zwischen den beiden Locations verbringen werde. Dann wird San José, die Hauptstadt von Costa Rica für 8 Wochen meine neue Heimat sein.

Wer sich jetzt fragt... Costa Rica? Costa Rica? Wo liegt denn das noch gleich? Ey, ham wir gegen die nicht bei der Fußball-WM 2006 gezockt? ... dem wird jetzt mal ein wenig auf die Sprünge geholfen, denn ich habe mich natürlich auch schon mal ein wenig schlauer über das kleine Land in Mittelamerika gemacht.

Zunächst einmal ein paar kurze Fakten:
Fläche: 51.060 qkm
Bevölkerungszahl: 4.402.250
Hauptstadt: San José, Einwohner: 339.590
Amtssprache: spanisch (nein Leute, nicht deutsch wie auf Malle)

Geographie:
Costa Rica grenzt im Norden an Nicaragua, im Süden an Panama, im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik. Das Land ist 119-282 km breit und gebirgig. Eine Gebirgskette vulkanischen Ursprungs verläuft von Nord nach Süd. Der Chirrip Grande ist mit 3.820 m die höchste Erhebung. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in der Meseta Central, einem Plateau mit gemäßigtem Klima. Im Südosten des Plateaus liegen die Kordilleren, im Südwesten die Hauptstadt San José. Die karibische Küstenregion ist dicht bewaldet und sumpfig. An der südlichen Pazifikküste gehen die Savannen ebenfalls in Sümpfe über.

Reiszeit:
Die beste Reisezeit für Costa Rica ist von November bis April (wann bin ich noch gleich da... war das nicht März/April? :-) ). Von Mai bis Oktober ist Regenzeit mit stärkeren Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit. An der karibischen Küste muss man das ganze Jahr mit Niederschlägen rechnen. Hurrikansaison ist von Juli bis Oktober.

Klima
So, und wer sich jetzt denkt nach Costa Rica wollte er/sie schon immer mal, dann besucht mich doch einfach. Ich freue mich auf jeden Fall tierisch auf Sonne, Strand und Salsa und würde mich natürlich auch freuen jemanden von euch dort begrüßen zu dürfen.
Aber jetzt muss ich mal Schluss machen, denn werde jetzt mal anfangen meine Koffer zu packen, da ich morgenfrüh aus dem Hotel auschecke, um das Wochenende in Barcelona zu verbringen.
In diesem Sinne schon einmal ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Mal!

Dienstag, 12. Februar 2008

Paris bei Tag und Nacht

Nach 3 Wochen in Paris hatte ich dieses Wochenende nun endlich die Gelegenheit Paris mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, denn es war das erste Wochenende an dem ich nicht woanders hingereist bin. Und dieses Wochenende war wohl auch gleichzeitig das bisher anstrengendste. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe:

  1. Ich bin quer durch die Stadt geflitzt und das Ganze nicht allein, denn…
  2. war der Boris alias Bogota zu Besuch, hat mit mir die Strapazen des Sightseeings geteilt und natürlich wurden auch die Nächte zum Tage gemacht.

Begonnen hat der ganze Spaß am Donnerstagabend, an dem ich den Bo mit dem Firmenwagen, der uns hier zur Verfügung gestellt wird, vom Flughafen „Charles der Gaul“ abgeholt habe. Leider habe ich für die Fahrt zum Airport bei dem wahnsinnigen Feierabendverkehr 1 Stunde 10 Minuten gebraucht und somit 20 Minuten mehr als der Flug von Köln nach Paris gedauert hat. Verrückt aber wahr!
Den Freitag hat der Bo dann zunächst einmal alleine genutzt, um den südlich der Seine gelegenen Teil von Paris (Rive gauche) ein wenig zu erkunden, denn für mich stand ja nochmal ein ganz normaler Arbeitstag an. Aber wie ich es natürlich nicht anders erwartet habe, stand nach Feierabend ein kühles Kronenbourg für mich im Hotelzimmer bereit. Danke Bo! Für diejenigen die Kronenbourg nicht kennen, dies ist ein äußerst schmackhaftes französisches Bier, das im engsten Freundeskreis schon ein wenig Kultstatus genießt, seitdem wir im Jahre 1996 mit der Schule erstmals ins kleine verschlafene Meze in Südfrankreich gefahren sind. Und so haben wir uns an dem Abend dann langsam warm gemacht, um uns anschließend in das Pariser Nachtleben zu stürzen. Den ersten Abend haben wir in St. Germain verbracht, wo es die eine oder andere nette Bar gibt und wo uns für den Samstagabend die Gegend rund um die Bastille von einer Kellnerin empfohlen wurde. Wer jetzt schon denkt wir hätten das ganze Wochenende nur gefeiert, der irrt, denn am Samstag stand ja schließlich Sightseeing auf dem Programm. Und so haben wir es auch Samstagmorgen geschafft, um ca. 11 Uhr das Hotel zu verlassen für unseren bevorstehenden Marathon. Gestartet haben wir unsere Tour mit der Metro zum Stadtteil Montmartre mit der wundervollen Kirche Sacre-Coeur und einem herrlichen Blick auf Paris. Anschließend standen dann noch so namhafte Ziele wie Moulin Rouge, Galarie Lafayette, die Oper, Place Vendome, Place de la Concorde, Champs-Elysees, die Tuilerien-Gärten, Louvre und natürlich der Eiffelturm auf dem Programm. Begleitet wurde der gesamte Tag glücklicherweise von strahlendem Sonnenschein. Nach dieser Tour waren wir angesichts der vielen beeindruckenden historischen Gebäude, denen man an jeder Ecke in Paris begegnet sowie dem Charme vieler Plätze beide davon überzeugt, dass Paris zweifelsohne zu den schönsten Städten dieser Welt gehört. Da wir dies jedoch alles zu Fuß gemacht haben, waren wir abends im Hotel angekommen dann doch ganz schön platt. Aber das hat uns natürlich nicht davon abgehalten, dem Rat der charmanten Kellnerin zu folgen und die Nacht nochmals zum Tage zu machen. Komischerweise haben wir es irgendwie versäumt auf die Uhr zu schauen und so standen die Zeiger dann auch schon auf 6Uhr, als wir wieder die Pforte zum Hotel betreten haben. Der Sonntag hat für uns dann so richtig erst um 14 Uhr begonnen, mit einer Bahnfahrt zum Schloss von Versailles, was zu einem Besuch von Paris einfach dazu gehört. Beeindruckend sind dort insbesondere zwei Dinge. Zum Einen sicherlich die Ausmaße der Parkanlagen, die seinesgleichen suchen und zum Anderen die Menschenmassen, die sich dort über das Gelände bewegen. Wenn man bedenkt, dass es gerade mal Mitte Februar ist so möchte ich nicht wissen was dort im Sommer los ist. Und aus diesem Grunde haben wir es uns auch geschenkt, das Innere des Schlosses zu besichtigen, denn die Wartezeiten waren einfach enorm. Nachdem wir ins Hotel zurückgekehrt waren, war das Wochenende auch schon so gut wie gelaufen und wir haben den Abend mit einem leckeren Sushi-Essen beim Japaner ausklingen lassen. Am Montagmorgen ging dann für Boris wieder der Flug zurück in die Heimat und für mich Heimatlosen hat eine neue Arbeitswoche in der wunderschönen Stadt an der Seine begonnen. In diesem Sinne viele Grüße nach Neuss!

(Bilder: 1) Kirche Sacre-Coeur, 2) Glaspyramide des Louvre, 3) Boris und Ich vorm Eiffelturm, 4) Parkanlage von Versailles)

Dienstag, 5. Februar 2008

Angekommen in Paris

Ich bin nun inzwischen seit 2 Wochen in Paris und so lange ist es auch schon her seit meinem letzten Eintrag auf dieser Seite. Daher wird es mal wieder Zeit ein wenig zu berichten. Wer allerdings jetzt tolle Berichte aus der Stadt der Liebe erwartet, den muss ich enttäuschen, denn allzu viel habe ich von Paris bisher nicht gesehen.
Nach der Arbeit bleibt meist nicht mehr allzu viel Zeit, da ich häufig erst zwischen 19 und 20 Uhr im Hotel bin. Dann treibt einen der Hunger meistens erst einmal in ein Restaurant, was aber nicht wirklich schade ist, denn die französische Küche zählt ja nicht gerade zu den Schlechtesten. Und da das Einnehmen der vorzüglichen Speisen nicht in der gleichen Geschwindigkeit wie im McDrive vonstatten geht (wer einmal die Pariser Kellner erlebt hat, weiß wovon ich spreche), ist es dann häufig schon 20.30 Uhr bis 21 Uhr. Dabei bleibt es dann abends überwiegend auch, zumal das Wetter im Januar nicht gerade zu ausgiebigen Nachtspaziergängen in Paris einlädt. Daher habe ich bereits ausgiebig die Pariser Gastronomie genossen, aber von Paris selbst war bisher nicht viel mehr drin als die Champs-Elysees, der Arc de Triomphe, Place de la Concorde, Notre-Dame und ein Blick auf den Eiffelturm aus der Ferne. Aber das ist ja auch schon was und es bleiben mir ja noch 5 Wochen, um alles ein wenig genauer zu erkunden.

Nun wird sich vielleicht der ein oder andere fragen, warum ich mir nicht an den Wochenenden Paris betrachtet habe… tja, ganz einfach, weil ich die Wochenenden nicht in Paris verbracht habe. Das erste Wochenende war ich mit dem Team in Lissabon und am gerade zurückliegenden Wochenende in Monaco. Wieso denn das wollt ihr wissen? Nun, die Sache sieht so aus, dass uns Coke die Wahl lässt ob wir am Wochenende an dem jeweiligen Einsatzort bleiben wollen oder einen Kurztrip machen. Für den Fall, dass wir am Einsatzort (also momentan Paris) bleiben wollen, zahlt die Firma einfach weiterhin das Hotelzimmer für das Wochenende und damit ist es gut. Entscheiden wir uns jedoch Paris zu verlassen, dann checken wir im Hotel freitags aus und aufgrund der Ersparnis der Hotelkosten stellt man uns ein Budget fürs Wochenende zur Verfügung, das wir für nahezu beliebige Zwecke nutzen können, wie z.B. Flug, Hotel, Mietwagen, Eintrittskosten für Museen o.ä. und sogar Massagen. Lediglich bar kann man sich das Geld nicht auszahlen lassen und nächtliche Touren durch die Clubs mit Schampus und Cocktails sind auch nicht drin. Aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache, dass die meisten meiner Kollegen (wie auch ich) möglichst viel von der Welt sehen möchten, verbringen wir die Wochenenden häufig an anderen Orten.

Aber nun lasst mich mal ein wenig von Lissabon und Monaco erzählen. Ein Grund warum wir unter anderem Lissabon gewählt haben, ist sicherlich das Wetter. Denn wir hätten auch Stockholm oder London wählen können. Aber wer will da schon im Januar hin. Und wir hatten auch wirklich Glück, denn wir wurden das ganze Wochenende mit milden Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad und strahlendem Sonnenschein belohnt. Lissabon selbst ist wirklich sehr schön, insbesondere die vielen kleinen und engen Gassen, die man ja von vielen südeuropäischen Städten kennt, haben uns gut gefallen. Erschrocken haben uns lediglich die Taxifahrer die scheinbar alle auf Ecstasy waren. Insbesondere ein Exemplar war ein Abenteuer, hat er doch beinahe einen kleinen Jungen platt gemacht. Nun gut jetzt kann man sagen, warum geht der Junge auch bei rot über die Straße, aber für gewöhnlich würde ich sagen man bremst dann zumindest. Nicht so unser Fahrer, der die Situation als Anlass genommen hat seinen Seat auf 90 km/h zu beschleunigen – innerorts versteht sich. Da die Stadt nicht sehr groß ist und unsere liebe amerikanische Kollegin am liebsten jede Strecke mit dem Taxi zurück gelegt hat (tja, was machen die Amis schon zu Fuß), war ein Wochenende auch ausreichend, um alle interessanten Punkte der Stadt zu sehen.

Monaco am vergangenen Wochenende war ebenfalls eine Reise wert. Angekommen am Freitag, habe ich den Abend zunächst einmal erholsam in meiner Jacuzzi-Badewanne ausklingen lassen. Ich finde das sollte jedes Bad besitzen. :-) Samstag bin ich dann nach Nizza gefahren um dort das Flair der Cote d’Azur zu genießen. Bei wiederum wunderbarem Wetter habe ich die Stadt ausgiebig zu Fuß erkundet. Dies war nur möglich, da die Amerikanerin es vorgezogen hat den Samstag in Monaco zu verbringen und ich somit auf Taxis verzichten konnte. Empfehlenswert ist ein Aufstieg zur auf einem kleinen Berg liegenden Burganlage, von wo man einen herrlichen Blick auf die Stadt und das Meer hat. Ich möchte euch an dieser Stelle nicht mit Einzelheiten langweilen und sage daher nur, dass Nizza auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Zurück in Monaco stand am Abend dann noch ein Besuch mit den Kollegen im Casino von Monte Carlo an, denn das ist ein absolutes Muss. Nachdem ich dann jedoch gesehen habe wie hoch der Mindesteinsatz an einem Black Jack oder Roulette-Tisch ist, habe ich mich dann doch lieber auf die Zuschauerrolle konzentriert. Damit kann man zwar keine heißen Models beeindrucken, von denen dort einige unterwegs waren, aber so bleibt einem dann zumindest der seelische Zusammenbruch beim Blick in das Portemonnaie am nächsten Morgen erspart. Ich habe mir für mein Geld dann lieber einen Drink gegönnt. Es blieb dann aber auch bei einem Drink, denn für einen Bacardi-Cola musste man schlappe 13 Euro auf den Tresen legen, plus Trinkgeld natürlich.
Den Sonntag habe ich dann genutzt, um Monte Carlo zu erkunden, wofür ich allerdings nur drei Stunden benötigt habe, denn Monte Carlo ist wirklich sehr klein. Den Luxus spürt man jedoch an jeder Ecke. Sei es beim Casino wo man sich mit einem Mercedes wohl schon häufig als arme Wurst fühlen muss oder auch am Hafen, wo die ein oder andere Jacht größer als viele Einfamilienhäuser ist.
So, das war es nun erst einmal wieder, aber ich verspreche bis zum nächsten Bericht wird es nicht wieder zwei Wochen dauern. Versuche mich zu bessern und häufiger zu schreiben.

(Bilder: 1) Paris, Notre-Dame bei Nacht, 2) Lissabon, Belem-Kirche, 3) Lissabon, Ich am Fluß Tejo, 4) Nizza, Blick auf Altstadt und Strand, 5) Monte Carlo, Blick auf den Hafen vom Schloss, 6) Monte Carlo, Autos vorm Casino )

Sonntag, 20. Januar 2008

Jobübersicht

Da viele von euch vielleicht gar nicht wissen wie mein neuer Job eigentlich so aufgebaut ist und ich diesbezüglich schon mehrfach Rückfragen bekommen habe, möchte ich euch hier einen kurzen Überblick geben. Offiziell bin ich zwar in der Coca-Cola Zentrale in Atlanta angestellt, da ich aber keine Arbeitserlaubnis für die USA habe, werde ich zu keiner Zeit in den USA arbeiten. Für die Coke Niederlassungen in den USA gibt es ein eigenes Team, dass ausschließlich aus US-Amerikanern besteht, die aber ansonsten genau den gleichen Job machen wie ich. Der Unterschied besteht also lediglich darin, dass ich alle weltweiten Niederlassungen von Coke außerhalb der USA prüfen werde. Ich werde jedes Jahr in sechs Ländern tätig sein. Dazu wurden 6 über das Jahr verteilte sogenannte „Runden“ eingerichtet, in denen die einzelnen Projekte stattfinden. Diese Projekte sind zeitlich genau abgesteckt.
Diese Woche habe ich eine Übersicht bekommen von allen Ländern, in denen in 2008 Projekte stattfinden. Wie die meisten von euch ja wahrscheinlich bereits wissen, findet mein erstes Projekt in Paris statt, wo ich heute angekommen bin und wird bis zum 07. März andauern. Wo ich anschließend eingesetzt werde, steht zum heutigen Zeitpunkt noch nicht fest. Die folgende Übersicht soll euch einen Eindruck davon verschaffen, wo es mich in diesem Jahr so überall hin verschlagen kann.

Round 2, 10.03. - 09.05.:
Chile, Costa Rica, Swaziland, Südafrika, Indonesien, Hong Kong, Singapur, Australien, Kanada

Round 3, 12.05. - 04.07.:
Indien, Philippinen

Round 4, 07.07. - 29.08.:
Argentinien, Brasilien, China, Indien, Südafrika

Round 5, 01.09. - 24.10.:
Deutschland, Frankreich, Mexiko, Japan

Round 6, 27.10. - 19.12.:
Irland, Belgien, Brasilien, Indien, Philippinen

Urlaub, 20.12. - 31.12.

Das Gute an der Liste ist, dass wir für jede Runde 3 Präferenzen angeben können, wo wir gerne eingesetzt werden möchten. In der Projektplanung wird dann versucht diese Präferenzen zu berücksichtigen. So habe ich beispielsweise für die 2. Runde als Präferenzen Australien, Costa Rica und Chile angegeben. Mal sehen wo ich dann letztendlich landen werde. Fest steht momentan nur, dass ich gemäß der Planung im Anschluß an Paris bis zum September nicht mehr in Europa sein werde. Ich hoffe, dass hat euch ein wenig weitergeholfen zu verstehen wie meine nächsten Jahre aussehen werden. Viele Grüße!